
Das ist jedoch kein Grund, das Fernglas ins Korn zu werfen. Im Gegenteil: Die diebisch aufgelegte Werkself ist natürlich darauf aus, dem Rekordmeister ein Bein zu stellen – und wenn es geht, drei Punkte aus der Tasche zu ziehen. Ob das gelingt, wird sich zeigen. Hier kommen auf jeden Fall schon mal 04 Fakten zu #B04FCB – oder wie man in Bayern sagen würde: Quadrotisch, foktisch, guat!
Keine Frage, das große Ziel wird es am Samstagnachmittag natürlich sein, endlich wieder mal die Bayern zu ärgern. Die Aufgabe hat es in sich, zumal die Münchner in dieser Spielrunde (wieder mal) das beste Auswärtsteam der Liga stellen. Seit dem letzten Sieg im Mai 2015 konnte Bayer 04 aus insgesamt sieben Duellen lediglich zwei Zähler holen (übrigens beide Male dank eines 0:0 in der BayArena). Zuletzt gab es in der Liga dreimal hintereinander ein 1:3 – im Pokal-Halbfinale im vergangenen April sogar ein 2:6. Gegen keine andere Mannschaft aus der Bundesliga hat die Werkself einen solchen Negativlauf. Dennoch braucht die Werkself nicht den Kopf in den Schnee zu stecken. Zum einen zeigt die Formkurve deutlich nach oben, zum anderen darf die Werkself diesmal wieder zu Hause gegen die Münchner antreten. Und in der BayArena gaben die Schwarz-Roten – abgesehen vom Pokal – nur zwei der letzten neun Duelle gegen den Rekordmeister aus der Hand (dazu 2 Siege, 5 Remis). Übrigens: So wenige Siege holte der FC Bayern in diesem Zeitraum bei sonst keinem Verein!
Wie bereits erwähnt, sorgen die Leistungen der ersten beiden Rückrundenspiele für einen breiten Bizeps – die Bayern werden auf eine andere Mannschaft treffen als noch im Hinspiel. Wie bereits beim unglücklichen 0:1 gegen Gladbach (22 Torschüsse) lief die Werkself-Offensive auch beim jüngsten 3:0 in Wolfsburg im neuen 4-3-3-System unter Peter Bosz so richtig heiß und prüfte das Material von Keeper Koen Casteels aus nahezu allen Lagen. Insgesamt 23 Mal flog die Kugel in Richtung des Wolfsburger Tores – schwarz-roter Saisonrekord. Die zusammenaddierten 45 Torschüsse sind in der noch sehr jungen Rückrunde vor allem eins: Ligaspitze vor Bremen (42) und Bayern (40). 15 der 23 Abschlüsse flogen zuletzt in Niedersachsen AUF den Kasten der Wölfe – und auch das ist der Bestwert der Liga. Nur den Münchnern gelang es bis jetzt, mehr Torschüsse auf die gegnerische Bude zu knallen – im November 2004 beim 3:1 gegen Kaiserslautern. Ach, und apropos Rote Teufel: Im Falle eines Sieges würde Bayer 04 in der Ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga am derzeitigen Drittligisten vorbeiziehen und auf den 10. Platz vorrücken. Joar, warum nicht!?
