
Durch die beiden Siege beim 1. FC Union Berlin (2:1) und gegen den 1. FC Nürnberg (4:0) hat sich die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold ein kleines Polster von vier Punkten auf die Eintracht erarbeitet – auch bedingt dadurch, dass die Adlerträgerinnen ihr Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim bereits zweimal witterungsbedingt verschieben musste. „Wir sind mit einem Rückstand in die Winterpause gegangen und haben uns vorgenommen, diesen aufzuholen. Nach zwei Spielen ist uns das schon gelungen und wir haben Platz drei nun selbst in der Hand“, so der Coach: „Trotz einiger personeller Probleme haben wir Selbstvertrauen getankt und außerdem gezeigt, wie wichtig jede Spielerin im Kader ist.“
Auch die Art und Weise des Erfolgs gegen den FCN machte Mut. „Der deutliche Sieg gegen Nürnberg, die vielen Teams große Schwierigkeiten bereitet haben, ist ein Signal an die Konkurrenz, dass wir bereit sind“, sagt Pätzold: „Jetzt freuen wir uns, dass sich personell einiges entspannt. Wir haben wieder mehr Möglichkeiten, auf den Spielverlauf zu reagieren.“ Die Ex-Frankfurterin Carlotta Wamser sowie Ruby Grant kehren nach ihren Sperren zurück, auch Lilla Turanyi, Ida Daedelow (waren beide krank) und Cornelia Kramer (nach muskulären Problemen) kommen wieder für den Kader infrage. Amy Wrigge (krank), Vanessa Haim (Muskel-Sehnen-Verletzung), Charlotte Voll (Schultereckgelenkssprengung) und Shen Menglu (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fehlen dagegen weiterhin.






Mit mehr personellen Alternativen will die Werkself wie schon beim 2:1-Hinspiel-Sieg gegen Frankfurt überzeugen. Nach Platz drei in der Vorsaison sind die Hessinnen 2025/26 aktuell mit 24 Punkten nur Siebter. „Sie tun sich in dieser Saison häufig schwer, die Spiele, in denen sie überlegen sind, zu gewinnen, hinzu kommt die Doppelbelastung durch den Europa Cup“, sagt Pätzold: „Nach den Abgängen in der Defensive waren sie hinten lange deutlich anfälliger als in der Hinrunde der vergangenen Saison und haben deshalb auf dem Transfermarkt reagiert.“
Dennoch weiß der Trainer: „Sie haben nach wie vor brutale Qualität, können jederzeit eine Siegesserie starten und sind immer in der Lage, Tore zu schießen. Gleichzeitig sind sie aber auch verwundbar.“ Umso interessanter dürfte die Partie für den weiteren Saisonverlauf werden. „Rein tabellarisch klingt es vielleicht nicht nach einem Topspiel, aber Frankfurt ist einer der ersten Konkurrenten im Kampf um den Platz hinter Bayern und Wolfsburg“, so Pätzold.
Um gegen diese Eintracht zu bestehen, fordert er „eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung, um uns dagegen zu wehren und offensiv immer wieder ihre Problem-Bereiche zu bespielen“. Da die Gastgeberinnen aufgrund des unbespielbaren Platzes im Stadion am Brentanobad ihr Duell mit Hoffenheim am Mittwoch erneut absagen mussten, ist der Rückstand auf die Werkself auf vier Punkte angewachsen. „Die Situation ist bei Frankfurt sicherlich angespannter als bei uns“, sagt Pätzold: „Der Platz wird nicht in einem Top-Zustand sein, von daher erwarte ich ein sehr umkämpftes Spiel.“
Die kurz vor Ende der Transferphase auf Leihbasis vom FC Liverpool geholte Torhüterin Rafaela Borggräfe könnte bereits im Kader stehen. „Sie ist fit und hat im Training direkt einen sehr positiven ersten Eindruck gemacht“, sagt der Coach: „Natürlich wird sie eine gewisse Zeit brauchen, um sich an die Mannschaft, die Spielweise und die Abläufe zu gewöhnen, aber sie ist eine sehr offene Person und hat ihr Leistungsvermögen schon in den ersten Einheiten aufblitzen lassen.“
Wer die Werkself am Samstagnachmittag im Stadion unterstützen will, kann HIER im Online-Shop der Eintracht oder am Spieltag an der Tageskasse Tickets erwerben.

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