
„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir diesen Sieg erkämpft haben. Es war ein hartes Stück Arbeit. Man hat klar gesehen, dass Nürnberg eine ganz andere Mannschaft war als im Hinspiel“, sagte Cheftrainer Robert de Pauw. „Wir sind gut in die Zweikämpfe gekommen, hatten aber Schwierigkeiten, Ruhe am Ball zu finden. In der zweiten Hälfte haben wir das phasenweise besser gemacht, aber Nürnberg ist gefährlich geblieben.“ Insgesamt hielt der Niederländer zufrieden fest: „Wir haben den Anschluss nach oben gehalten, das ist gerade vor dem nächsten schweren Spiel gegen Hoffenheim wichtig.“
Im Vergleich zum 1:1 gegen den VfL Wolfsburg standen in Melissa Friedrich, Caroline Siems und Verena Wieder anstelle der angeschlagenen Lilla Turányi (leichte Gehirnerschütterung), Sylwia Matysik (Sprunggelenksverletzung) neu in der Startelf. Julia Mickenhagen, die im Oktober einen Profivertrag unterschrieben hatte, nahm erstmals in der Bundesliga auf der Bank Platz.
Die Gastgeberinnen legten mutig los, die in Hellgrau gekleideten Leverkusenerinnen waren zunächst in der Defensive gefordert. Nach neun Minuten wurde es erstmals gefährlich vor dem Tor von Friederike Repohl, Caroline Siems klärte aufmerksam vor der einschussbereiten Medina Dešić zur Ecke. Wenig später landete der Ball dann erstmals im Tor der Nürnbergerinnen. Nach einem Freistoß von Kristin Kögel nickte Selina Ostermeier ein - stand dabei allerdings knapp im Abseits (17.).
Auch danach stand der Aufsteiger kompakt und störte das Aufbauspiel der Gäste früh. Über die linke Seite erspielten sich die Bayer 04-Frauen ihre erste Gelegenheit aus dem Spiel heraus. Siems fand mit ihrer hohen Flanke am zweiten Pfosten Synne Skinnes Hansen, deren Kopfball über dem Tor landete (24.). Wenig später wurde es erneut brandgefährlich. Eine Ecke von Karólína Lea Vilhjálmsdóttir landete über Umwege bei Kögel, der Schuss der Mittelfeldspielerin wurde geblockt. Direkte danach war es dann aber soweit: Eine erneute Ecke von Vilhjálmsdóttir fand den Kopf von Friedrich, die mit dem Rücken zum Tor aus kurzer Distanz zur Führung einnickte (28.).
Mit dem Treffer im Rücken spielte die Werkself befreiter auf. Nikola Karczewska, die beim 6:0 im Hinspiel dreifach getroffen hatte, probierte es von der Strafraumkante, Kristin Krammer im FCN-Tor war auf dem Posten (33.). Die Gäste kontrollierten nun die Partie, weitere Gelegenheiten ergaben sich bis zur Pause aber nicht mehr.





Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Magnusdóttir versuchte es aus rund 25 Metern ansatzlos, der Ball schlug unhaltbar für Repohl links oben im Eck ein (49.). Die Bayer 04-Frauen benötigten nur ein paar Minuten, um sich von dem Rückschlag zu erholen. Vilhjálmsdóttir servierte diesmal aus dem rechten Halbfeld, diesmal köpfte Bragstad im Sechzehner unhaltbar für Krammer ein (59.). Die Innenverteidigerin hatte bereits gegen Wolfsburg zum 1:1 getroffen.
Unmittelbar danach stärkte de Pauw mit Sofie Zdebel, die für Karczewska ins Spiel kam, das Mittelfeld. Die Gäste ließen den Ball im Mittelfeld laufen und setzten immer wieder vereinzelte Nadelstiche. Doch auch auf der Gegenseite blieb es gefährlich. Dešić verpasste das 2:2 nach einer Flanke per Kopf nur um Zentimeter, der Ball strich an den Pfosten (69.).
