
„Das Unentschieden geht in Ordnung. Wir sind definitiv einen Schritt weiter als letzte Woche, vergangene Saison sind wir ähnlich in die Vorbereitung gestartet“, sagte Pätzold: „Die ersten 20 Minuten hatten wir unter Kontrolle und haben uns einige Gelegenheiten erspielt, ohne entscheidend in den Strafraum zu kommen. Zwolle wurde durch Umschaltsituationen immer wieder gefährlich. Die erste Halbzeit war sehr zweikampfbetont und wir sind dem Rückstand lange hinterhergelaufen, haben aber nach der Pause viel Willen aufgebracht, um zurückzukommen. Oft wurden unsere Hereingaben im letzten Moment geblockt. Trotzdem hatten wir insgesamt viele gute Balleroberungen und haben uns einige Torchancen herausgespielt.“
Wie schon in der Vorwoche gegen die TSG fehlten auch diesmal die beiden EM-Teilnehmerinnen Cornelia Kramer und Carlotta Wamser sowie Sommer-Zugang Valentina Mädl (Achillessehnenprobleme), Charlotte Voll (Syndesmoseriss), Caroline Kehrer (Meniskusriss), Shen Menglu (Kreuzbandriss) und Ida Daedelow, hinzu kamen Selina Ostermeier (beide angeschlagen) und Vanessa Haim (Magen-Darm-Probleme). Dafür kehrte Katharina Piljic (nach Achillessehnenproblemen) in den Kader zurück, fünf Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs ergänzten das Aufgebot: Paula Schwartze, Sana Coskun, Alisa Sinani, Jana Lindner und Jolina Heltemes.
Auch diesmal setzte Pätzold in beiden Halbzeiten auf unterschiedliche Aufstellungen, allerdings standen diesmal einige Spielerinnen auch länger als 45 Minuten auf dem Feld. Seine Mannschaft begann mutig und setzte sich früh vor dem gegnerischen Tor fest. Mehr als einige Ecken und Schusschancen aus der Distanz sprang dabei zunächst allerdings nicht heraus. Die in Blau-Weiß gekleideten Gastgeberinnen lauerten auf Konter-Gelegenheiten und befreiten sich nach gut einer halben Stunde mehr und mehr aus dem Pressing der Werkself.
Mit der ersten echten Torchance ging der Tabellenzehnte der vergangenen Saison in der niederländischen Eredivisie in Führung. Hanna Huizenga traf per Drehschuss zur Führung (32.). Schwarz-Rot bemühte sich um eine schnelle Antwort, doch die PEC-Defensive stand bis zur Pause weiterhin sattelfest.






Kurz nach der Pause verhinderte nur die Latte beim Kopfball von Huizenga den zweiten Treffer der Torschützin (47.). Auf der Gegenseite vergaben nacheinander Kristin Kögel und Estrella Merino Gonzalez den Ausgleich. Die Werkself drängte in einer teils zerfahrenen Partie immer weiter auf den Ausgleich. Nachdem Melissa Friedrich kurz vor der Linie per Kopf gerettet hatte, gelang Fudalla das verdiente 1:1. Ihr strammer Distanzschuss schlug flach links unten im Eck ein (67.).
Schwarz-Rot wollte das Spiel danach endgültig drehen, doch auch Zwolle blieb gefährlich. Die eingewechselte Torhüterin Anne Moll verhinderte mit zwei starken Reflexen den erneuten Rückstand (71./84.), auf der Gegenseite fehlte oft nur der letzte Pass, um weitere Großchancen zu generieren. So blieb es bis zum Schluss beim letztlich leistungsgerechten 1:1.
