
„Man hat gemerkt, dass es ein hartes Stück Arbeit war. Schon das Hinspiel war sehr umkämpft. Der Unterschied war, dass wir unsere Führung anders als Köln im Hinspiel erfolgreich verteidigt haben. Insgesamt geht der knappe Sieg, wenn an die Spielanteile und die Chancen betrachtet, in Ordnung“, sagte Pätzold: „Köln hat eine sehr intensive Spielweise und wir mussten vor allem in der ersten Halbzeit sehr viel investieren. Es gab auch glückliche Momente, wir haben dann aber eiskalt zugeschlagen und wollten das Spiel mit der Führung im Rücken möglichst gut kontrollieren.“ Das ließen die Kölnerinnen jedoch nur bedingt zu: „Sie haben sehr hohen Druck auf uns ausgeübt. Trotzdem hatten wir die Möglichkeiten, das Spiel frühzeitig für uns zu entscheiden. Wenn man die nicht nutzt, dann ist ein 2:0 immer ein sehr trügerisches Ergebnis“, so der Trainer: „Der Start in die Rückrunde ist uns sehr gut geglückt. Nächste Woche steht gegen Hoffenheim das nächste direkte Duell an. Bis zur Länderspielpause wollten wir maximal viele Punkte gegen die direkte Konkurrenz holen.“
Die Werkself war mit drei Änderungen in der Anfangsformation ins Derby gestartet. Im Vergleich zum 0:1 bei Eintracht Frankfurt starteten anstelle von Friederike Repohl (Innenband-Teilriss), Claudia Wenger (angeschlagen) und Juliette Vidal (Bank) die im Winter verpflichtete Torhüterin Rafaela Borggräfe (Startelf-Debüt), Lilla Turanyi und Zdebel.
Von Beginn an riss die Werkself die Spielkontrolle an sich und erarbeitete sich früh den ersten Torschuss: Kristin Kögel wurde links auf Höhe des Sechzehners von Fudalla angespielt und setzte ihren Abschluss knapp einen Meter rechts neben das Tor (3.). Die Leverkusenerinnen ließen die Gäste in der Anfangsphase kaum einmal über die Mittellinie kommen. Auch die zweite Chance gehörte Schwarz-Rot: Fudalla versuchte es aus der Distanz, Torhüterin Irina Fuchs war zur Stelle (14.). Drei Minuten später profitierte die derzeit beste Bundesliga-Torschützin dann von Fuchs' Fehler. Im Aufbauspiel bediente die Keeperin die Stürmerin unfreiwillig. Fudalla ließ mit einem Haken die zurückeilenden FC-Verteidigerinnen aussteigen und schob den Ball ins rechte Eck zu ihrem zwölften Saisontreffer ein (17.).






Nur eine Minute später fehlte nicht viel zum zweiten Treffer. Von Fudalla bedient zirkelte Zdebel den Ball aus vollem Lauf knapp über die Latte. Die Kölnerinnen fanden nun besser in die Partie, das gefährlichere Team blieben aber die Gastgeberinnen. Nach einer kleinen spielerischen Auszeit beider Mannschaften schlug schließlich Zdebel traumhaft schön zu. Nach einer von den Kölnerinnen nur unzureichend geklärten Hereingabe zog die Mittelfeldspielerin aus 18 Metern ab und drosch den Ball volley in den rechten Winkel - ihr erster Saisontreffer (37.). So ging es mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Halbzeit.
Katharina Piljic, die nach einem Zweikampf kurz vor der Pause auf die Schulter gestürzt war, blieb in der Kabine. Für sie kam Vidal ins Spiel. Die Gäste agierten nach dem Seitenwechsel etwas mutiger, ein Torschuss sprang dabei aber vorerst nicht heraus. Eine halbe Stunde vor dem Ende kam Cornelia Kramer nach überstandenen muskulären Problemen zu ihrem ersten Einsatz im Jahr 2026, auch Ruby Grant wurde eingewechselt. Dafür verließen die beiden Torschützinnen Fudalla und Zdebel das Feld. Zwei Minuten nach ihrer Einwechslung fehlte nicht viel zu Kramers erstem Assist: Kögels Direktabnahme geriet aber zu zentral (64.). Kurz darauf brachte Pätzold auch Melissa Friedrich (für Loreen Bender), um die Defensive zu stärken.






