Umwelt

Profifußball hat faktisch hohe Umweltauswirkungen. Bayer 04 sucht nach innovativen Lösungen, die besser für die Umwelt sind und setzt diese schon immer um. Dabei will der Klub nie aufhören, sich zu verbessern. Die BayArena als Wohnzimmer ist ein relativ altes Stadtstadion, was den Werksklub bei einer effizienten Optimierung der Ressourcennutzung durchaus beeinflusst. Bayer 04 hat mit der BayArena als Stadtstadion in unmittelbarer Nähe wiederum aber auch ein Alleinstellungsmerkmal sowie den starken ökologischen Heimvorteil, dass viele Fans die Spiele ganz einfach mit dem ÖPNV oder dem Rad erreichen können. Die BayArena wird daher fortlaufend im Rahmen der infrastrukturellen Möglichkeiten sinnvoll und effizient optimiert.

Fahrradständer vor der BayArena

Themen

Ressourcen

Wettermessstation des Rasens

Der Werksklub hat bereits in den vergangenen sechs Jahren durch gezielte technische Optimierungen den relativen Gesamt-Energieverbrauch um mehr als 30 Prozent senken können. Diese betreffen sowohl die BayArena als auch die anderen Liegenschaften des Klubs.

Bayer 04 benötigt dennoch einige Ressourcen wie Wasser, Strom, Gas und Fernwärme, um den reibungslosen Spielbetrieb entsprechend der verbandsseitigen Vorgaben zu gewährleisten.

Es wird fortlaufend an Lösungen gearbeitet, um noch ressourcenschonender zu agieren. 

Es folgt eine Übersicht der aktuellen und wesentlichen Maßnahmen rund um die BayArena:

 

 

BELEUCHTUNG

Mit der Firma ‚Ledvance‘ hat Bayer 04 einen Partner für moderne und energiesparende Leuchtmittel an der Seite. Der Austausch der Beleuchtung in der BayArena und vielen anderen Gebäuden auf dem Gelände auf energiesparende LED-Leuchtmittel wirkt sich positiv auf die Energie-Bilanz aus. Darüber hinaus ist die Laufzeit der zahlreichen Anlagen um ein Vielfaches optimiert worden.

Sofern keine Veranstaltung in der BayArena stattfindet, ist abends im Außenbereich der BayArena lediglich die Wegebeleuchtung in Betrieb und ab 0 Uhr komplett ausgeschaltet. Nur im Bedarfsfall und aus Gründen der Sicherheit, wie zum Beispiel bei Dunkelheit im Winter, wird die Beleuchtung zwecks Verkehrssicherheit ab 6 Uhr wieder eingeschaltet. Die zwei großen Schriftzüge der BayArena inklusive Bayer-Kreuz am Dach des Stadions werden künftig und bis auf weiteres komplett abgeschaltet bleiben. 

STROMVERBRAUCH

Bereits seit 2015 bezieht und nutzt Bayer 04 ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Die Verbräuche werden zudem laufend hinsichtlich möglicher Einsparpotenziale analysiert und optimiert.

PHOTOVOLTAIK

Die Dächer der Garagen und Lagerhallen rund um die BayArena dienen dank einer modernen Photovoltaik-Anlage längst als Speicherort für Energie. Mithilfe jener Solarenergie werden unter anderem die testweise neu eingeführten Elektromäher des Greenkeepings geladen und betrieben. Das Dach der BayArena ist für Photovoltaik-Anlagen aufgrund statischer Gegebenheiten derzeit noch nicht zugelassen.

 

HEIZENERGIE

Um einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb übers komplette Jahr zu garantieren, ist eine Rasenheizung auf den Plätzen in der und um die BayArena unerlässlich (und durch DFL-Regularien zwingend vorgeschrieben). Um die Energie so effizient wie möglich einzusetzen, sind die Rasenheizungen von Bayer 04 an eine Wetterstation und damit an die aktuellen Vorhersagen gekoppelt. Durch diese Methodik werden über zwei Drittel der Heizenergie eingespart. Zusätzlich sorgt Lavastein-Schotter unter der Rasendecke des Stadions für zusätzliche Energieersparnis.

