
Der Spielfilm des Treffens in Wolfsburg ist recht schnell erzählt: Bayer 04, im Vergleich zum 3:2-Pokalsieg gegen Köln unter der Woche gleich auf acht Positionen neu besetzt, fehlte es diesmal ebenso an Durchschlagskraft in der Offensive wie den Gastgebern. Die brachten den Ball zwar in der Anfangsphase per Kopf im Leverkusener Tor unter, der Schütze Koulierakis hatte nach einem Freistoß aber knapp im Abseits gestanden, weshalb der Treffer auf Intervention des VAR annulliert wurde. Der VfL wurde ansonsten noch durch einen weiteren Kopfball von Arnold (33.) sowie einer Doppelchance von Tomas auffällig (42.), die jeweils von Bayer 04-Keeper Lukas Hradecky vereitelt wurden. Die beste Leverkusener Möglichkeit tat sich Nordi Mukiele auf, der nach einem Freistoß von Aleix Garcia und Kopfball-Ablage von Piero Hincapie aber aus nächster Nähe zu überrascht war, um den Ball noch per Kopf kontrollieren zu können (22.). Nach dem Wechsel besaß Wolfsburg eine gute Chance durch den Lattenknaller von Fischer (75.), Bayer 04 kam dafür in der Nachspielzeit nach einem Strafraum-Solo von Florian Wirtz einem Tor noch mal nahe. Ansonsten erwiesen sich beide Abwehrreihen stets als Herr der Lage. HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Die Meinungen nach dem Spiel fielen ähnlich unentschieden aus wie das Duell zuvor auf dem Rasen. „Wir haben gewollt etwas abwartend gespielt mit dem Ziel, es dann hinten heraus zu entscheiden. In den letzten 20 Minuten haben wir auch viel Druck aufgebaut, aber insgesamt ist der eine Punkt zu wenig für uns“, sagte Mittelfeldspieler Robert Andrich. Xabi Alonso stufte das Resultat als „fair“ ein und sagte: „Wir hatten den Willen, aber wir hatten auch einen guten Gegner. Es wäre verrückt zu glauben, dass wir überall hinkommen und einfach immer gewinnen. In der ersten Hälfte hatten wir nicht so viele Momente, in der zweiten sind wir näher in die gefährliche Zone gekommen.“ Angesprochen auf die kommende Partie am Samstag gegen den FC Bayern München sagte der Spanier: „Ich denke nicht viel über die Tabelle nach, es wird ein Topspiel mit Top-Stimmung vor unseren Fans. Es ist das Ziel, dieses Spiel zu gewinnen.“





Auf das bevorstehende Topspiel gegen die Münchner richtete auch die Bild am Sonntag ihren Fokus: „Bayer geht mit Mega-Druck in das Meister-Duell. Acht Punkte Rückstand wurden im Meister-Rennen so spät in einer Saison bisher noch nie wettgemacht.“ Von einem „Rückschlag im Titelkampf“ schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger und erwähnt die Szene, als Bayer 04 nach einem Foul an Wirtz und Eingriff des VAR auf einen Elfmeter hoffen durfte: „Schiedsrichter Stegemann schaute sich am Spielfeldrand die Bilder an. Allerdings wurde schnell klar, dass Nordi Mukiele in der Entstehung der Szene aus einer Abseitsposition heraus einen Gegenspieler weggeblockt hatte – weshalb die Elfmeter-Prüfung hinfällig wurde.“ Die Rheinische Post versah Abwehrchef Jonathan Tah mit der Note 2+: „War eine sichere Bank im Zentrum der Dreierkette und räumte immer wieder entscheidend ab.“
Mit der Rotation von acht frischen Kräften gegenüber dem Pokal-Match gegen den rheinischen Nachbarn sorgte Alonso für einige Verblüffung. Dass Wirtz von der Bank kam, begründete der Werkself-Trainer so: „Wir hatten jetzt vier Englische Wochen in Folge und nach einem großen Spiel über 120 Minuten am Mittwoch und seinem großen Einsatz wollten wir ihn in der zweiten Hälfte bringen können, wenn wir ihn brauchen. Die vielen Wechsel sind keine Ausrede für mich.“ Winter-Neuzugang Mario Hermoso stand erstmals in der Anfangsformation, seine Leistung bewertete der Kölner Stadt-Anzeiger wie folgt: „Sicher in den Zweikämpfen und im Stellungsspiel. Ordentliches Startelf-Debüt, auch wenn er nicht ganz so einschüchternd wirkte wie zuvor bei seinen beiden Einwechslungen.“





Das Duell zwischen dem VfL und Bayer 04 fand keinen Sieger, recht ausgeglichen fielen auch die Statistiken zum Spiel aus: Bei den Torschüssen hatte Schwarz-Rot ebenso ein leichtes Plus von 15:13 Gelegenheiten wie beim Ballbesitz von 59,5 Prozent. Auch die Passquote sprach für die Leverkusener (85,5 Prozent gegenüber 77,7 auf Wolfsburger Seite), während die Hausherren die bessere Zweikampfquote aufwiesen (59,7 Prozent, bei Bayer 04 waren es 40,3 Prozent). Bemerkenswert: Erstmals seit dem 9. Bundesliga-Spieltag am 1. November (0:0 gegen den VfB Stuttgart) blieb der Double-Sieger in der Liga wieder ohne eigenen Torerfolg. Für Bayer 04 war es bereits das 27. Bundesliga-Auswärtsspiel in Folge ohne Niederlage.
Mehr Topspiel als dieses geht nicht, wenn der Tabellenzweite den Spitzenreiter empfängt: Bayer 04 trifft am kommenden Samstag, 15. Februar, auf den FC Bayern München. Anstoß in der BayArena ist um 18.30 Uhr.

Für die Leverkusener Konsolen-Profis startet am heutigen Donnerstag, 22. Januar (ab 19 Uhr live auf dem B04eSports-Twitch-Kanal und in der Bayer 04-App), der vierte Showdown der VBL Club Championship 2025/26. In der Online-Vorrunde kämpft Schwarz-Rot wieder gegen sechs zuvor ausgeloste Gegner um einen Platz in den Top 16 und den damit verbundenen Einzug in die Offline-K.-o.-Runde, die bei diesem vierten Showdown am 2. Februar in Berlin steigt. Der Gegner-Check zu den ersten drei Kontrahenten dieser Online-Vorrunde.
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