
„Wir konnten unsere guten Phasen leider nicht in Treffer ummünzen. Das Tor war heute wie vernagelt“, sagte Pätzold: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen und uns zahlreiche Torchancen erspielt. Wie es oft so ist, gerät man dann durch einen Standard in Rückstand. Dadurch mussten wir in der zweiten Hälfte mehr riskieren. Bremen hat fast nur noch versucht zu verteidigen, hat viele lange Bälle gespielt und einige Konter-Möglichkeiten bekommen. Wir haben viel probiert, konnten uns aber nicht mehr genügend zwingende Chancen erspielen.“
Gegenüber dem 1:1 am vergangenen Samstag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen die SGS Essen hatte Pätzold zwei Änderungen in der Startelf vorgenommen. Juliette Vidal und Delice Boboy rückten für Karolina Lea Vilhjalmsdottir und Caroline Kehrer in die Mannschaft.
Schon nach zwei Minuten war Torhüterin Friederike Repohl erstmals gefordert. Nach einem Steckpass der Gäste klärte die Kapitänin vor dem Sechzehner rechtzeitig vor der heranstürmenden Sophie Weidauer. Kurz darauf meldete Cornelia Kramer die Werkself an. Die dänische Nationalspielerin setzte einen Freistoß aus 25 Metern nur knapp rechts neben das Tor. Danach rissen die Gastgeberinnen die Kontrolle über die Partie an sich und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest. Die bis dato größte Möglichkeit gehörte Boboy, die im Rücken der Abwehr nach einem feinen Ball in die Spitze das linke Außennetz traf (15.).
Noch näher am 1:0 war Kramer, die, von Boboy per Ablage bedient, mit einem strammen Schuss die Latte traf (18.). Immer wieder versuchte es die Werkself aus der Distanz oder nach Standards, dem SVW gelangen in dieser Phase kaum Entlastungsangriffe. Eine der wenigen Umschaltsituationen führte zur ersten Großchance für die in Cremeweiß gekleideten Gäste. Eine Direktabnahme von Maja Sternad am Rande des Fünfmeterraums strich über die Latte (34.).
Im direkten Gegenzug scheiterte Janou Levels mit ihrem nicht ausreichend platzierten Schuss aus 17 Metern an Bremens Torhüterin Livia Peng. Kurz vor dem Halbzeitpfiff steigerte sich Werder in der Offensive. Zunächst verfehlte Rieke Dieckmann das Tor aus 13 Metern, zwei Minuten später schlug Larissa Mühlhaus dann fast aus dem Nichts zu. Ein Eckball von Tuana Mahmoud fand den Kopf der Torjägerin, die vorbei an der chancenlosen Repohl zum Halbzeit-Stand einnickte (45.).






Personell unverändert ging es in Durchgang zwei, die Bayer 04-Frauen suchten nach einer schnellen Antwort auf die kalte Dusche vor der Pause. Ein strammer Distanzschuss von Vidal streifte den rechten Pfosten (53.). Nach einer Ecke kam Kramer zum Kopfball, Peng war erneut zur Stelle (58.). Um das Angriffsspiel zu beleben, brachte Pätzold früh zwei neue Offensivkräfte: Vilhjalmsdottir und Kehrer ersetzten Vidal und Kögel (61.).
Die Werderanerinnen verteidigten ihre glückliche Führung sehr kompakt, die Werkself-Offensive fand nur selten ein Durchkommen. Gleichzeitig lauerte Bremen auf Konter. Weidauer setzte einen Lupfer über die herauseilende Repohl hinweg links neben den Kasten (73.). Schwarz-Rot versuchte es nun mehr und mehr über die Flügel, ließ aber die letzte Präzision vermissen. Pätzold brachte für die Schlussminuten die kopfballstarke Emilie Bragstad und Shen Menglu (für Ruby Grant und Boboy).
Sein Team drängte auf den Ausgleich, auf der Gegenseite vergab erneut Weidauer das 2:0 (84.). Obwohl die Leverkusenerinnen bis zum Schluss anrannten, blieb es beim 0:1.
Die englische Woche endet für die Werkself am Sonntag, 16. Februar (14 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN), mit dem 15. Bundesliga-Spieltag. Tickets für die Partie im Dietmar-Hopp-Stadion gibt es HIER. Anschließend geht es für einige Nationalspielerinnen auf Länderspielreise.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Merino Gonzalez, Ostermeier, Turanyi, Levels - Zdebel, Vidal (61. Vilhjalmsdottir) - Grant (82. Menglu), Kögel (61. Kehrer) - Kramer, Boboy (82. Bragstad)
SV Werder Bremen: Peng - Matheis, Hausicke, Nemeth, Ronan - Mahmoud (90.+3 Papai), Arfaoui (80. Walkling), Dieckmann (85. Schmidt), Sternad - Mühlhaus, Weidauer
Tor: 0:1 Mühlhaus (45.)
Gelbe Karten: Kögel, Grant, Boboy, Zdebel - Mühlhaus, Mahmoud, Weidauer
Schiedsrichterin: Davina Lutz (Poppenhausen)
Zuschauer: 1175 im Ulrich-Haberland-Stadion

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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