
Drei Aluminiumtreffer, fast 70 Prozent Ballbesitz, aber kein Spielglück: Trotz größter Bemühungen hat die Werkself ihr Auswärtsspiel beim FC Augsburg 0:2 (0:2) – und damit erstmals seit Februar 2023 zwei Bundesligaspiele in Folge – verloren. Auf die beiden Treffer der effizienten Fuggerstädter durch Dimitrios Giannoulis (6.) und Anton Kade (28.) folgte eine Partie unter schwarz-roter Kontrolle, die immer wieder von teils gefährlichen FCA-Gegenstößen unterbrochen wurde. Mit zunehmender Dauer setzten sich die Leverkusener aber in der gegnerischen Hälfte fest und hatten unter anderem durch Patrik Schick (43.); Eliesse Ben Seghir (66.) und Nathan Tella (75.) hochkarätige Chancen, die jedoch alle an Pfosten oder Latte endeten.
Trainer Kasper Hjulmand ordnete im Anschluss auf der Pressekonferenz ein: „Wir müssen schnell wieder zum richtigen Charakter unseres Spiels zurückfinden, damit wir in den kommenden, wichtigen Partien gute Leistungen zeigen.“ Der Däne fügte hinzu: „Wir müssen versuchen, in jedem Spiel mit dem richtigen Charakter und der richtigen Philosophie zu spielen. Heute war es teilweise ein bisschen zu wenig.“
Fahrlässigkeit und individuelle Fehler, insbesondere vor den Gegentoren, identifizierte auch Jonas Hofmann als ausschlaggebend: „Dazu hat uns dann heute das Quäntchen Glück gefehlt, mit dem der Ball ins Tor gefallen wäre.“ Der 33-Jährige sah zudem das Spiel der Werkself mit dem Ball nicht so gut wie in den Wochen zuvor: „Ballbesitz liegt uns ja eigentlich, heute haben wir daraus aber einfach zu wenig gemacht.“

„Die Effizienz vor dem Tor, die uns eigentlich in den letzten Wochen ausgezeichnet hat, lag heute leider beim Gegner“, resümierte Keeper Mark Flekken, während Ernest Poku nach vorne blickte: „Jetzt müssen wir diese Partie analysieren und versuchen, möglichst viel daraus zu lernen, damit uns das in den kommenden Wochen nicht mehr passiert.“
Die Rheinische Post sah griffigere sowie physisch präsentere Hausherren und räumte mit Blick auf die Werkself ein: „Im zweiten Durchgang fehlte es Bayer an Qualität – und Glück.“ Dem schließt sich der kicker an: „Dreimal Alu: Leverkusen ohne Fortune im Abschluss.“ Nebst selbigem konstatiert der Kölner Stadt-Anzeiger einen „gebrauchten Tag“ bei Leverkusenern, die trotz dessen den zweiten Durchgang dominierten: „Nach dem Wechsel umstellten die Gäste förmlich den Strafraum der Augsburger.“
Patrik Schick betrieb im Sturm-Zentrum viel Aufwand und schoss zum ersten Mal in dieser Saison in einer Partie fünfmal aufs gegnerische Tor. Mittelfeld-Antreiber Aleix Garcia zeigte sich auch gegen den FCA passsicher und ist damit der Akteur mit der drittbesten Passquote der Liga (94 Prozent), Mark Flekken zeichnete sich seinerseits vor allem in Durchgang zwei gleich mehrmals nach Augsburger Kontern aus. Der Niederländer hat nun ligaweit die drittmeisten Torschüsse pariert. Gefreut haben dürfte sich zumindest vor Anpfiff Martin Terrier, der nach seinem Startelf-Debüt im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund (1:0) nun auch zum ersten Mal in der laufenden Bundesligasaison von Beginn an ran durfte.







Die Leverkusener Dominanz verdeutlicht ein Blick in die wichtigsten Statistiken: Zu 68 Prozent Ballbesitz – zwischenzeitlich sogar deutlich über 70 Prozent – kommen 59 Prozent gewonnene Zweikämpfe sowie eine Passquote von 92 Prozent auf Seiten der Leverkusener. Die 20 abgegebenen Torschüsse der Farbenstädter liegen deutlich über dem vorherigen Saisondurchschnitt von knapp 14 pro Partie.
Bis zur Winterpause stehen der Werkself noch zahlreiche Highlights bevor: Am kommenden Mittwoch, 10. Dezember, um 21 Uhr ist im Rahmen des 6. Spieltags der Ligaphase der UEFA Champions League Gegner Newcastle United zu Gast. Anschließend geht es - erneut zu Hause - am Samstag, 13. Dezember (Anstoß: 18.30 Uhr), gegen den 1. FC Köln. Eine Woche später am Samstag, 20. Dezember (Anstoß: 18.30 Uhr), treffen Andrich und Co. im letzten Spiel vor Weihnachten auswärts auf RB Leipzig. Eine Übersicht über die aktuellen Stände zu den Ticket-Verkäufen gibt es HIER.

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