
Hoi zämme! Der Austragungsort des insgesamt 25. Europa League-Auftritts der Werkself ist der „Letzigrund“ in Zürich. Das historische Fußball- und Leichtathletikstadion, in dem bereits 25 Weltrekorde (erstmals 1959) aufgestellt worden sind, wurde im Jahre 1925 eröffnet und 2006 abgerissen, um es – anlässlich der bevorstehenden Fußball-EM 2008 – am gleichen Ort neu zu errichten. Im Urzustand hatte die heutige Multifunktionsarena ein Fassungsvermögen von 23.605 Plätzen, heute sind es 30.930 – bei internationalen Fußballspielen: 24.061. Das neue Letzigrund Stadion mit dem fast schwebenden Dach mit seinen charakteristischen Scheinwerfernwurde Ende August 2007 eröffnet und dient seitdem nicht nur dem FC Zürich, sondern auch dessen Stadtrivalen Grasshoppers als Heimspielstätte. Es gibt allerdings auch Planungen für einen Stadionneubau…
Nichtsdestotrotz. Rund vier Monate nach der Neueröffnung, am 19. Dezember 2007, war die Werkself das erste und bisher einzige Mal zu Gast an der Badenerstraße 500, im Westen von Zürich im Quartier Altstetten: In der Gruppenphase des inzwischen ausrangierten UEFA-Cups 2007/08 feierte Bayer 04 beim FC Zürich (im bislang einzigen Aufeinandertreffen der beiden Klubs) mit einem 5:0-Erfolg (Tore: Vratislav Gresko, Dmitri Bulykin (2), Tranquillo Barnetta, Stefan Kießling) den höchsten Auswärtssieg ihrer Europapokal-Geschichte. (Letztgenannter Torschütze ist übrigens diesmal – wenn auch in anderer Rolle – wieder mit dabei. #Glücksbringer) Für die „Zürcher“ war dies zugleich die höchste Heimniederlage auf europäischer Bühne. Lässt man den UI-Cup mal außer Betracht, spielte die Werkself in ihrer Historie bislang dreimal im Europacup gegen eine Mannschaft aus der Schweiz. Die Bilanz: Zwei Siege, ein Unentschieden (8:1 Tore) – in den beiden Duellen auf des Nachbarlands Boden (in Zürich und Sion) blieb die Werkself jeweils ohne Gegentreffer. #sollauchsobleiben!
Mit dem 3:2 in Rasgrad und dem 4:2-Heimsieg über Larnaka ist die Herrlich-Equipe mit zwei Siegen in den Wettbewerb gestartet. Wenn sich die Geschichte wirklich wiederholt, steht die Werkself vor einem langen Turnierweg. Denn zwei Europapokal-Auftaktsiege gab es bislang erst einmal unterm Bayer-Kreuz. Und zwar in der Champions League-Saison 2001/02. Damals zog die Werkself sogar bis ins Finale ein. Aber wie sagte einst Mark Twain? „Man muss reisen, um zu lernen“. Oder anders: Um dem Traum von zweiten Europacup-Triumph nach 1988 am Leben zu halten, müssen zweifelsfrei noch einige Hürden genommen werden!! Und nun heute Abend erst einmal die Hürde FC Zürich – zumal die letzte Heimniederlage der Zürcher über ein halbes Jahr zurückliegt und der Tabellendritte der Schweizer Super League achtmal in Folge nicht verloren hat. Immerhin: Die Werkself verlor keins ihrer letzten fünf Auswärtsduelle im Europapokal (2 Siege, 3 Unentschieden) und nur eins der vergangenen elf Europapokal-Spiele (4 Siege, 6 Unentschieden). #auchdassollsobleiben!
Der Trainer des FC Zürich ist übrigens der Schweizer Ludovic Magnin, der neun Jahre in der Bundesliga für Werder Bremen und den VfB Stuttgart die Fußballschuhe geschnürt hat. Und: Mit beiden Teams Deutscher Meister geworden ist! „Es wird für uns eine große Herausforderung sein, gegen ein Team aus der Bundesliga zu spielen. Wir brauchen eine Top-Leistung unsererseits und werden ans Limit gehen müssen, wenn wir bestehen wollen. Ich traue meiner Mannschaft aber zu, dass sie Leverkusen Paroli bieten kann“, so der 39-Jährige. Übrigens, auch bei Bayer 04 lässt sich auf eine „schwiizer“ Vergangenheit zurückblicken: In Pascal Zuberbühler, Tranquillo Barnetta, Pirmin Schwegler, Eren Derdiyok, Josip Drmic und Admir Mehmedi sowie Funktionär Ilja Kaenzig haben insgesamt sieben „Eidgenossen“ bislang das Kreuz auf der Brust getragen.
In den bisherigen beiden Europa League-Auftritten in dieser Saison ließ die Werkself ihre Offensivpower aufblitzen: Siebenmal hatte die Herrlich-Equipe bereits Grund zum Jubeln – und damit (gemeinsam mit dem FC Arsenal) am häufigsten von allen 48 Teams in der Gruppenphase. Den größten Anteil hat aus Bayer 04-Sicht Kai Havertz. Mit drei Buden und einem Assist führt er zusammen mit Leo Jaba (PAOK Thessaloniki, 2 Tore, 2 Assists) das Scorer-Ranking der UEL an. Übrigens: Unsere Nummer 29 gab mit sechs Torschüssen in den ersten beiden Spielen die meisten bei den Schwarz-Roten ab. Wir drücken die Daumen, dass unserem Youngster heute Abend das 04. Europapokal-Tor seiner Karriere gelingt. Come on, Kai.
Die Begegnung beim FC Zürich wird von einem Schiedsrichter-Gespann aus Aserbaidschan geleitet – mit dem Unparteiischen Aliyar Aghayev an der Spitze. Siebenmal wurde der 31-Jährige bislang in der Europa League eingesetzt, zum zweiten Mal bei einem Spiel mit deutscher Beteiligung (Beim ersten Mal gewann Schalke 04 im November 2016 mit 2:0 gegen OGC Nizza). Beim Blick in die Bilanz fällt auf: Die Gelbe Karte hat Aliyar Aghayev immer dabei: In seinen bisherigen Europa League-Einsätzen gab es bislang mindestens einmal Gelb, insgesamt zückte er den Karton darin 19-mal. Diese Message geht in erster Linie an Dominik Kohr, der als einziger Werkself-Akteur nach zwei gesehenen Gelben Karten vor einer Matchsperre steht.
Allen Bayer 04-Fans, die die Werkself nicht vor Ort unterstützen (können), sei einmal mehr die Schwadbud ans Herz gelegt: Die Fan-Kneipe in der BayArena lädt wie immer bei Auswärtsspielen zum gemeinsamen Mitfiebern und Public Viewing ein. Ab 17.55 Uhr, also eine Stunde vor Anpfiff, werden heute Abend die Türen geöffnet. Weitere Optionen die Werkself aus der Ferne zu verfolgen, bieten neben dem klubinternen Live-Ticker und dem Werkself-Radio unsere Social-Media-Kanäle. Unter dem Hashtag #FCZB04 ist man ganz nah dran an allen Infos. Ein Vorbeischauen auf Twitter, Facebook, Instagram oder Snapchat lohnt sich. In diesem Sinne: Auf geht's, Schwarz-Rot, kämpfen und siegen!


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