Nicht nur bei den Torschüssen ist die Werkself die Mass…ähh das Maß aller Dinge – auch bei den Laufwerten innerhalb der Bundesliga grüßen die Schwarz-Roten von ganz oben. Schon in der Hinrunde gehörten die Schwarz-Roten zu den laufstärksten Teams der Liga, doch in den ersten beiden Rückrundenspielen legten die Bosz-Schützlinge nochmal eine prallgefüllte Schippe Schritte drauf: Im Schnitt legten die Bayer 04-Profis eindrucksvolle 126,3 Kilometer zurück und zogen 300 Sprints pro Spiel. Zuletzt in Wolfsburg wurden sogar 307 gemessen. Und damit so viele, wie seit Beginn der detaillierten Datenerfassung im Jahr 2011 nicht gemessen wurden! Einen nicht unbedeutenden Anteil daran hat Kai Havertz, der im Jahr 2019 zweifellos da weiterzumachen scheint, wo er 2018 aufgehört hat. Mit 225,8 Kilometern ist die Nummer 29 der Werkself, der am vergangenen Wochenende mit 19 Jahren und 229 Tagen obendrein zum jüngsten Elfmeterschützen der Klub-Historie avancierte, der 04.-lauffreudigste Profi der Liga und damit auch teamintern Spitze – vor Kevin Volland (197,2 km), Jonathan Tah (187,4 km) und Julian Brandt (172,5 km). Übrigens: Mit seinem 7. Bundesliga-Tor in dieser Saison traf er in dieser Spielzeit in 19 Einsätzen genauso oft wie in seinen ersten 54 Ligaspielen zuvor zusammen.
Das Heimspiel gegen die Bayern in der BayArena steht unter einem ganz besonderen Motto. Am vergangenen Sonntag, genauer gesagt am 27. Januar, hat sich der Tag der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zum 74. Mal gejährt. Rund um diesen Tag gedenkt der deutsche Fußball seit vielen Jahren der Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden sowie jenen, die überlebt haben. Wie bereits in den vergangenen Jahren setzt auch Bayer 04 wieder ein Zeichen und schließt sich der von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) unterstützten „Erinnerungstag im deutschen Fußball – !Nie wieder“-Kampagne an. Dazu wird unter anderem während des Spiels auf den Banden mehrmals der Schriftzug „Nie Wieder“ zu lesen sein. Damit möchte sich Bayer 04 positionieren und klar zum Ausdruck bringen, dass Rassismus und Diskriminierung keinen Platz in der Gesellschaft und im Fußball haben.
Hinrunden-Ergebnis: 1:3 (A)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Obertshausen)
Vorgesagte Temperatur: 3 Grad, Schnee und Regen
Erwartete Zuschauer: 30.210
Live im TV bei: Sky


Auf hochkarätigen Turnieren in drei Ländern traten sämtliche Junioren-Teams von Bayer 04 durchaus erfolgreich gegen den Ball: Neben dem überzeugenden Turniersieg der U15 in Essen landeten auch die U17 in Stemwede, die U14 in den Niederlanden sowie die U11 in Österreich mit Rang drei auf dem Treppchen. Derweil sorgten die U16-Juniorinnen mit einem 11:1 gegen die U17 des 1. FC Köln für klare Verhältnisse im Derby. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Als Bundesliga-Dritter erwischte die Werkself nach der Winterpause einen Fehlstart ins Jahr 2026, fand im Laufe der Wochen allmählich aber zurück in die Erfolgsspur und gehörte wie im Vorjahr zu den Top 16 in Europa und den Top 4 im DFB-Pokal. In der Bundesliga blieb die Werkself zudem in Sachen Champions-League-Qualifikation bis zum Ende im Rennen. Weil sich aber zwischen gute Leistungen und „big points“ immer wieder auch Rückschläge in die Auftritte der Werkself schlichen, reichte es am Schluss nicht ganz für die Königsklasse. Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen endete auf Rang sechs und in der Qualifikation für die UEFA Europa League. Teil II des Rückblicks auf die Saison 2025/26.
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Von der Saisoneröffnung gegen den Pisa SC bis zum letzten Heimspiel gegen den Hamburger SV haben die Bayer 04-Fans abermals ein großes Herz bewiesen: Insgesamt 31.039 Becher wurden in der Saison 2025/26 bei den Partien in der BayArena gespendet.
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Showdown zum Saisonabschluss: Die U19 von Bayer 04 trifft am Mittwoch, 27. Mai (Anstoß: 19 Uhr/Stadionöffnung: 17 Uhr), im Finale des FVM-Verbandspokals auf den FC Viktoria Köln – und kann die Spielzeit 2025/26 so mit einem Titel beenden. Tickets für die Partie im Aggerstadion in Troisdorf sind ab sofort online sowie am Spieltag an der Tageskasse erhältlich.
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