
„Wir sind eine Runde weiter und niemand hat sich verletzt, das ist das Wichtigste. Das Ergebnis klingt knapper als das Spiel war. Irgendwann war es ein typisches Pokalspiel mit vielen Aluminium-Treffern und einer Torhüterin, die über sich hinausgewachsen ist. Insgesamt haben wir sehr seriös und respektvoll gespielt und uns über außen viele Möglichkeiten erspielt“, sagte Pätzold: „Wir haben dem KSC keine Umschaltsituationen ermöglicht und unsere Räume genutzt. Leider waren die Qualität unserer Hereingaben und die Entscheidungen beim letzten Pass nicht immer gut, auch die Standards waren diesmal nicht so gut.“ Zudem lobte er die Karlsruherinnen, die „leidenschaftlich und mit viel Herz verteidigt haben“.
Der Coach hatte seine Mannschaft gegenüber dem umkämpften 3:2-Sieg zum Auftakt der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim SC Freiburg auf zwei Positionen verändert. In der Innenverteidigung begann Emilie Bragstad anstelle von Lilla Turanyi, im Sturm ersetzte Estrella Merino Gonzalez ihre Teamkollegin Caroline Kehrer.
Die Leverkusenerinnen legten bei Nieselregen dominant los und setzten sich früh in der gegnerischen Hälfte fest. Die erste Chance gehörte Juliette Vidal, die nach einer Hereingabe von links per Kopfball KSC-Keeperin Gabriela Heid prüfte (4.). Zwei Minuten später versuchte es Katharina Piljic mit einem wuchtigen Distanzschuss. Nach zehn Minuten verpasste Cornelia Kramer im Zentrum ein flaches Zuspiel von Karolina Lea Vilhjalmsdottir knapp.
Auch nach der Anfangsviertelstunde blieb es ein Spiel auf ein Tor. Janou Levels traf von halblinks das Außennetz (15.). Wenig später war es dann so weit: Synne Skinnes Hansen schlug von rechts eine Flanke in hohem Bogen ins Zentrum, dort stand Kögel goldrichtig und schob mühelos zur Führung ein (24.). Erneut von links verpasste Levels mit einem Schlenzer den zweiten Treffer (30.). Der nächste Distanzschuss von Vilhjalmsdottir vier Minuten später geriet zu zentral. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff verpasste Kögel per direktem Freistoß den Doppelpack. Ihre scharfe Hereingabe senkte sich gefährlich aufs Tor, die Karlsruher Torhüterin riss rechtzeitig die Hand hoch und fischte den Ball aus dem Winkel.






Ohne personelle Veränderungen ging es in Durchgang zwei. Wieder startete die Werkself mit einer scharfen Hereingabe in die Halbzeit, Merino Gonzalez' Ball fand allerdings in der Mitte keine Abnehmerin. Nach einer Stunde Spielzeit wechselte Pätzold doppelt: Für Merino Gonzalez und Vidal kamen Kehrer und Julie Jorde in die Partie. Stürmerin Kehrer meldete sich auch gleich an. Ihren Abschluss aus kurzer Distanz klärte Heid in höchster Not (61.). Die anschließende Levels-Ecke köpfte Vilhjalmsdottir auf das Tornetz.
Der Regionalligist hielt weiter unermüdlich dagegen und störte den Bundesligisten immer wieder im Spielaufbau. Außenverteidigerin Levels scheiterte nach einer schönen Kombination der Gäste mit ihrem ansatzlosen Abschluss erneut an der Torhüterin (69.). Die anschließende Ecke brachte den Bayer 04-Frauen die nächste Doppelchance: Erst köpfte Vilhjalmsdottir an den Pfosten, dann klärte Heid abermals gegen Kehrer stark. So brachte ein Eigentor von Beck den Leverkusenerinnen den ersehnten 2:0-Vorsprung. Einer scharfen Flanke von Skinnes Hansen konnte die Verteidigerin nicht mehr rechtzeitig ausweichen (72.).
