
Die Begegnung startete mit viel Tempo von beiden Seiten. Vor allem die Werkself kam in der Folge mit gutem Kombinationsspiel immer wieder zu zahlreichen Torchancen. Patrik Schick (8.), Robert Andrich (39.) oder Jeremie Frimpong (39.) konnte die Gelegenheiten jedoch nicht nutzen. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff war es dann Kerem Demirbay in der 57. Minute, der mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 20 Metern die Leverkusener verdient in Führung brachte (1:0). Ein Zwischenstand, der die Gäste nicht verunsicherte. Im Gegenteil: Mit zunehmender Spieldauer fand auch das Team von Cheftrainer Ole Werner immer wieder den Weg durch die schwarz-rote Defensive. Acht Minuten vor Schluss gelang dann Milos Veljkovic nach einem Eckball und anschließendem Schussversuch von Teamkollege Niclas Füllkrug der Ausgleichstreffer. In der 88. Minute kam der zuvor eingewechselten Sardar Azmoun noch einmal zum Abschluss, sein Kopfball traf jedoch nur das Aluminium, so blieb es beim 1:1-Unentschieden. HIER geht es zum ausführlichen Spielbericht.
Auf der Pressekonferenz zeigte sich Cheftrainer Gerardo Seoane nicht zufrieden mit dem Ergebnis, vor allem die mangelnde Chancenverwertung sah der Schweizer als entscheidend an: „Wir haben verschiedene Phasen vom Spiel gesehen, haben zunächst die Kontrolle gehabt, viele Überzahlsituationen geschaffen, aber kein gutes Timing im letzten Drittel und im Abschluss gefunden.“ Dabei sei man „zu wenig effizient und zu wenig klar“ gewesen, so der 43-Jährige und ergänzte: „Wir haben es danach nicht mehr geschafft, überwiegend in der gegnerischen Hälfte zu spielen, waren zu defensiv, anstatt sich weiter nach vorne durchzusetzen. Das müssen wir verbessern.“

Robert Andrich nannte das Unentschieden am Werkself-TV-Mikrofon „brutal enttäuschend“ und sah ebenso wie sein Trainer vor allem in den erneut ungenutzten Chancen den Grund für die derzeitige Situation: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, viele Chancen kreiert, die wir wieder nicht genutzt haben.“
Fehlende Konsequenz sah auch Torschütze Kerem Demirbay als entscheidend: „Wir hängen die ganze Saison schon unseren Toren hinterher“, betonte aber auch: „Es mangelt uns nicht an Herz, Wille und Leidenschaft, wir investieren sehr viel, da müssen wir jetzt weitermachen. Da kommt uns die Länderspielpause jetzt entgegen.“
Lediglich eine personelle Veränderung nahm Seoane nach dem 2:0-Heimsieg in der UEFA Champions League gegen Atlético Madrid vor. Der Schweizer wählte eine 4-2-3-1-Formation, dabei ersetzte der zuletzt stark aufspielende Jeremie Frimpong Adam Hlozek auf der rechten Außenbahn. Er bestach auch gegen die Bremer mit vielen Tempoläufen auf der rechten Seite und hatte in der 39. Minute sogar den Führungstreffer auf dem Fuß, verzog den Schuss allerdings aus nur fünf Metern Entfernung.
Ein besonderes Highlight fand schon einige Minuten vor der Partie statt: Klub-Legende Lars Bender wurde nach Ulf Kirsten, Carsten Ramelow und Co. offiziell zum insgesamt siebten Ehrenspielführer der Werkself ernannt. Dabei wurde dem ehemaligen Kapitän der offizielle Wimpel vom Vorsitzenden der Geschäftsführung Fernando Carro und Geschäftsführer Sport Simon Rolfes überreicht. Zudem zeigte die Nordkurve eine eindrucksvolle Choreografie aus einem schwarz-weiß-roten Fahnenmeer. Die Reaktion des ehemaligen Nationalspielers seht ihr HIER .

