
Personell nahm Gerardo Seoane im Vergleich zum 2:0-Champions-League-Heimsieg gegen Atlético Madrid am Dienstagabend lediglich eine Veränderung vor: In der 4-2-3-1-Formation ersetzte Jeremie Frimpong Adam Hlozek in der Startelf. Die Nr. 30 der Werkself stürmte neben Callum Hudson-Odoi auf der rechten Außenbahn, auf dem linken Flügel agierte Moussa Diaby.
Die Werkself startete energisch und zweikampfwillig, dominierte dadurch vor allem zu Beginn der Partie mit zahlreichen Ballbesitzphasen.
Bereits zwei Minuten nach Anpfiff gelang Diaby dadurch ein erster sehenswerter Einzellauf auf der linken Seite. Der Franzose passte den Ball in die Schnittstelle zum im Strafraum frei lauernden Patrik Schick, der Tscheche versuchte es einfach mal, sein hoher Schussversuch aus spitzem Winkel landete jedoch am Außennetz. In der 8. Minute war es dann Piero Hincapie, der nach Balleroberung auf zentraler Position bis an die Strafraumgrenze vordringen konnte und erneut Stürmer Schick fand. Sein Schuss aus 14 Meter Entfernung zum Kasten konnte Werder-Keeper Pavlenka jedoch parieren.
Doch auch das Team von Cheftrainer Ole Werner zeigte sich alles andere als passiv, verteidigte clever und lief immer wieder mit ordentlich Tempo auf Jonathan Tah und Co. zu. In der 9. Minute gelang Ilia Gruev auf linker Position der Durchbruch bis knapp vor den Strafraum, Lukas Hradecky konnte den Ball jedoch herausboxen.
Mit zunehmender Spielzeit sahen die 30.210 Zuschauer in der ausverkauften BayArena einen immer intensiveren, temporeichen Auftritt beider Teams. Immer wieder auffällig: Die Werkself agierte wie auch bereits im Spiel gegen Atlético Madrid konzentriert, gewann Zweikämpfe und kam dadurch immer wieder in Kontersituationen, vor allem durch den auf rechts erneut stark aufspielenden Frimpong.
In der Folge häuften sich die Möglichkeiten zum Führungstreffer: Erst bediente Robert Andrich Teamkollege Edmond Tapsoba mit einem hohen Chipball im Strafraum (29.), dann ist es Andrich selbst, der nach Ecke von Kerem Demirbay die Kugel an die Latte köpfte (35.).

Die wohl größte Gelegenheit bot sich Frimpong in der 39. Minute: Erst parierte Werders Schlussmann den Schussversuch von Diaby, dann landete der abgewehrte Ball bei besagtem Frimpong, der jedoch seinen flachen Schluss aus fünf Metern Entfernung rechts neben das Tor setzte.
Kurz vor der Pause entwickelte sich das Duell zum offenen Schlagabtausch, denn auch die Gäste fanden nun immer wieder den Weg durch die schwarz-rote Defensive. In der 41. Minute gewann Bremens Marvin Ducksch im Gegenstoß das Duell gegen Tah, keine Minute später war es Niclas Füllkrug, der den Abschluss aus der Distanz suchte. Insgesamt hatte die Werkself die größeren Chancen, um in Führung zu gehen, beiden Mannschaften fehlte bislang jedoch noch die letzte Genauigkeit im Abschluss, so ging es mit 0:0 in die Halbzeitpause.
Die erste Möglichkeit nach dem Wiederanpfiff gelang zunächst der Werner-Elf. In der 54. Minute bediente Ducksch Stürmer-Kollege Füllkrug mit einem Durchsteckpass, Tapsoba war jedoch zur Stelle und bekam den Fuß in letzter Sekunde dazwischen. Sekunden später war die Seoane-Elf dann am Drücker: Von rechts kommend landete der Ball bei Demirbay. Der Mittelfeldakteur konnte den Ball ohne Gegenwehr auf circa 20 Metern auf halbrechter Position annehmen, die Kugel anschließend mit seinem starken linken Fuß ins lange Eck befördern und so die verdiente 1:0 Führung für die Werkself erzielen.

Doch vom Gegentor ließen sich die Bremer nicht beunruhigen, agierten weiter gefährlich, so auch in der 61. Minute, in der Füllkrug nach einem Eckball am zweiten Pfosten angeflogen kam, den Ball jedoch über die Querlatte köpfte. In der 65. Minute hatten dann wiederum die Leverkusener wieder Chancen: Im Konter war Werders Keeper zur Stelle und kam knapp vor Diaby an den Ball. In der 75. Minute war es erneut erneut Diaby, der in einer Einzelaktion auf rechts außen nach innen zog, sein Schuss ging jedoch am langen Pfosten am Tor vorbei.
Die ständige Galligkeit der Werderaner sollte sich in der 82. Minute auszahlen: Nach einem erneuten Eckball von rechts, kam Füllkrug per Kopf zum Abschluss, Hradecky zeigte starke Reflexe, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend entschärfen, so landete die Kugel erneut am kurzen Eck bei Milos Veljkovic, die Nr. 13 der Bremer musste den Fuß nur noch hinhalten und traf so durch Hradeckys Beine zum 1:1-Ausgleich.
Die Werkself zeigte sich im Gegenzug zwar nach wie vor bemüht, wie beispielsweise beim Lattentreffer vom zuvor eingewechselten Sardar Azmoun (88.), konnte jedoch zu selten nach dem Ausgleichstreffer der Bremer wirklich zwingende Aktionen kreieren, so blieb es beim 1:1-Endstand.
Nach der einwöchigen Länderspielpause steht für die Seoane-Elf die Reise zum FC Bayern München an. Die Partie beim Rekordmeister steigt am Freitagabend, 30. September. Anstoß ist um 20.30 Uhr. Es folgt vier Tage später am Dienstagabend, 4. Oktober, die dritte Gruppenpartie in der UEFA Champions League. Dann gastiert Schwarz-Rot beim FC Porto. Der Anpfiff erfolgt um 21 Uhr.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Hincapie (84. Bakker), Tapsoba, Tah, Kossounou – Demirbay (61. Aránguiz), Andrich – Diaby, Hudson-Odoi (84. Azmoun), Frimpong (69. Hlozek)– Schick
Bremen: Pavlenka - Pieper, Veljkovic, Friedl - Weiser, Groß (70. Stark), Jung (70. Burke) - Schmid, Gruev (79. Rapp) - Füllkrug, Ducksch (90+4 Stark)
Tore: 1:0 Demirbay (54.), 1:1 Veljkovic (82.)
Gelbe Karten: Demirbay - Schmid, Pieper
Schiedsrichter: Tobias Welz (FC Bierstadt)
Zuschauer: 30.210

Nachdem zuletzt bereits Bayer 04-Nachwuchsspieler vollen Einsatz für soziale Projekte gezeigt hatten, engagierten sich nun auch die Eltern von Junioren-Kickern der Werkself für den guten Zweck. Rund 20 Mütter und Väter von Kids der U8-, U9- und U10-Teams trafen sich am Mittwoch, 23. September, am Leistungszentrum Kurtekotten, um auf dem benachbarten Gelände herabgefallene Äpfel zu sammeln – über den daraus entstehenden Apfelsaft freuen sich lokale Kindergärten und Schulen.
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