
Beide Teams waren zunächst auf eine ordentliche Defensivarbeit bedacht, wobei sich vor allem Union Berlin mit zunehmendem Spielverlauf kompakt in der eigenen Hälfte platzierte. Die Werkself hatte mehr Ballbesitz und war um Offensivmomente bemüht, stieß in der nahezu ereignislosen ersten Hälfte jedoch nur selten bis zum FCU-Tor durch - anders nach dem Seitenwechsel. Erst brachte Robert Andrich die Hausherren nach der ersten Ecke des Spiels mit 1:0 in Führung, dann ging es ganz schnell: Erst erhöhte Moussa Diaby per Doppelpack binnen zwei Minuten auf 3:0 (56., 58.), dann besiegelten Adam Hlozek (68.) und Mitchel Bakker (76.) nach teils sehenswertem Kombinationsspiel den 5:0-Kantersieg in der ausverkauften BayArena. HIER geht's zum ausführlichen Spielbericht.
Nach dem Spiel analysierte Xabi Alonso auf der Pressekonferenz die erste Hälfte zunächst wie folgt: „Die erste Halbzeit war sehr eng, beide Seiten hatten nicht viele Chancen und es war nicht einfach, anzugreifen. Union steht nicht umsonst so weit oben in der Tabelle.“ Auch den zweiten Durchgang fasste der Spanier zusammen: „Nach der Pause wollten wir konzentriert bleiben. Wir hatten mehr Räume, unsere schnellen Spieler konnten in die Tiefe laufen und waren sehr gut im Abschluss. Für heute sind wir sehr zufrieden.“ Zu den kommenden Aufgaben sagte Alonso abschließend: „Wir wollen genauso weitermachen. Wir brauchen immer diese Mentalität, anzugreifen, Tore zu schießen und hungrig zu bleiben.“
Auch Torschütze Robert Andrich zeigte sich am Mikrofon von Werkself-TV erleichtert: „Wir sind froh. In der ersten Halbzeit war es ein zähes Spiel, wir haben vorne keine Lösungen gefunden, aber auch hinten nichts zugelassen. Daher war es total wichtig, lange klarzubleiben und nicht kopflos zu werden. Das ist uns dann auch gelungen.“ Nadiem Amiri richtete seinerseits das Augenmerk auf das anstehende Derby beim 1. FC Köln: „Der Blick auf die Anzeigetafel macht mich glücklich, ja, der Blick auf die Tabelle aber noch nicht. Deswegen können wir es heute genießen, morgen geht es dann allerdings in die Vorbereitung auf das wichtigste Spiel des Jahres.“

Für die Partie gegen die Eisernen musste Xabi Alonso aufgrund von Adduktorenproblemen auf Patrik Schick verzichten. Gleiches galt für Charles Aránguiz (Wadenprobleme), Paulinho (Erkältung), Sardar Azmoun (Reha nach Faserriss) sowie Florian Wirtz. Auf dem Rasen rotierte Alonso erneut und nahm im Vergleich zum Heimremis gegen den FC Brügge in der UEFA Champions League (0:0) vier Änderungen vor. Interessant: Mit Andrich, Bakker, Diaby und Hlozek standen alle Torschützen des Tages in der Startelf.
Und auch neben dem sportlichen Geschehen gab es an diesem Nachmittag freudige Nachrichten zu vermelden: Die Auszeichnung des Bayer 04-Ehrenamtspreises 2022 hat in der Halbzeitpause stattgefunden. Und diese hat in diesem Jahr gleich drei Gewinner hervorgebracht: den SV Schlebusch sowie Vorwärts Spoho aus dem Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) und die DJK Rheinkraft Neuss aus dem Fußball-Verband Niederrhein (FVN). Die besonders engagierten Vereine erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. HIER geht's zum Nachbericht.
Bei einem Blick auf die Zahlen des Spiels zeigt sich ebenfalls die schwarz-rote Überlegenheit: In Sachen Ballbesitz (58 Prozent) weisen die Leverkusener einen höheren Wert als die Berliner auf. Auch 55 Prozent gewonnene Zweikämpfe konnte sich Schwarz-Rot erarbeiten. Die Passquote der Werkself lag bei 84 Prozent, die Eisernen kamen auf 80 Prozent. Elf Torschüsse gab die Werkself ab - der FCU hat es sieben Mal probiert.

Die Rheinische Post titelte mit den Worten „Bayer spielt wie ausgewechselt“, die Süddeutsche Zeitung wählte die Metapher des „Ketchupflaschen-Prinzips“, und die Kölnische Rundschau bezeichnete das Geschehen im zweiten Abschnitt eine „45-minütige Bayer-Gala“. Der Kölner Stadt-Anzeiger beschrieb die Partie so: „Es war Erstaunliches passiert an diesem 13. Spieltag: Nach einem rational nur schwer zu erklärenden Spielverlauf hatte Bayer 04 den bisherigen Spitzenreiter 1. FC Union mit 5:0 (0:0) abgefertigt und sich dank einer bestechenden Effizienz in der zweiten Halbzeit [...] Luft verschafft.“
Am kommenden Mittwoch, 9. November, steht für die Werkself das Derby beim 1. FC Köln an. Los geht's um 18.30 Uhr im Rheinenergiestadion. Die Domstädter unterlagen zuletzt dem SC Freiburg mit 0:2 und rangieren derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz. Es folgt - aufgrund der WM-Pause - der vorerst letzte Bundesliga-Spieltag im laufenden Kalenderjahr. Am Samstag, 12. November, gastiert der VfB Stuttgart in der BayArena. Anstoß ist um 15.30 Uhr.

Werkself-TV zeigt nach dem 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli am 22. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Kasper Hjulmand und Alexander Blessin...
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Werkself-TV zeigt den 4:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli am 22. Bundesliga-Spieltag re-live...

Am 2. Spieltag der Hauptrunde in Liga A der DFB-Nachwuchsliga lieferte sich die U19 von Bayer 04 ein spannendes Duell mit dem 1. FSV Mainz 05. Nach der frühen Führung der Leverkusener durch Emmanuel Owen (4.) drehten die Gastgeber zwischenzeitlich das Spiel, ehe Jeremiah Mensah noch vor der Pause ausgleichen konnte (36.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Jonah Berghoff für die erneute Leverkusener Führung (73.), aber Mainz traf nur zwei Minuten später zum 3:3-Endstand.
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Gerade einmal anderthalb Wochen nach dem Viertelfinal-Erfolg im DFB-Pokal heißt der Gegner der Werkself am Karnevalssamstag, 14. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr), erneut FC St. Pauli. Im Rahmen des 22. Bundesliga-Spieltags gastieren jedoch Kiezkicker in der BayArena, die am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart ordentlich Selbstvertrauen getankt haben. Dennoch spricht die Bilanz eindeutig pro Schwarz-Rot – und das Team von Trainer Kasper Hjulmand will auch gegen optimistische Hamburger alles dafür tun, dass das so bleibt. Die Kurzpässe.
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Nach dem emotionalen 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Köln sprechen Carlotta Wamser und Torschützin Sofie Zdebel über die Gründe für den wichtigen Dreier. Dabei ordnet das Duo die Leistung der Mannschaft ein – und blickt auf die kommenden Karnevalstage voraus.
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