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18.09.2022Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #B04SVW: Viele Chancen, wenig Tore

Die Werkself kam am 7. Bundesliga-Spieltag über ein 1:1 Unentschieden nicht hinaus. In der intensiven Partie in der BayArena sorgte Milos Veljkovic vom Aufsteiger SV Werder Bremen in der 82. Minute für den 1:1 Endstand. Das Team von Cheftrainer Gerardo Seoane erspielte sich vor allem in der ersten Halbzeit zahlreiche sehenswerte Chancen, im zweiten Durchgang zeigten dann die Bremer ihre Qualitäten vor allem in den letzten Minuten. Der Werkself Nachdreher…
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Zusammenfassung: Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Begegnung startete mit viel Tempo von beiden Seiten. Vor allem die Werkself kam in der Folge mit gutem Kombinationsspiel immer wieder zu zahlreichen Torchancen. Patrik Schick (8.), Robert Andrich (39.) oder Jeremie Frimpong (39.) konnte die Gelegenheiten jedoch nicht nutzen. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff war es dann Kerem Demirbay in der 57. Minute, der mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 20 Metern die Leverkusener verdient in Führung brachte (1:0). Ein Zwischenstand, der die Gäste nicht verunsicherte. Im Gegenteil: Mit zunehmender Spieldauer fand auch das Team von Cheftrainer Ole Werner immer wieder den Weg durch die schwarz-rote Defensive. Acht Minuten vor Schluss gelang dann Milos Veljkovic nach einem Eckball und anschließendem Schussversuch von Teamkollege Niclas Füllkrug der Ausgleichstreffer. In der 88. Minute kam der zuvor eingewechselten Sardar Azmoun noch einmal zum Abschluss, sein Kopfball traf jedoch nur das Aluminium, so blieb es beim 1:1-Unentschieden. HIER geht es zum ausführlichen Spielbericht.

Stimmen: „Fehlt uns nicht an Leidenschaft“

Auf der Pressekonferenz zeigte sich Cheftrainer Gerardo Seoane nicht zufrieden mit dem Ergebnis, vor allem die mangelnde Chancenverwertung sah der Schweizer als entscheidend an: „Wir haben verschiedene Phasen vom Spiel gesehen, haben zunächst die Kontrolle gehabt, viele Überzahlsituationen geschaffen, aber kein gutes Timing im letzten Drittel und im Abschluss gefunden.“ Dabei sei man „zu wenig effizient und zu wenig klar“ gewesen, so der 43-Jährige und ergänzte: „Wir haben es danach nicht mehr geschafft, überwiegend in der gegnerischen Hälfte zu spielen, waren zu defensiv, anstatt sich weiter nach vorne durchzusetzen. Das müssen wir verbessern.“

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Robert Andrich nannte das Unentschieden am Werkself-TV-Mikrofon „brutal enttäuschend“ und sah ebenso wie sein Trainer vor allem in den erneut ungenutzten Chancen den Grund für die derzeitige Situation: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, viele Chancen kreiert, die wir wieder nicht genutzt haben.“

Fehlende Konsequenz sah auch Torschütze Kerem Demirbay als entscheidend: „Wir hängen die ganze Saison schon unseren Toren hinterher“, betonte aber auch: „Es mangelt uns nicht an Herz, Wille und Leidenschaft, wir investieren sehr viel, da müssen wir jetzt weitermachen. Da kommt uns die Länderspielpause jetzt entgegen.“

Personal: Frimpong erneut auffällig

Lediglich eine personelle Veränderung nahm Seoane nach dem 2:0-Heimsieg in der UEFA Champions League gegen Atlético Madrid vor. Der Schweizer wählte eine 4-2-3-1-Formation, dabei ersetzte der zuletzt stark aufspielende Jeremie Frimpong Adam Hlozek auf der rechten Außenbahn. Er bestach auch gegen die Bremer mit vielen Tempoläufen auf der rechten Seite und hatte in der 39. Minute sogar den Führungstreffer auf dem Fuß, verzog den Schuss allerdings aus nur fünf Metern Entfernung.