Der freitägliche Testspiel-Rhythmus der Werkself setzt sich auch in der kommenden Woche fort. Am 18. Juli (15 Uhr) steht das nächste deutsch-niederländische Duell an. Dann trifft Schwarz-Rot am Leistungszentrum Kurtekotten über 3 x 30 Minuten auf Ajax Amsterdam. Vom 20. Juli bis zum 3. August pausiert das Training. Im zweiten Teil der Vorbereitung bestreiten die Leverkusenerinnen unter anderem vier weitere Testspiele sowie vom 17. bis 23. August ein Trainingslager im bayrischen Rieden. Die Bundesliga-Saison 2025/26 beginnt dann für die Bayer 04-Frauen am Samstag, 6. September (17.45 Uhr), mit dem offiziellen Eröffnungsspiel beim FC Bayern München in der Allianz Arena.
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Die Statistik:
Startelf PEC Zwolle: Tissingh - Dijsselhof, Rutgers, Lindner, Kemper, Roosjen, Zuidberg, Huizenga, van Vugt, Ledema, Weiman
Bayer 04-Frauen, 1. Halbzeit: Repohl - Merino Gonzalez, Lindner, Turanyi, Vidal (32. Coskun) - Grant, Zdebel (26. Heltemes) - Coskun (26. Bartz), Kögel - Bender, Fudalla (26. Mickenhagen)
Bayer 04-Frauen, 2. Halbzeit: Repohl (61. Moll) - Schwartze, Wenger, Friedrich, Mickenhagen (82. Lindner) - Zdebel, Grant (74. Piljic) - Bartz, Kögel (74. Coskun) - Merino Gonzalez (74. Sinani)
Tore: 1:0 Huizenga (32.), Fudalla (67.)
Schiedsrichter: Stefan Stelt
Zuschauer: 125 in Wezep/Niederlande

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Im Hinspiel im Dezember vergangenen Jahres hatte die Werkself gegen RB Leipzig einen zwischenzeitlichen Rückstand noch in einen 3:1-Sieg gedreht und die ohnehin schon starke Leverkusener Bilanz gegen die Roten Bullen noch weiter aufgebessert. Mit seinem ersten Treffer beim Pflichtspiel-Debüt für Schwarz-Rot machte dabei besonders Montrell Culbreath auf sich aufmerksam. Während der 18-Jährige am Samstagabend sicherlich gerne ein zweites Mal gegen die Leipziger einnetzen würde, kommen die offensivstarken Gäste mit der breiten Brust aus fünf Bundesliga-Siegen in Folge in die BayArena. Dass die Werkself deshalb einmal mehr auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans angewiesen ist, weiß die Nordkurve12 und hat erneut zur „Finally Red“-Aktion im Saison-Endspurt aufgerufen. Die Kurzpässe.
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Der Videospiel-Hersteller Electronic Arts (EA) hat in dieser Woche gemeinsam mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) die männliche sowie weibliche Top-Auswahl der Bundesligasaison 2025/26 bekanntgegeben. Bayer 04-Stürmerin Vanessa Fudalla steht in der Startelf des Frauen-„Team of the Season“. Bei den Männern wurden Alejandro Grimaldo und Aleix Garcia in den erweiterten Kreis als sogenannte Bench Player gewählt.
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Dieses besondere Event hat einmal mehr gezeigt, wie stark Bayer 04 zusammenhält: Im Rahmen von „BarmeniaGothaer schenkt Freude“ unterstützten die Werkself-Profis Edmond Tapsoba, Ibrahim Maza und Christian Kofane am Donnerstag in der Fanwelt den Verkauf individuell designter T-Shirts für den guten Zweck. Mehrere hundert Fans waren gekommen, um sich an der Charity-Aktion zu beteiligen. Der Leverkusener Hauptsponsor BarmeniaGothaer spendet den Erlös an die „Fondation Edmond Tapsoba“, die Menschen in Tapsobas Heimat Burkina Faso im herausfordernden Alltag unter die Arme greift.
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Drei Spieltage vor Saisonende können die Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen einen Rekord knacken und einen weiteren einstellen. Auch rein sportlich ist die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold nach zuletzt drei Siegen in Folge im Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr, Stadion an der Hafenstraße) in der Pflicht, um ihre Chance auf Platz drei zu wahren.
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