„Als Team zusammenwachsen“: Frauen starten ins Trainingslager

Nach einer eineinhalbstündigen Busfahrt sind die Leverkusenerinnen in ihrem Trainingslager in Goch angekommen. Bis Samstag, 12. August, will Cheftrainer Robert de Pauw an der niederländischen Grenze die Zeit nutzen, um aus seinem neuformierten Kader eine geschlossene Einheit zu formen.
Robert de Pauw und sein Team
Robert de Pauw und sein Team

Der Himmel meinte es gut mit dem Tabellenfünften der vergangenen Bundesliga-Saison: Noch am Mittag hatte es in Leverkusen, wie an so vielen Tagen zuvor, geschüttet. Doch pünktlich zum Auftakt in Goch setzte strahlender Sonnenschein ein. Perfekte Bedingungen für de Pauw und seinen 26-köpfigen Kader, der bis Samstag wie schon zuvor die U17- und U19-Junioren des Werksklubs im Sport- und Tagungshotel De Poort untergebracht ist. Auf den nur wenige Minuten entfernten Trainingsplätzen im niederländischen Siebengewald stehen insgesamt sechs Trainingseinheiten an.

De Pauw: „Einander besser verstehen“

Für den niederländischen Cheftrainer bietet das Trainingslager die ideale Gelegenheit, um das runderneuerte Team auf seine Philosophie einzustellen. „Ich erwarte, dass wir als Team nicht nur fußballerisch zusammenwachsen. Es geht darum, einander besser kennenzulernen und zu verstehen“, sagt de Pauw.

Karólína Vilhjálmsdóttir und Synne Skinnes Hansen

Fünf Wochen bleiben den Bayer 04-Frauen bis zum Pflichtspielstart mit der 2. Runde des DFB-Pokals (9. bis 11. September). Zumindest die Frühform stimmt schon mal, wie der souveräne 6:0-Testspielsieg gegen den FSV Gütersloh 2009  im Rahmen der Saisoneröffnung unterstrich. „Unser Offensivspiel war schön, aber es gab auch noch Details, die verbessert werden können“, so der 42-Jährige.

Bis auf Amira Arfaoui und Lara Marti, die am Samstag bei der FIFA Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland mit der Schweiz den Einzug ins Viertelfinale verpassten, ist das Team vollzählig. Auch die frisch verpflichtete Torhüterin Charlotte Voll reiste mit nach Goch. „Wir sind jetzt zum ersten Mal annähernd komplett“, sagt de Pauw: „Es ist schön, die Mannschaft zusammenzuhaben, um gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen.“

High-Performance-Team-Modell

Dabei setzt der Coach auch auf kreative Lösungen. „Wir arbeiten mit einem High-Performance-Team-Modell. Die Spielerinnen haben darüber ein Buch gelesen, damit wollen wir anfangen“, sagt de Pauw. Gelingt es seinem Team, die theoretischen Inhalte auf den Platz zu übertragen, dürfte einer weiteren erfolgreichen Saison unterm Bayer-Kreuz nichts im Wege stehen.

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