Auf den verdienten Punkt im Europa-League-Auswärtsspiel bei Real Betis Sevilla (1:1) folgte am vergangenen Sonntag ein 2:2-Remis beim 1. FC Köln, das sich nicht nur für Gerardo Seoane „wie eine Niederlage angefühlt hat. Die Mannschaft war natürlich enttäuscht und gefrustet“, so der 42-Jährige weiter. Aber sie habe vorher schon bewiesen, beispielsweise nach der Niederlage gegen den FC Bayern München (1:5), „dass sie schnell wieder aufsteht und bereit ist, weiter zu lernen“.
So geht der Schweizer durchaus mit einem guten Gefühl in das K.o.-Duell mit dem Karlsruher SC, der in der 2. Bundesliga aktuell Rang acht belegt. „Wir wollen eine Runde weiterkommen, die richtige Einstellung auf den Platz bringen, eine spielerische Reaktion zeigen und uns weiterentwickeln“, stellte Seoane auf der Pressekonferenz am Dienstagmittag klar.
Die Statistiken sprechen indes für Schwarz-Rot: Unter den Teams, gegen die Bayer 04 mindestens zehnmal seit Bundesliga-Gründung antrat, ist die Niederlage-Quote nur gegen den FC Augsburg (0 Prozent) „besser“ als gegen den KSC (14 Prozent). Im bislang letzten direkten Pokal-Duell gegen die Süddeutschen im August 2017 setzte sich die Werkself mit 3:0 nach Verlängerung durch. Damals waren im Wildparkstadion Dominik Kohr, Joel Pohjanpalo und Leon Bailey im strömenden Regen erfolgreich.
Zu der Zeit noch in der 3. Liga beheimatet, hat sich Karlsruhe in der vergangenen Saison zu einem soliden Zweitligisten entwickelt – vor allem dank Chefcoach und Ex-KSC-Profi Christian Eichner. „Sie holen auswärts wichtige Siege und haben einen guten Mix aus Erfahrung und jungen Spielern mit einer guten Physis“, weiß Seoane, der mit seinem Trainerteam den Gegner ausgiebig unter die Lupe genommen hat. „Sie haben durchaus Waffen, zum Beispiel starke Standards. Wenn wir aber eine gute Leistung auf den Platz bringen, dann haben wir eine gute Chance, eine Runde weiterzukommen.“
Zwei personelle Hiobsbotschaften ereilten Bayer 04 indes am gestrigen Montag: Karim Bellarabi zog sich in Müngersdorf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu, Patrik Schick erlitt einen Bänderriss im Sprunggelenk. Die beiden Angreifer werden aller Voraussicht nach erst wieder nach der Länderspielpause Mitte November zur Verfügung stehen.
Im Sturmzentrum könnte nun Lucas Alario wieder mehr Spielanteile bekommen. Der argentinische Nationalspieler knipste in der vergangenen Bundesliga-Saison elfmal. Den 29-Jährigen plagten nach seinem Startelf-Einsatz in Sevilla vergangene Woche jedoch leichte muskuläre Beschwerden, sodass er am Dienstag lediglich Teile des Mannschaftstrainings absolvieren konnte. „Ich warte das Feedback der Ärzte und Physios ab und werde dann das Risiko abwägen. Schließlich sind es noch vier Spiele bis zur Länderspielpause und durch den Ausfall von Schick werden wir Lucas immer brauchen“, erklärte Seoane.
So könnte U19-Stürmer Iker Bravo gegen Karlsruhe sein Kader-Debüt bei den Profis feiern. „Die Idee steht im Raum“, sagte Seoane, der den Spanier am Dienstag bereits auf dem Trainingsplatz begrüßt hat.
Der 16-jährige Bravo wechselte im Sommer aus der weltweit bekannten Talentschmiede La Masia des FC Barcelona nach Leverkusen. Am vergangenen Wochenende schoss er den U19-Nachwuchs im Bundesliga-Duell gegen Fortuna Düsseldorf mit einem Doppelpack zum 3:1-Sieg. Dabei gelang ihm unter anderem ein sehenswerter Treffer per Fallrückzieher.
Weitere Infos zur Partie:
Übertragung: Sky und Werkself Radio
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Werkself-TV zeigt die Pressekonferenz nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg am 6. Bundesliga-Spieltag 2026/27 mit den beiden Cheftrainern Carles Martínez und Julian Schuster...
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Werkself-TV zeigt den 2:1-Erfolg von Bayer 04 gegen den SC Freiburg am 6. Spieltag der Bundesligasaison 2026/27 re-live...

Es war ein Spiel, an das sich die Beteiligten wohl noch lange erinnern werden: Die U19 von Bayer 04 hat in der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga den siebten Sieg im siebten Spiel gefeiert – und doch war es ein ganz besonderer Erfolg: Beim 4:3 (1:1) beim VfL Bochum 1848 fielen gleich fünf Treffer in der Schlussviertelstunde. Bei Anbruch der 90. Minute hatte das Team von Trainer Patrick Greveraars noch zurückgelegen, dann aber in bester „Laterkusen“-Manier zurückgeschlagen.
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In der BayArena war die Werkself unter Carles Martínez bisher nicht zu bezwingen. Der Spanier gewann mit seinem Team alle drei zurückliegenden Heimspiele – wohlgemerkt ohne Gegentor. Mit dem SC Freiburg kommt am Sonntag, 18. Oktober (Anpfiff: 15.30 Uhr/live bei DAZN und im Werkself-Radio), der aktuelle Tabellenführer nach Leverkusen, muss dort aber auf seinen Top-Torschützen verzichten. Zudem gewann die Werkself alle drei vergangenen Heimspiele gegen den Sport-Club. Mit einem Treffer könnte Patrik Schick nicht nur für einen vierten Erfolg in Serie sorgen, sondern auch einen denkwürdigen Rekord aufstellen. Derweil dreht sich am Aktionsspieltag Gesundheit in der BayArena vieles um das körperliche Wohlbefinden. Die Kurzpässe.
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