
Die jungen Fußballer mussten vor wenigen Wochen wegen des russischen Angriffskriegs unerwartet aus ihrer Heimat flüchten, wohnen und trainieren mittlerweile in der Sportschule Hennef. Betreut werden die Jugendlichen dort unter anderem von Stefan Rönz, Mitglied im Trainerlehrstab des Fußball-Verbands Mittelrhein. Dessen guter Kontakt in die Ukraine zu Wladimir Zharikow, dem Leiter der Jugendakademie von Dynamo Kiew, half bei der Flucht aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland.
Rönz vermittelte die Spieler zunächst an Gastfamilien, bis sie als Mannschaft gemeinsam in der Sportschule Hennef unterkamen. „Das tägliche Training und die Spiele bringen die Jungs auf andere Gedanken. Diese Ablenkung ist für sie in dieser Zeit besonders wichtig“, betonte Rönz im Anschluss an die Partie gegen die Leverkusener U17.
Vor dem Anpfiff stellten sich die Teams für ein gemeinsames Mannschaftsfoto auf, die Kiewer Auswahl lief in den Farben ihres Heimatlandes auf. Zum sportlichen Geschehen: Die ersten Minuten gestalteten sich ausgeglichen, das Team von Trainer Markus Daun hatte mehr Ballbesitz, die Auswahl aus Kiew zeigte sich energisch im Pressing.

Nach einer Viertelstunde schaltete Francis-Ikechukwu Onyeka nach einer Balleroberung im Mittelfeld dann schneller als sein Gegenspieler, zog davon und traf zum 1:0 für den Werkself-Nachwuchs. Bereits fünf Minuten später erhöhte Can Moustfa nach flacher Hereingabe von Jordan Zirkzee aus kurzer Distanz auf 2:0, kurz vor dem Ende der ersten Hälfte assistierte Zirkzee dann erneut, als er Mats Flock per Steilpass in die Spitze schickte und dieser erfolgreich war – 3:0 (39.).
Nach der Pause mit Wechseln auf beiden Seiten dauerte es einige Minuten, bis das Spiel wieder an Fahrt aufnahm. Dann war es erneut Zirkzee, der seiner Scorer-Statistik an diesem Tag schließlich noch einen eigenen Treffer hinzufügte und zum 4:0 flach ins lange Eck einnetzte (50.).
Die ukrainischen Nachwuchskicker steckten in der Folge nicht auf und erzielten in Person von Andrii Pedchenko den Treffer zum 1:4 (57.). Quasi im direkten Gegenzug stellten die Gastgeber jedoch den alten Abstand wieder her: Moustfa machte von der Strafraumkante seinen Doppelpack perfekt und setzte mit dem 5:1 den Schlusspunkt (59.).







„Für uns war es ein sehr guter Test“, resümierte Coach Daun nach Abpfiff. „Wir haben sofort zugesagt, als Stefan mit der Idee eines Freundschaftsspiels auf uns zukam.“ Am wichtigsten sei aber ohnehin, „dass die ukrainischen Jungs hier in Sicherheit sind“.
In drei Tagen sind die ukrainischen Nachwuchsfußballer dann erneut zu Gast an der Dhünn: Bayer 04 hat die Auswahl zum Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig am Ostersonntag, 17. April (Anstoß: 19.30 Uhr), eingeladen.
Die Statistik:
Bayer 04: Stahnke (41. Best) – Sesay, Bancé (41. Solmaz), Adiele (50. Bugenhagen), Burghard (41. Lang), Yilmaz, Ali (41. Ecke), Onyeka (35. Tchibara, 57. Kister), Zirkzee, Moustfa, Flock
Tore: 1:0 Onyeka (15.), 2:0 Moustfa (20.), 3:0 Flock (39.), 4:0 Zirkzee (50.), 4:1 Pedchenko (57.), 5:1 Moustfa (59.)

Wichtiger Erfolg: Die U17 von Bayer 04 hat am 8. Spieltag der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga gegen den FC Viktoria Köln 3:0 (2:0) gewonnen. In der ersten Hälfte trafen Valon Bedzeti (22.) und Louis Lomboy (28.) für Schwarz-Rot, Bedzeti entschied die Partie nach dem Seitenwechsel (69.) für die über die gesamte Dauer konzentriert verteidigenden Leverkusener.
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1996 konnte Bayer 04 mit Peter Hermann den Abstieg gerade noch so abwenden. Was folgte, war ein Trainerwechsel, der für Hermann zur Geduldsprobe werden sollte. Bis er unter Berti Vogts und Klaus Toppmöller mit dem Klub zu neuen Höhenflügen ansetzte: das Vize-Triple und das Finale der UEFA Champions League. Doch es sollte turbulent bleiben, denn nach der Übersaison folgte der erneute Fast-Absturz – und für den stets Bayer 04-loyalen Peter Hermann deutete sich der erste Klub-Wechsel an. Folge 3 beleuchtet Hermanns Jahre zwischen den Trainern Christoph Daum, Berti Vogts und Klaus Toppmöller.
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Mit sieben Zählern steht der 1. FSV Mainz 05 aktuell punktgleich mit dem sechstplatzierten Bayer 04 auf Rang sieben. Beim direkten Duell am heutigen Samstag, 10. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr/live bei RTL und Sky sowie im Werkself-Radio), muss die Werkself vor allem auf ein treffsicheres Offensiv-Duo der Rheinhessen aufpassen. Für kurzentschlossene Leverkusener Fans gibt es vor Ort an der Tageskasse noch Resttickets. Wer Schwarz-Rot dagegen von zu Hause aus verfolgt, hat die Wahl: RTL überträgt das Spiel im Free-TV, im Werkself-Radio gibt es zudem die Expertise des ehemaligen Bayer 04-Profis Falko Götz aufs Ohr. Die Kurzpässe.
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Zurück aus der Länderspielpause: Am Samstag, 10. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), gastiert die Werkself beim 1. FSV Mainz 05. Vor dem Duell in der MEWA ARENA gegen den Tabellensechsten sprach Cheftrainer Carles Martínez unter anderem über die Arbeit in der ungewohnt langen Abstellungsperiode. Außerdem äußerte sich der Spanier auf Nachfrage zu einigen Personalien, darunter Ibrahim Maza.
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