
„Mainz 05 hat eine sehr gut Mannschaft, die auch vergangenes Wochenende wieder ihre Qualitäten gezeigt hat – und nach einem Rückstand das Spiel noch gedreht hat, plus ein nicht gegebenes Tor“, zollte der Cheftrainer der Werkself dem Tabellen-15. Anerkennung und Respekt für die Willensleistung beim 3:2-Sieg über den VfB Stuttgart. Aus diesem Grund wollte Herrlich auch die aktuelle Abstiegsgefahr der Mannschaft von FSV-Trainer Sandro Schwarz nicht überbewerten: „Die Mainzer holen ihre Punkte. Sie haben in den vergangenen vier Jahren zweimal international gespielt. Sie stehen in der Tabelle zwar so, dass sie gefährdet sind, aber sie können jede Mannschaft schlagen. Zu was sie fähig sind, haben sie gegen uns im Hinspiel gezeigt.“
Damals hatte die Werkself in Führung gelegen, nach dem 1:1 kurz vor dem Pausenpfiff aber den Faden verloren und am Ende mit einem 1:3 die Heimreise antreten müssen. „Vor allem die zweite Halbzeit war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung – da hat die Mannschaft ein Gesicht gezeigt, dass wirklich keiner sehen möchte“, erinnerte Herrlich. Es gehe nicht darum, nicht verlieren zu dürfen, aber nach dem Gegentreffer damals habe sein Team sämtliche Tugenden vermissen lassen, sich nicht gewehrt und nicht alles gegeben, „um den Spieß noch einmal umzudrehen. Dieses Gesicht wollen wir nicht mehr zeigen und deshalb haben wir etwas gutzumachen.“
Dass der Respekt vor den Mainzern nicht unbegründet ist, verrät ein weiterer Blick in die Statistik: Nur neun der insgesamt 23 Aufeinandertreffen konnte Bayer 04 für sich entscheiden (vier Unentschieden, zehn Niederlagen). Und auch zu Hause war für die Schwarz-Roten eher wenig zu holen: Vier Siege in den Duellen mit den Rheinland-Pfälzern stehen drei Unentschieden und vier Niederlagen gegenüber. Entsprechend forderte Herrlich: „Wir müssen am Sonntag bereit sein, 100 Prozent von unserem Potenzial abzurufen.“
Nicht nur die ausbaufähige Bilanz, auch aus weiteren Gründen strebt Bayer 04 für Sonntag einen Heimsieg an. „Wir haben es in dieser Saison noch nicht geschafft, dreimal in Folge zu gewinnen“, konstatierte Herrlich. Seine Mannschaft müsse die starken, jüngsten Leistungen konstanter abrufen. Zumal Bayer 04 in dieser Woche vom zweiten Tabellenplatz aus grüßen konnte. „Eigentlich geht’s dieses Jahr nicht mehr höher. Jetzt werden wir gejagt, das ist etwas anderes als wenn man Jäger ist“, sagte Herrlich und ergänzte: „Sechs, sieben Mannschaften sind da oben ganz eng beisammen – da müssen wir sehen, dass wir nicht nachlassen.“
Ob Lars Bender dabei mitwirken kann, ist ungewiss: Nachdem der Kapitän der Werkself bereits beim jüngsten 4:1-Erfolg bei der TSG Hoffenheim aufgrund von Oberschenkel-Problemen ausgewechselt werden musste, konnte der 28-Jähirge auch diese Woche nur dosiert trainieren. „Bei ihm müssen wir heute und morgen schauen, ob ein Einsatz möglich ist. Aber ich möchte kein Risiko eingehen“, erklärte Herrlich. Zu früh kommen dürfte das Spiel in jedem Fall für Vladlen Yurchenko, der nach zweimonatiger Verletzungspause erst seit Anfang der Woche wieder am Mannschaftstraining teilnimmt.
Im Rahmen der Pressekonferenz wurde indes ebenfalls verkündet, dass Bayer 04 den Kooperationsvertrag bis mit seinem Ausrüster Jako um vier Jahre bis 2022 verlängert hat.


Melissa Friedrich spricht im Werkself-TV-Interview über die Gründe für die unglückliche 0:1-Niederlage der Bayer 04-Frauen gegen die TSG Hoffenheim. Zudem blickt die 28-Jährige auf die anstehende Länderspielpause voraus.
Mehr zeigen
Werkself-TV zeigt die TV-Zusammenfassung der 0:1-Niederlage der Bayer 04-Frauen gegen die TSG Hoffenheim am 19. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.
Mehr zeigen
Die Bayer 04-Frauen haben einen Rückschlag im Rennen um Bundesliga-Tabellenplatz drei erlitten. Gegen den direkten Konkurrenten TSG Hoffenheim kassierte die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Sonntagnachmittag gegen die TSG Hoffenheim eine 0:1 (0:1)-Heimniederlage, ein Elfmeter-Treffer nach zwei Minuten entschied die Partie. Mit nun 32 Punkten und einem Spiel weniger überholten die Gäste vorläufig die Werkself, die bei 31 Punkten verharrt. Vor den verbleibenden sieben Bundesligaspielen geht es nun in eine dreiwöchige Pause, in der Länderspiele anstehen.
Mehr zeigen
Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
Mehr zeigen