
Die Deutsche Meisterschaft der B-Junioren wird seit dem Jahr 1977 ausgetragen. Seither konnte sich der Bayer 04-Nachwuchs zweimal den Titel sichern, der Halbfinal-Rivale Borussia Dortmund sechsmal. Zuletzt trafen beide Vereine 2016 im Endspiel aufeinander. Damals sicherten sich die Werkself-Talente um Kai Havertz und Co. in Dortmund mit einem 2:0-Erfolg unter dem damaligen Trainerteam Markus Anfang und Tom Cichon die Meisterschaft.
Das Halbfinale wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Das Hinspiel in Leverkusen steigt am Mittwoch (6. Juni) um 19 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion (Eintritt frei), das Rückspiel ist für Sonntag (10. Juni, 16.30 Uhr in Dortmund, live im TV auf Sport1) angesetzt. Die Ergebnisse beider Partien werden zusammengezählt, die Auswärtstor-Regel ist außer Kraft. Das anschließende Finale wird dann in einer einzelnen Partie ausgetragen. Im zweiten Halbfinale stehen sich indes die Meister der anderen beiden Staffeln gegenüber, die B-Junioren von Bayern München (Bundesliga Süd) und RB Leipzig (Bundesliga Nord/Nord-Ost).
Die U17 von Bayer 04 schaffte am letzten Spieltag – im Fernduell mit dem Nachwuchs des FC Schalke – in der West-Staffel den Sprung zurück auf Platz zwei und damit die Qualifikation für die DM-Endrunde (56 Punkte, 55:21 Tore). Für das Halbfinale bekamen die Bayer 04-Talente ausgerechnet den West-Konkurrenten Borussia Dortmund zugelost.
Dortmund stand schon mehrere Spiele vor dem Saisonende als West-Meister fest (65 Punkte, 88:22 Tore). Dabei verlor der Nachwuchs der Schwarz-Gelben nur eine der insgesamt 26 Begegnungen (1:2 gegen die U17 des 1. FC Köln), hinzu kamen fünf Unentschieden. Im Schnitt gelangen dem Team von Trainer Sebastian Geppert rund drei Treffer pro Partie.
Die direkten Duelle in der Bundesliga entschied die Dortmunder Borussia mit 3:0 und 2:0 (in Leverkusen) für sich. Davon macht sich Leverkusens U17-Trainer Jan Hoepner vor dem Halbfinale frei: „Das ist jetzt eine K.o.-Runde. Da werden die Karten neu gemischt.“ Vor allem die jüngsten Resultate sorgen für Mut: Während die U17 von Bayer 04 die Saison nach dem 0:2 im Topspiel gegen Schalke 04 mit zwei klaren Siegen beendete, gewann der BVB-Nachwuchs nur zwei seiner letzten sechs Pflichtspiele. Unter anderem gab es Endspiel um den Westfalen-Pokal eine 2:4-Niederlage gegen den VfL Bochum. Nichtsdestotrotz gehen die Dortmunder als Favorit ins Duell mit dem Werkself-Nachwuchs.
Bei Bayer 04 stellen in einer homogenen Mannschaft Christopher Scott (12 Treffer) sowie Abdul Fesenmeyer und Marco Wolf (jeweils 8) die besten Torschützen, dahinter folgt Hans Anapak-Baku (7, oben im Bild). In der Defensive hat die U17 des Werksklubs in Kevin Bukusu ein Aushängeschild in ihren Reihen, schließlich zählte die Nummer 17 zum DFB-Kader bei der Junioren-EM, bei der die deutsche U17-Equipe Anfang Mai dieses Jahres die Viertelfinal-Teilnahme verpasste.
Bei der U17 von Borussia Dortmund sticht aus einer talentierten Mannschaft vor allem Angreifer Youssoufa Moukoko heraus. Ihm gelangen 37 Treffer in 25 Einsätzen - und das mit 13 Jahren. Das „Wunderkind“ mit afrikanischen Wurzeln kam 2016 von St. Pauli zum BVB und sorgt seitdem national und international für Furore und Staunen. Auch beim 3:0 im Hinspiel gegen die Werkself-Junioren traf Moukoko zweimal - im Rückspiel ging die Nummer 18 der Dortmunder B-Junioren allerdings leer aus.
Bayer 04-TV überträgt das Halbfinal-Hinspiel am morgigen Mittwoch (Anstoß: 19 Uhr) live auf bayer04.de und auf Facebook!


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Verstärkung für das zentrale Mittelfeld der Bayer 04-Frauen: Vom Schweizer Meister Servette FCCF wechselt die kosovarische Nationalspielerin Lumbardha Misini zur Werkself. Die 23-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
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