Ein besonderes Highlight fand schon einige Minuten vor der Partie statt: Klub-Legende Lars Bender wurde nach Ulf Kirsten, Carsten Ramelow und Co. offiziell zum insgesamt siebten Ehrenspielführer der Werkself ernannt. Dabei wurde dem ehemaligen Kapitän der offizielle Wimpel vom Vorsitzenden der Geschäftsführung Fernando Carro und Geschäftsführer Sport Simon Rolfes überreicht. Zudem zeigte die Nordkurve eine eindrucksvolle Choreografie aus einem schwarz-weiß-roten Fahnenmeer. Die Reaktion des ehemaligen Nationalspielers seht ihr HIER .

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Statistik: Mehr Ballbesitz für die Werkself

Auch die Statistik zeigt, dass sich beide Teams über die gesamte Spielzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert haben. Beide Mannschaften brachten 19 Torschüsse aufs Tor. Auch in Sachen Zweikampfquote sind die Unterschiede minimal, so kommt die Werkself auf 51 Prozent und hat damit leicht die Nase vorn, die Bremer liegen bei einem Wert von 49 Prozent. Gleiches gilt für die Passquote: Hier stehen für Schwarz-Rot 82 Prozent auf dem Papier, bei der Werner-Elf ist es nur ein Prozent weniger. Lediglich beim Ballbesitz ist die Sache klarer: das Team von der Dhünn war zu 54 Prozent am Ball, die Grün-Weißen mit 46 Prozent doch deutlich weniger.

Presseschau: Lob für Demirbay

Die BILD fasste das Unentschieden wie folgt zusammen: „Wie so oft in der Vergangenheit haderte Leverkusen mit seiner Chancenverwertung.“ Die Rheinische Post lobte Kerem Demirbays Abschlussqualitäten zum 1:0: „Kerem Demirbay sorgte mit seinem wunderbaren Tor für das sportliche Highlight des Nachmittags in der Bay-Arena“, beschrieb die Partie jedoch insgesamt wie folgt: „In der Tat vergaben die Leverkusener eine ganze Reihe guter Chancen, ehe Kerem Demirbay per sehenswertem Schlenzer nach einer knappen Stunde das 1:0 erzielte. Danach gab es Gelegenheiten, für die Vorentscheidung zu sorgen, doch es fehlte immer ein bisschen. So konnte Bremen von seiner inzwischen bekannten Stärke zehren, auch in den Schlussminuten stets gefährlich zu bleiben.“

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Ausblick: Länderspielpause und Rekordmeister

In der kommenden Woche begeben sich mit Charles Aránguiz (Chile), Jeremie Frimpong und Mitchel Bakker (beide U21 Niederlande), Zidan Sertdemir (U19 Dänemark), Patrik Schick und Adam Hlozek (beide Tschechien), Lukas Hradecky (Finnland), Odilon Kossounou (Elfenbeinküste), Sardar Azmoun (Iran), Edmond Tapsoba (Burkina Faso) sowie Piero Hincapie (Ecuador) insgesamt elf Werkself-Akteure auf einwöchige Länderspielreise.

In zwei Wochen gastiert die Seoane-Elf dann beim FC Bayern München in der Allianz Arena. Der FCB rangiert derzeit auf dem vierten Tabellenplatz der Bundesliga, ihre letzte Partie verlor das Team von Cheftrainer Julian Nagelsmann 0:1 beim FC Augsburg. Zuvor gab es in der Liga jeweils ein Remis gegen den VfB Stuttgart (2:2) und den 1. FC Union Berlin (1:1). Anstoß der Partie ist am Freitagabend, 30. September um 20.30 Uhr. Vier Tage später geht es für Leverkusener dann auf internationalem Rasen weiter. Am 4. Oktober (Anstoß: 21 Uhr) steigt das dritte Gruppenspiel in der UEFA Champions League beim FC Porto.

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