WASSERNUTZUNG

Neben der Rasenheizung spielt vor allem die effiziente Bewässerung der Rasenplätze eine entscheidende Bedeutung für die Sicherstellung der erforderlichen Spiel- und Trainingsbedingungen. Bayer 04 setzt auch in diesem Bereich auf einen durchdachten und sinnvollen Einsatz der Ressourcen und bewässert alle Plätze ausschließlich mit Wasser aus eigenen Brunnen-Anlagen statt mit wertvollem Trinkwasser.

Die Mitarbeitenden von Bayer 04 werden zudem durch aufbereitetes Trinkwasser aus einem Leitungssystem mit Wasser versorgt, um die Nutzung (und den Transport) von PET Flaschen zu vermeiden.

Weitere Maßnahmen sind zum Beispiel wasserlose Urinale im Public-Bereich sowie wassersparende Perlatoren und der Einsatz von ökologischem Dünger.


Mobilität

E-Autos bei Bayer 04

Die Fan-Mobilität am Spieltag ist der größte Emissionsfaktor professioneller Fußballklubs. Bayer 04 nutzt seinen Standortvorteil und engagiert sich traditionell für klimafreundlichere Mobilität - sowohl am Spieltag als auch darüber hinaus:

So ist das ÖPNV-Ticket inkludiert, mit dem Kauf einer Eintrittskarte für ein Spiel in der BayArena erhalten Heim- und Gästefans die Möglichkeit, kostenlos im VRS- und VRR-Gebiet an- und abzureisen, Pendel- und Stadtteilbusse führen an Spieltagen direkt zum Stadion. Gleich zwei Bahnhöfe (Leverkusen-Mitte und -Manfort) mit Anschluss an den Regionalverkehr sind fußläufig vom Stadion aus erreichbar. Außerdem können mehr als 2.000 Fahrradstellplätze im Umfeld der Arena genutzt werden.  Durch verschiedene Aktionen bietet Bayer 04 zudem Anreize für die Anreise mit dem Fahrrad.

Seit dem Jahr 2021 sind vor dem Eingang Süd des Stadions vier moderne Ladestationen für Elektroautos installiert und in Betrieb, weitere wurden kürzlich in anderen Bayer 04-Liegenschaften installiert. Mitarbeitende profitieren außerdem von einem Fahrrad-Leasing sowie einem rabattierten Deutschlandticket als Jobticket.

Weitere Maßnahmen werden folgen. So führt Bayer 04 aktuell in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen eine Mobilitätsanalyse durch, die das Ziel hat, Maßnahmen zu entwickeln, die Fan-Anreise am Spieltag klimafreundlicher zu gestalten. Auch in puncto Dienstreisen der Werkself und der Mitarbeitenden werden die Reisedaten analysiert und hinsichtlich möglicher Optimierungen ausgewertet.


Ernährung

Angebote am Veggie-Corner

Gesunde Ernährung und Spitzensport sind eng miteinander verknüpft. Der Ernährungssektor ist allerdings auch ein wesentlicher Faktor jeder Klimabilanz. Im Verbund mit der Bayer Sports Family hat Bayer 04 das Thema Ernährung somit als wichtiges Nachhaltigkeitsthema identifiziert und adressiert.

Bayer 04 setzt auf eine bewusste Ernährung seiner Fußballerinnen und Fußballer. Dies beginnt bereits beim Nachwuchs in Form einer umfangreichen Ernährungsberatung und zieht sich bis hin in den Leistungsbereich, bei dem eine sportlergerechte Ernährung sichergestellt wird. Auch in Richtung seiner nicht Fußball spielenden Mitarbeitenden bietet Bayer 04 in verschiedenen Formaten Verpflegungsangebote an. Bei all dem soll durch die Nutzung von Mehrwegbehältnissen zudem Abfall vermieden werden.