Auch die Schlussphase war heiß umkämpft. Die Nürnbergerinnen mühten sich nach Kräften, die Defensive der Werkself hielt leidenschaftlich dagegen. Eine verunglückte Flanke der eingewechselten Nele Bauereisen senkte sich in Richtung langes Eck (82.). Für die Schlussminuten wechselte de Pauw noch einmal doppelt. Mickenhagen gab ihr Bundesliga-Debüt, auch Paulina Bartz kam neu ins Spiel, dafür verließen Skinnes Hansen und Wieder den Platz (90.). In der Nachspielzeit verteidigten die Gäste ihren Vorsprung erfolgreich.
Am Sonntag, 18. Februar, geht es für die Bayer 04-Frauen mit dem 14. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiter. Um 14 Uhr empfängt Schwarz-Rot im Ulrich-Haberland-Stadion die TSG Hoffenheim. Tickets für das Spiel gibt es HIER im Online-Ticketshop. Die beiden kostenpflichtigen Streaminganbieter MagentaSport und DAZN übertragen die Partie wie gewohnt live.
Die Statistik:
1. FC Nürnberg: Krammer - Thöle, Steck (90.+1 Burkard), Schmidt, May, Lein (81. Kusch) - Mai (81. Mailbeck), Arfaoui (80. Kaczor), Magnusdóttir - Dešić, Haim (67. Bauereisen)
Bayer 04: Repohl - Ostermeier, Bragstad, Friedrich - Skinnes Hansen (90. Mickenhagen), Senß, Kögel, Siems - Vilhjálmsdóttir, Wieder (90. Bartz) - Karczewska (61. Zdebel)
Tore: 0:1 Friedrich (28.), 1:1 Magnusdóttir (49.), 1:2 Bragstad (59.)
Gelbe Karten: Arfaoui, Schmidt, Dešić, Magnusdóttir / Bragstad, Senß
Schiedsrichterin: Davina Lutz (Poppenhausen)
Zuschauer: 1048 im Max-Morlock-Stadion

Auf hochkarätigen Turnieren in drei Ländern traten sämtliche Junioren-Teams von Bayer 04 durchaus erfolgreich gegen den Ball: Neben dem überzeugenden Turniersieg der U15 in Essen landeten auch die U17 in Stemwede, die U14 in den Niederlanden sowie die U11 in Österreich mit Rang drei auf dem Treppchen. Derweil sorgten die U16-Juniorinnen mit einem 11:1 gegen die U17 des 1. FC Köln für klare Verhältnisse im Derby. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Showdown zum Saisonabschluss: Die U19 von Bayer 04 trifft am Mittwoch, 27. Mai (Anstoß: 19 Uhr/Stadionöffnung: 17 Uhr), im Finale des FVM-Verbandspokals auf den FC Viktoria Köln – und kann die Spielzeit 2025/26 so mit einem Titel beenden. Tickets für die Partie im Aggerstadion in Troisdorf sind ab sofort online sowie am Spieltag an der Tageskasse erhältlich.
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Kristin Kögel und Friederike Repohl haben die Entwicklung der Bayer 04-Frauen in den vergangenen Jahren geprägt wie kaum andere Spielerinnen. Nun wechselt Mittelfeldspielerin Kögel nach sechs Jahren in Leverkusen zu Racing Straßburg nach Frankreich, während Torhüterin und Kapitänin Repohl, die fünf Jahre unterm Kreuz spielte, ihre Karriere beendet. Im großen Werkself-TV-Interview zum Abschied sprechen die beiden unter anderem über ihre schönsten Erinnerungen an die Zeit bei Bayer 04, Meilensteine mit der Werkself und ihre Wünsche für die Zukunft.
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Nach dem letzten Saisonspiel der Profis durften sich unter der Woche nun auch einige Junioren-Teams sowie die Bayer 04-Fußballschule auf dem Rasen der BayArena austoben. In verschiedenen Spielformen und Trainingseinheiten zeigten die hochmotivierten Leverkusener Nachwuchs-Kicker ihr Können auf einem echten Bundesliga-Feld – und hatten dabei eine ganze Menge Spaß!
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