Chancen auf weitere Treffer blieben auch mit Beginn der Schlussviertelstunde auf beiden Seiten weitgehend aus. Pätzold wechselte ein letztes Mal, Valentina Mädl ersetzte Caroline Kehrer (78.). Die Werkself lauerte nun immer mehr auf Konter, eine dieser Situationen nutzte Carlotta Wamser zu einem wuchtigen Distanzschuss, der knapp über das Tor strich. Die größte Gelegenheit zum Anschlusstreffer vergab FC-Torjägerin Sandra Maria Jessen per Flachschuss (81.). Auf der Gegenseite geriet Mädls Kopfball zu zentral (83.). Bei einem weiteren Konter fehlte Kramer nicht viel zum ersten Saisontreffer, dafür gelang praktisch im Gegenzug der eingewechselten Pauline Bremer der Anschlusstreffer (88.). In den letzten Minuten musste die Werkself somit gegen wild anrennende Kölnerinnen noch zittern, unterm Strich blieb es aber beim verdienten 2:1-Derbysieg.
Am Sonntag, 22. Februar, geht es mit dem nächsten Heimspiel weiter. Ab 14 Uhr empfängt die Werkself die TSG Hoffenheim im Ulrich-Haberland-Stadion, Tickets für diese Partie gibt es vorab HIER. Anschließend gewährt Pätzold seiner Mannschaft eine trainingsfreie Woche, ehe eine Länderspielpause ansteht. Am Sonntag, 15. März (18.30 Uhr), sind die Leverkusenerinnen dann zum Abschluss des 20. Spieltags beim VfL Wolfsburg zu Gast.
Die Highlights:
Ja, ich möchte Videos angezeigt bekommen.
Die Statistik:
Bayer 04: Borggräfe - Merino Gonzalez, Ostermeier, Turanyi, Wamser - Piljic (46. Vidal), Zdebel (62. Grant) - Bender (72. Friedrich), Kögel - Kehrer (78. Mädl), Fudalla (62. Kramer)
1. FC Köln: Fuchs - Matysik (74. Wiankowska), Degen, Agrez, Gerhardt - Vogt (63. Stolze) - Zawistowska, Achcinska (46. Bremer), Feiersinger, Hasenauer (63. Bohnen) - Jessen
Tore: 1:0 Fudalla (17.), 2:0 Zdebel (37.), 2:1 Bremer (88.)
Gelbe Karten: Wamser - Vogt, Degen
Schiedsrichterin: Selina Menzel (Stutensee)
Zuschauer: 1068 im Ulrich-Haberland-Stadion

Mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen den Hamburger SV am Samstag, 16. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), endet ein besonderes Kapitel in der BayArena: Drei Jahrzehnte lang war die Bayer Gastronomie für die Verpflegung der Werkself-Fans an Spieltagen verantwortlich. Dabei hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Besucherinnen und Besucher im Stadion gut versorgt und willkommen gefühlt haben. Zum Abschied bedankt sich die Bayer Gastronomie bei den Fans mit einer besonderen Aktion.
Mehr zeigen
Dem Titel einen bedeutenden Schritt näher: Die U19 von Bayer 04 steht nach einem souveränen 5:1-Erfolg beim Mittelrheinligisten SV 1914 Eilendorf im Finale des Verbandspokals. Maßgeblich beteiligt daran war Angreifer Berkan Ermec, der einen Dreierpack erzielte (21., 29., 90.+1). Die weiteren Treffer für Schwarz-Rot markierten Jeremiah Mensah (48.) und Emmanuel Chigozie Owen (71.). Der zwischenzeitliche Treffer der Gäste fiel gegen Ende der ersten Hälfte.
Mehr zeigen
Es ist noch möglich: Mit ein wenig Schützenhilfe und einem eigenen Sieg im Saisonfinale der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen könnten sich die Bayer 04-Frauen noch für die UEFA Women's Champions League qualifizieren. Doch nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz ist am Sonntag, 17. Mai (Anstoß: 14 Uhr, Stadionöffnung: 13 Uhr), für Fans im Ulrich-Haberland-Stadion einiges geboten. Besonders Familien dürfen sich auf kinderfreundliche Aktionen wie Torwandschießen, eine Hüpfburg oder die beliebten Bolzboxen freuen.
Mehr zeigen
Zur zweiten Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Rudi lädt ein“ versammelte Rekordspieler und Klub-Historiker Rüdiger Vollborn gemeinsam mit Quiz-Host Alexander Schenk-Palitza am Dienstagabend die Fans zu einem kniffligen Bayer 04-Quiz-Abend. Die 130 anwesenden Anhänger duellierten sich bei fröhlicher Atmosphäre in spannenden Kategorien rund um die Werkself – auch Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, schaute in der Schwadbud im Osten der BayArena vorbei und rätselte mit.
Mehr zeigen