Offensiv glücklos: Frauen verlieren Verfolgerduell in Frankfurt

Nach zwei Siegen in Folge haben die Bayer 04-Frauen erstmals im Jahr 2026 keine Punkte geholt. Beim Verfolger Eintracht Frankfurt verlor die Werkself am Samstagnachmittag 0:1 (0:0). Trotz vieler offensiver Bemühungen gelang es dem Team von Trainer Roberto Pätzold nicht, die siebte Saisonniederlage zu verhindern.
Katharina Piljic

„Für uns ist es sehr ärgerlich, dieses Spiel zu verlieren. Es war von beiden Seiten sehr temporeich, man hat gemerkt, dass es um viel geht, und am Ende wäre ein Unentschieden das gerechte Ergebnis gewesen. Wir hatten einige gute Möglichkeiten zum Ausgleich“, sagte Pätzold: „In der ersten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch mit vielen Torraumszenen, darunter zwei Aluminium-Treffer von uns. Wir waren der Führung vor der Pause näher als Frankfurt. Beide Teams haben hoch gepresst und haben offensiv mit viel Qualität umgeschaltet. Auch wir mussten Kopf und Kragen riskieren, um die Null zu halten. Nach der Pause hat uns im letzten Drittel die Qualität für Abschlüsse gefehlt – und wie so oft in engen Spielen entscheidet dann eine Standardsituation über den Sieg. Wir haben danach mehr riskiert, sodass eine Mannschaft mit der Qualität von Frankfurt natürlich noch zu einigen gefährlichen Aktionen kommt.“

Nach dem 4:0-Heimsieg gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg hatte Pätzold seine Startelf auf zwei Positionen verändert. Die ehemalige Frankfurterin Carlotta Wamser (nach Gelbsperre) und Loreen Bender rückten für Julia Mickenhagen und Ruby Grant in die Mannschaft. Die kurz vor Ende der Transferphase vom FC Liverpool ausgeliehene Torhüterin Rafaela Borggräfe stand erstmals im Kader, in selbigen kehrten auch Cornelia Kramer (nach muskulären Problemen), Lilla Turanyi und Ida Daedelow (nach Krankheit) zurück.

Schwungvolle Anfangsphase

Beide Teams begannen mit viel Energie und suchten den Weg nach vorne. Der erste Abschluss der Werkself gehört Kristin Kögel (6.) und landete rechts neben dem Tor. Kurz darauf zirkelte Bundesliga-Top-Torjägerin Vanessa Fudalla eine Ecke von rechts auf die Latte. Die Gäste hatten weiterhin etwas mehr Spielanteile und verzeichneten durch die Ex-Frankfurterin Loreen Bender auch die nächste Chance. Ihr strammer Rechtsschuss nach Pass von Fudalla strich über das Tor (17.).

Danach agierten beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe - weiterhin mit einem Chancenplus für die Gäste. Nach einer halben Stunde vergab Fudalla die bis dato größte Möglichkeit der Partie. Bender steckte per Hacke auf die Stürmerin durch und deren Schuss klatschte an den rechten Pfosten. Der Nachschuss von Wamser aus der zweiten Reihe wurde geklärt. 

Loreen Bender

BOrggräfe ersetzt verletzte Repohl

Auch die nächste gefährliche Torannäherung gelang den Leverkusenerinnen. Nach einem feinen Steckpass von Fudalla legte Caroline Kehrer den Ball zwar an Torhüterin Lina Altenburg vorbei, diesen legte sie sich dabei aber zu weit vor (36.). Kurz darauf parierte Altenburg einen Distanzschuss von Wamser. Auf der Gegenseite wehrte Torhüterin Friederike Repohl einen Abschluss von Geraldine Reuteler aus kurzer Distanz ab, verdrehte sich dabei aber unglücklich das rechte Knie. Nach längerer Behandlungspause versuchte es die Kapitänin noch einmal, musste schließlich aber doch ausgewechselt werden. Für sie kam Borggräfe zu ihrem Debüt für Schwarz-Rot (43.). Tief in der sechsminütigen Nachspielzeit fischte die Frankfurter Keeperin einen platzierten direkten Freistoß von Fudalla aus dem rechten Kreuzeck. So ging es torlos in die Kabinen.

Zur Pause musste Pätzold ein zweites Mal wechseln. Für die angeschlagene Estrella Merino Gonzalez kam Mickenhagen ins Spiel. Diesmal starteten die Gäste aktiver - und gingen zehn Minuten nach der Pause in Führung. Rebecka Blomqvist schob den Ball nach einem Freistoß, der nicht entscheidend geklärt werden konnte, aus fünf Metern ins Tor (56.). Drei Minuten später ersetzte Sofie Zdebel, die zuletzt krankheitsbedingt gefehlt hatte, im Mittelfeldzentrum Juliette Vidal.

Rafaela Borggräfe

Die Werkself bemühte sich um eine prompte Antwort, kam aber kaum einmal gefährlich vor das Tor. Kurz vor Beginn der Schlussviertelstunde ersetzte Mädl die engagierte Bender. Während die Bayer 04-Frauen auf den Ausgleich drängten, lauerte die Eintracht auf Konter. Bei einem dieser Versuche platzierte Kapitänin Laura Freigang den Ball an der aus dem Tor geeilten Borggräfe vorbei neben das Tor (74.). Danach rannten die Leverkusenerinnen weiter unermüdlich an, im letzten Drittel fehlte aber zu oft die Genauigkeit. In der Nachspielzeit vergab Freigang bei zwei weiteren Konterchancen die Vorentscheidung. Zwei Minuten vor Schluss verpasste Kehrer den Ausgleich. Damit blieb es bis beim 0:1 aus Bayer 04-Sicht.

Ausblick: Derby gegen Köln - TIckets Verfügbar

In sechs Tagen geht es für die Werkself mit dem Heim-Derby weiter. Am Karnevalsfreitag, 13. Februar (18.30 Uhr), empfängt das Pätzold-Team im Ulrich-Haberland-Stadion den 1. FC Köln. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Vorverkauf. Am Sonntag, 22. Februar (14 Uhr), geht es mit dem nächsten Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim weiter, Tickets für diese Partie gibt es vorab HIER.

Die Zusammenfassung:

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Die Statistik:

Eintracht Frankfurt: Altenburg - Riesen, Doorsoun, Oestenstad, Lührßen - Senß - Reuteler (81. Chiba), Freigang, Memeti - Blomqvist (73. Gräwe), Anyomi (87. Teulings)

Bayer 04: Repohl (43. Borggräfe) - Merino Gonzalez (46. Mickenhagen), Wenger, Ostermeier, Wamser - Piljic, Vidal - Bender (72. Mädl), Kögel - Kehrer, Fudalla

Tor: 1:0 Blomqvist (56.)

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ochenbruck)

Zuschauer: 2700 im Stadion am Brentanobad

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