Auch die Statistik zeigt, dass sich beide Teams über die gesamte Spielzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert haben. Beide Mannschaften brachten 19 Torschüsse aufs Tor. Auch in Sachen Zweikampfquote sind die Unterschiede minimal, so kommt die Werkself auf 51 Prozent und hat damit leicht die Nase vorn, die Bremer liegen bei einem Wert von 49 Prozent. Gleiches gilt für die Passquote: Hier stehen für Schwarz-Rot 82 Prozent auf dem Papier, bei der Werner-Elf ist es nur ein Prozent weniger. Lediglich beim Ballbesitz ist die Sache klarer: das Team von der Dhünn war zu 54 Prozent am Ball, die Grün-Weißen mit 46 Prozent doch deutlich weniger.
Die BILD fasste das Unentschieden wie folgt zusammen: „Wie so oft in der Vergangenheit haderte Leverkusen mit seiner Chancenverwertung.“ Die Rheinische Post lobte Kerem Demirbays Abschlussqualitäten zum 1:0: „Kerem Demirbay sorgte mit seinem wunderbaren Tor für das sportliche Highlight des Nachmittags in der Bay-Arena“, beschrieb die Partie jedoch insgesamt wie folgt: „In der Tat vergaben die Leverkusener eine ganze Reihe guter Chancen, ehe Kerem Demirbay per sehenswertem Schlenzer nach einer knappen Stunde das 1:0 erzielte. Danach gab es Gelegenheiten, für die Vorentscheidung zu sorgen, doch es fehlte immer ein bisschen. So konnte Bremen von seiner inzwischen bekannten Stärke zehren, auch in den Schlussminuten stets gefährlich zu bleiben.“

In der kommenden Woche begeben sich mit Charles Aránguiz (Chile), Jeremie Frimpong und Mitchel Bakker (beide U21 Niederlande), Zidan Sertdemir (U19 Dänemark), Patrik Schick und Adam Hlozek (beide Tschechien), Lukas Hradecky (Finnland), Odilon Kossounou (Elfenbeinküste), Sardar Azmoun (Iran), Edmond Tapsoba (Burkina Faso) sowie Piero Hincapie (Ecuador) insgesamt elf Werkself-Akteure auf einwöchige Länderspielreise.
In zwei Wochen gastiert die Seoane-Elf dann beim FC Bayern München in der Allianz Arena. Der FCB rangiert derzeit auf dem vierten Tabellenplatz der Bundesliga, ihre letzte Partie verlor das Team von Cheftrainer Julian Nagelsmann 0:1 beim FC Augsburg. Zuvor gab es in der Liga jeweils ein Remis gegen den VfB Stuttgart (2:2) und den 1. FC Union Berlin (1:1). Anstoß der Partie ist am Freitagabend, 30. September um 20.30 Uhr. Vier Tage später geht es für Leverkusener dann auf internationalem Rasen weiter. Am 4. Oktober (Anstoß: 21 Uhr) steigt das dritte Gruppenspiel in der UEFA Champions League beim FC Porto.

Leverkusen – Der zur Saison 2025/26 zunächst auf Leihbasis zum FC Arsenal transferierte ecuadorianische Nationalspieler Piero Hincapie wechselt zum 1. Juli 2026 endgültig von Bayer 04 Leverkusen zum aktuellen englischen Fußballmeister aus London.
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Bayer 04-Rekordspieler Rüdiger Vollborn lädt zu einem weiteren spannenden Abend im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rudi lädt ein“: Auf die ersten beiden Events, die jeweils innerhalb weniger Stunden ausverkauft waren, folgt am Dienstag, 25. August, eine abwechslungsreiche Reise in die Jahre von der Gründung im Jahr 1904 bis zum Bundesliga-Aufstieg 1979!
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Die Partie von Bayer 04 in der 1. Runde des DFB-Pokals 2026/27 ist zeitgenau angesetzt. Die Werkself trifft am Samstagmittag, 22. August, um 13 Uhr auf den SV Wehen Wiesbaden. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am heutigen Mittwoch bekannt. Die Pokalpartie gegen den Landespokalsieger aus Hessen findet in der BRITA Arena statt. Ticket-Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
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Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, reist vom 2. bis zum 6. Juli gemeinsam mit einer Delegation des Klubs nach Brasilien. Auf dem Programm der Reise nach São Paulo und Rio de Janeiro stehen der Austausch mit Partnern, soziale Aktivitäten sowie „Football Development“-Initiativen im Land.
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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Vorrunden-Gruppen der U19 und U17 DFB-Nachwuchsliga für die Saison 2026/27 bekannt gegeben. Die U19 von Bayer 04 begegnet dort unter anderem Borussia Mönchengladbach und dem VfL Bochum 1848, die U17 bekommt es in ihrer Gruppe unter anderem mit dem 1. FSV Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf zu tun.
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