
„Es war in der ersten Halbzeit nicht so deutlich, wie es das Endergebnis erahnen lässt. Nürnberg hat einen sehr unangenehmen Spielstil, hat uns viele Probleme bereitet und war schwer zu verteidigen. Wie im Hinspiel war eine Standardsituation der Dosenöffner“, sagte Pätzold: „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft dafür, wie diszipliniert wir geblieben sind. Rike hat uns mit einer starken Parade die Führung zur Halbzeit gerettet.“ Noch mehr überzeugte die Werkself in Halbzeit zwei. „Nach der Pause sind wir klar geblieben und haben wie erhofft mehr Räume bekommen, weil sie müder wurden. Mit Loreen Bender kam dann nochmal zusätzliche Power von der Bank, wir haben die sich ergebenden Räume sehr gut genutzt und schöne Tore erzielt“, so der Coach: „Die beiden Siege gegen Nürnberg können noch sehr wichtig werden, weil sie auch immer wieder gegen Mannschaften punkten, die mit uns um die oberen Plätze kämpfen.“
Im Vergleich zum spät errungenen 2:1-Sieg beim 1. FC Union Berlin hatte Pätzold seine Startelf auf vier Positionen verändert. Kapitänin Friederike Repohl kehrte nach überstandenen muskulären Problemen anstelle von Anne Moll ins Tor zurück, in der Innenverteidigung ersetzte Claudia Wenger die erkrankte Lilla Turanyi und in der Offensive begannen als Ersatz für die gesperrten Carlotta Wamser (5. Gelbe Karte) und Ruby Grant (Gelb-Rote Karte) Union-Siegtorschützin Kristin Kögel und Valentina Mädl.
Die Werkself begann strukturiert und kombinierte sich gut bis auf Höhe des gegnerischen Sechzehners. Der erste Abschluss resultierte aus einer Ecke. Der zunächst abgeblockte Ball landete bei Selina Ostermeier, die in ihrem 100. Bundesliga-Spiel aus der Distanz abzog. Leicht abgefälscht verfehlte ihr Schuss das Tor knapp (8.). Zwei Minuten später drosch Estrella Merino Gonzalez den Ball aus der Distanz über die Latte. Danach steigerten sich die Gäste etwas, auch Repohl musste bei einem abgefälschtem Schuss erstmals eingreifen. Auf der Gegenseite vergab Fudalla die bis dato größte Chance der Partie. Nach einer schnellen Kombination wurde ihr Drehschuss aus halblinker Position im Sechzehner noch leicht abgefälscht und von FCN-Keeperin Lourdes Romero mit einem starken Reflex zur Ecke geklärt (25.).






Mit frischem Schwung legten die Leverkusenerinnen nach und drängten auf die Führung. Nach einem Steilpass von Juliette Vidal auf Mädl spielte die Österreicherin an der Sechzehner-Kante quer auf Caroline Kehrer, die den Ball nicht kontrollieren konnte, sodass er zur Ecke geklärt wurde. Daraus resultierte das hochverdiente 1:0. Kögel leitete die kurz ausgeführte Ecke auf Fudalla weiter, die aus rund 25 Metern ansatzlos abzog. Der Ball schlug rechts unten im Eck ein - ihr zehnter Saisontreffer, ein besonders sehenswerter zugleich (37.). Kurz vor der Pause machte sich Repohl bei einem strammen Schuss von Nürnbergs Torjägerin Nastassja Lein lang und rettete so den Vorsprung.
Auch der zweite Durchgang begann mit einer dominanten Heimmannschaft. Fudalla zirkelte einen direkten Freistoß auf das Tornetz (50.). Zwei Minuten später verhalf die Ex-Leverkusenerin Fröhlich Schwarz-Rot zum 2:0. Ihr Klärungsversuch nach einer Hereingabe von Kehrer landete im eigenen Tor (52.). Wenig später tauschte Pätzold erstmals, Bender ersetzte Mädl (59.).






Die Bayer 04-Frauen kontrollierten die Partie weiterhin und ließen die Fränkinnen kaum einmal in Tornähe kommen. Stattdessen verpasste Kögel per Direktabnahme im Zentrum das 3:0 (69.). Besser machte es Joker Bender zwei Minuten später. Ein öffnender Pass von Vidal aus dem Zentrum landete bei Fudalla, die die mitgelaufene 20-Jährige im Zentrum bediente. Frei vor Romero blieb Bender cool und schob zur Vorentscheidung ein. Kurz darauf führte die Kombination Kögel-Fudalla zum 4:0. Kögel bediente die Leverkusener Top-Torjägerin Fudalla, die per Drehschuss rechts oben ins Eck traf (76.).
Direkt danach verhalf Pätzold Eigengewächs Sana Coskun eine Woche nach ihrem Bundesliga-Debüt zum ersten Einsatz vor heimischer Kulisse. Die 17-Jährige kam für die zweifache Vorlagengeberin Kögel. Auch Melissa Friedrich (für Katharina Piljic) kam ins Spiel. Bei Friedrichs Kopfball nach einer Ecke fehlte nicht viel zum 5:0 (85.). Kurz vor dem Abpfiff gab es dann zwei weitere Bundesliga-Debüts zu feiern. Jana Lindner (für Vidal) und Alisa Sinani (für Fudalla) aus der eigenen U23 durften die letzten Minuten bis zum 4:0-Endstand auf dem Platz genießen.
Weiter geht es für Schwarz-Rot in genau einer Woche am Samstag, 7. Februar (14 Uhr), im Stadion am Brentanobad mit dem 17. Spieltag bei Eintracht Frankfurt. Anschließend folgt am Karnevalsfreitag, 13. Februar (18.30 Uhr), im UHS das Derby gegen den 1. FC Köln. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Vorverkauf.
Die Highlights:
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Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Merino Gonzalez, Wenger, Ostermeier, Mickenhagen - Piljic (77. Friedrich), Vidal (87. Lindner) - Fudalla (87. Sinani), Kögel (77. Coskun) - Kehrer, Mädl (59. Bender)
1. FC Nürnberg: Romero - Proniez, Fördös (81. Lindner), Wos, Fröhlich - Mai (88. Svensson Senelius), Guttenberger, Miller (72. Seguin), Meroni - Lein (82. Licina), Polaskova (72. Günster)
Tore: 1:0 Fudalla (37.), 2:0 Fröhlich (52., Eigentor), 3:0 Bender (71.), 4:0 Fudalla (76.)
Gelbe Karten: Wenger - Fördös
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Mainz)
Zuschauer: 560 im Ulrich-Haberland-Stadion

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie of the Season“ 2025/26 bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Ibrahim Maza. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 7. Mai (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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