Beim Thema Ernährung hat das Stadion-Catering den größten Einfluss auf den CO²-Fußabdruck von Bayer 04. Aus diesem Grund erarbeitete die Bayer Gastronomie ein nachhaltiges Lebensmittelkonzept, das unter anderem die Themen Lebensmittelauswahl und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung beinhaltet.  So erweitert zum Beispiel seit der Saison 203/24 ein Veggie-Corner das Catering-Angebot im Public-Bereich, während eine Kompostiermaschine Lebensmittelreste nachhaltig weiterverwertet.

Abgerundet wird das Engagement des Klubs von Sensibilisierungsmaßnahmen rund um das Thema Ernährung, sei es im Rahmen von Workshops der Bayer 04 Lernkurve, als Bestandteil des Programms Fußballfans im Training, bei den Diabetes Camps oder im Rahmen gezielter Kampagnen im Verbund der Bayer Sports Family.


Abfall

Becherspende in der BayArena

Bayer 04 betrachtet das Thema Abfallmanagement ganzheitlich. Zu diesem Zweck setzte sich der Klub bereits 2017 Ziele zur Optimierung der Abfallsituation, zum Beispiel in puncto Trennung und Minimierung von Abfall. Im Stadionbetrieb sind vor allem die Installation größerer Müllbehälter und die Einführung eines Mehrwegbechersystems als wesentliche Maßnahmen zu nennen, die einer Verunreinigung im Stadionumfeld entgegenwirken und zu einer erheblichen Abfallreduktion am Spieltag führen.

Der Klub bietet zudem an, benutzte Mehrwegbecher zu spenden und damit wechselnde lokale Initiativen zu unterstützen. In der Saison 2022/23 wurden durch den 2019 eingeführten Spendenaufruf über 40.000 Euro gesammelt, die an den Wildpark Reuschenberg, den Förderverein Fanprojekt und die Obdachlosenhilfe Kältegang verteilt wurden. Zur Spielzeit 2023/24 wird nun auch der Tierschutz Leverkusen e.V. in den Kreis der Empfänger aufgenommen. Jede Becherspende entspricht dabei einer Summe von zwei Euro. Die Sammelcontainer stehen im Unterrang in unmittelbarer Nähe zu den Ausgängen, in der Nordkurve zudem auch zentral gegenüber dem Block SD3/D3.

Darüber hinaus betreibt Bayer 04 auf dem Stadiongelände zwei Kompostiermaschinen. Während eine Maschine den Grünschnitt der Rasenplätze verarbeitet, werden in der anderen Maschine Lebensmittelabfälle zu Humus weiterverwertet. Der selbst erzeugte Humus kann anschließend  unter anderem auf Flächen der Bayer 04 Liegenschaften eingesetzt werden. Mit dieser Maßnahme können Abholfahrten des Entsorgers reduziert und damit auch CO² eingespart werden.

Um gar nicht erst zu viele Lebensmittel zu produzieren, enthält das Speisekonzept im Stadion-Catering ein kontinuierliches Monitoring der Speiserückläufe. Zudem engagiert sich der Klub aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung.


CO²-Fußabdruck

Bayer 04 hat seinen CO2-Fußabdruck für das Jahr 2022 erfasst und die Ergebnisse veröffentlicht.

CO²-Fußabdruck

Insgesamt entfallen rund 50 Prozent der CO²-Äquivalente auf die Themenfelder Mobilität, Reisen und Beherbergung. Das betrifft sowohl die Anreise der Anhänger zu den Spielen in die BayArena als auch alle Reisebewegungen des Teams und der Bayer 04-Belegschaft, sowohl zu den Spielen als auch darüber hinaus. Es ist zu beachten, dass es im Berichtsjahr aufgrund der Corona-Pandemie zeitweise zu einer geringeren Stadionauslastung gekommen war. Außerdem ist zu beachten, dass Bayer 04, neben den zahlreichen (auch europäischen) Pflichtspielen, im Zuge der notwendigen Internationalisierung auch Reisen in die USA und nach Mexiko unternommen hat.

Der CO²-Fußabdruck bildet die Grundlage für die Entwicklung künftiger Reduktionsmaßnahmen – immer unter Berücksichtigung des Kerngeschäfts. So arbeitet Bayer 04 intensiv daran, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, bei gleichzeitiger Senkung des CO²-Fußabdrucks.


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