Der ganz in Weiß gekleidete Favorit drängte nun auf die endgültige Entscheidung. Erst traf Kehrer den Pfosten, Sekunden später klärte Heid aus kurzer Distanz gegen Kramer (75.). Für die Schlussviertelstunde ersetzte Shen Menglu Vilhjalmsdottir, außerdem kam Delice Boboy (für Kramer) zu ihrem Pflichtspiel-Debüt für Bayer 04. Kögel vergab erst gegen Heid (81.) und dann mit einem weiteren Pfostentreffer (83.) weitere Gelegenheiten auf ihr zweites Tor. Die gegnerische Torhüterin verwehrte kurz vor dem Abpfiff obendrein Boboy ihren Premierentreffer (89.). So blieb es beim 2:0.
Die Achtelfinal-Partien des DFB-Pokals werden am Montag, 16. September, ab 20.30 Uhr, ausgelost. Für die Werkself folgt am Sonntag, 15. September (14 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) gegen Eintracht Frankfurt das erste Bundesliga-Heimspiel der Saison im Ulrich-Haberland-Stadion. Tickets für die Partie gibt es HIER im freien Verkauf.
Die Statistik:
Karlsruher SC: Heid - Beck, Drexler, Häfele, Beck, Michelfelder (79. Schneider) - Rothenberger (86. Amann), Züfle - Dillmann (86. Veljija), Zweigner-Genzer (59. Graumann), Blust (59. Waibel)
Bayer 04: Repohl - Skinnes Hansen, Ostermeier, Bragstad, Levels - Piljic, Vidal (59. Jorde) - Vilhjalmsdottir (76. Menglu), Kögel (88. Mickenhagen) - Merino Gonzalez (59. Kehrer), Kramer (76. Boboy)
Tore: 0:1 Kögel (24.), 0:2 Beck (72., Eigentor)
Gelbe Karte: - Menglu
Schiedsrichterin: Alessia Jochum (Riegelsberg)
Zuschauer: 500 im Arthur Beier-Stadion

Im Rahmen des 1. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 empfängt Bayer 04 NK Celje aus Slowenien in der BayArena. Die Partie steigt am Mittwoch, 16. September, um 21 Uhr. Alle Infos zum Ticketverkauf. Hinweis: Der Stehplatz-Bereich SG1-SG3 gehört zu diesem Spiel zum Heimbereich.
Mehr zeigen
Der nächste Gegner der U19 von Bayer 04 im DFB-Pokal der Junioren 2026/27 steht fest: Die Leverkusener gastierten im Achtelfinale beim 1. FC Kaiserslautern. Das ergab die Auslosung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag, 3. September, auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main.
Mehr zeigen
Nach rund 17 Jahren und etwa 400 Spielen wurde es Zeit: Die alten Sitzschalen in der BayArena haben ausgedient. Die neuen Modelle sind klappbar, bieten mehr Komfort und mehr Platz. Eine bewegende Zeitreise durch emotionale Momente im Stadion, vom Bau der neuen BayArena über fesselnde Pokalnächte bis hin zur Installation der neuen Sitze...
Mehr zeigen
Bayer 04 Leverkusen hat mit dem Unternehmen DRIVIO einen neuen Premium-Partner für sich gewonnen. DRIVIO, zuvor bereits im Partner-Portfolio als verlässlicher Auto-Abo-Partner von Bayer 04 aktiv, unterstützt den Werksklub weiterhin in derselben Funktion und zusätzlich ab sofort auch im Premium-Bereich der Unternehmen, die eng und vertrauensvoll mit dem Fußball-Bundesligisten kooperieren. Die Premium- und Auto-Abo-Partnerschaft zwischen Bayer 04 Leverkusen und DRIVIO hat zunächst eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2027.
Mehr zeigen