
Die Partie begann zunächst verhalten und eher defensiv konzentriert. Die ersten Torchancen hatten die Werkself-Akteure Robert Andrich in der 13. mit einem Fernschuss sowie zehn Minuten später Edmond Tapsoba per Kopfball. Im Verlaufe der ersten Hälfte waren es weiter vor allem die Hausherren, die sich zunehmend mehr Gelegenheiten erarbeiteten. Die wohl größte Möglichkeit bot sich Stürmer Patrik Schick vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff, sein Kopfball landete jedoch zu weit rechts vom Tor. In Durchgang zwei hatten die Leipziger dann jedoch zunehmend mehr Zugriff auf das Spielgeschehen – immer beteiligt: Stürmer Christopher Nkunku. So auch in der 69. Spielminute, als der französische Nationalspieler alleine aufs Tor zulief, seinen Lupfer aber links am Tor vorbei setzte. Nur eine Minute später war es dann Teamkollege Dominik Szoboszlai, der zur sich bereits anbahnenden Führung für RB einnetzte. HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Erfreulich abseits des Platzes: Die ukrainischen Jugendfußballer, die am vergangenen Donnerstag gegen die U17 von Bayer 04 ein Freundschaftsspiel absolviert hatten (5:1), verfolgten die Partie ebenfalls von den Rängen live in der BayArena.

Cheftrainer Gerardo Seoane zeigte sich auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie vor allem enttäuscht vom Resultat. Unzufrieden war der Schweizer zudem mit dem Zweikampfverhalten und häufigen Ballverlusten seiner Mannschaft. Dennoch habe man auch viele Dinge gut gemacht: „Wir haben es geschafft, dass dieses offensivstarke Team nie richtig ins Tempo kommt, auch die Konterabsicherung und Restvereidigung haben gestimmt. Am Ende war es ein Fehler zu viel“, so Seoane.
Mittelfeldmotor Robert Andrich schlug in die gleiche Kerbe: „Es gab nicht viele Offensivszenen auf beiden Seiten, daher war klar: Wer den ersten Fehler macht, verliert. Es ärgert uns maßlos, dass wir jetzt schon häufiger so einfache Gegentore bekommen haben.“
Kapitän Lukas Hradecky gab indes gegenüber DAZN die klare Marschroute für die verbleibenden vier Partien vor: „Wir liegen gut im Rennen um einen Champions-League-Platz. Wir müssen einfach Weitermachen. Jeder muss sich selbst fragen: Wollen wir Champions League spielen? Die Kleinigkeiten finden im Kopf statt. Alle sind als Fußballspieler gut genug und als Mannschaft funktionieren wir auch.“
Im Vergleich zum torlosen Remis beim VfL Bochum 1848 brachte Gerardo Seoane zwei Neue von Beginn an – beide eher defensiver Natur: Mitchel Bakker und Exequiel Palacios. Auffällig: Insgesamt entschied sich Seoane gegen die Roten Bullen für eine Fünfer-Abwehrreihe sowie gleich drei Sechser im Zentrum. In der 73. Spielminute wechselte der 43-Jährige dann offensiv: Kerem Demirbay für Jonathan Tah sowie Paulinho für Exequiel Palacios. Zwei weitere Offensivakteure brachte der Schweizer zehn Minuten vor Schluss: Robert Andrich verließ für Lucas Alario den Platz, ihm folgte Piero Hincapies Auswechslung für Sardar Azmoun.
Andrich und auch Hincapie haben derweil ihre fünfte Gelbe Karte gesehen und werden somit in der kommenden Partie bei der SpVgg Greuther Fürth nicht mitwirken können.

Auch die Zahlen zum Spiel zeigen, was Seoane und Co. bereits als markante Faktoren herausgestellt haben: Während die Werkself in 90 Minuten 12 Torschüsse abgibt, haben sie den Leipzigern insgesamt nur 4 Schüsse zugelassen, davon jedoch ein spielentscheidendes Tor. In Sachen Ballbesitz haben die Roten Bullen mit 54 Prozent leicht die Nase vorn. Auch die Statistik der Zweikampfquote gewinnen die Leipziger mit 64 Prozent.
Die Rheinische Post fasst die Niederlage wie folgt zusammen: „Die Werkself hat gegen RB Leipzig lange die Kontrolle, leistet sich aber einen Fehler zu viel und muss sich knapp geschlagen geben.“ Auch der kicker teilt diese Meinung und macht neben der Kaderbreite der Sachsen vor allem einen Fehler der Leverkusener als entscheidend aus: „Leverkusen, das mindestens auf Augenhöhe agierte, sich jedoch den einen entscheidenden Fehler leistete.“ Gleiches berichtet Sport1: „Ein Tor machte den Unterschied.“

Am kommenden Samstag, 23. April (Anstoß: 15.30 Uhr), tritt die Werkself die Reise zur SpVgg Greuther Fürth an. Das Tabellenschlusslicht punktete zuletzt mit einem torlosen Remis bei der TSG 1899 Hoffenheim. Eine Woche später gastiert dann Eintracht Frankfurt in der BayArena. In den letzten beiden Partien misst sich die Seoane-Elf auswärts mit der TSG 1899 Hoffenheim sowie am letzten Spieltag mit dem SC Freiburg vor heimischer Kulisse.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Dieses besondere Event hat einmal mehr gezeigt, wie stark Bayer 04 zusammenhält: Im Rahmen von „BarmeniaGothaer schenkt Freude“ unterstützten die Werkself-Profis Edmond Tapsoba, Ibrahim Maza und Christian Kofane am Donnerstag in der Fanwelt den Verkauf individuell designter T-Shirts für den guten Zweck. Mehrere hundert Fans waren gekommen, um sich an der Charity-Aktion zu beteiligen. Der Leverkusener Hauptsponsor BarmeniaGothaer spendet den Erlös an die „Fondation Edmond Tapsoba“, die Menschen in Tapsobas Heimat Burkina Faso im herausfordernden Alltag unter die Arme greift.
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Drei Spieltage vor Saisonende können die Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen einen Rekord knacken und einen weiteren einstellen. Auch rein sportlich ist die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold nach zuletzt drei Siegen in Folge im Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr, Stadion an der Hafenstraße) in der Pflicht, um ihre Chance auf Platz drei zu wahren.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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