5:0 gegen Union Berlin – Werkself siegt dank starker zweiten Hälfte

Jubel in der BayArena: Die Werkself hat am 13. Bundesliga-Spieltag den 1. FC Union Berlin deutlich mit 5:0 bezwungen. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte zeigte das Team von Cheftrainer Xabi Alonso mit Wiederanpfiff ein anderes Gesicht: Erst brachte Robert Andrich die Hausherren nach einer Ecke mit 1:0 in Führung, dann erhöhte Moussa Diaby per Doppelpack auf 3:0 (56., 58.). Adam Hlozek (68.) und Mitchel Bakker (76.) besiegelten anschließend den 5:0-Kantersieg in der ausverkauften BayArena.
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Personell rotierte Cheftrainer Xabi Alonso erneut und nahm in der 3-4-3-Formation vier Änderungen im Vergleich zum Heimremis gegen den FC Brügge in der UEFA Champions League (0:0)  vor: In der Defensive startete Piero Hincapie für Jonathan Tah, im Mittelfeld fing Kerem Demirbay für Exequiel Palacios an. In der Offensive entschied sich der Spanier ebenfalls für zwei neue Gesichter: Neben Moussa Diaby auf der rechten Seite standen Adam Hlozek statt Patrik Schick sowie Nadiem Amiri anstelle von Callum Hudson-Odoi in der Startelf.

Schick musste aufgrund von Adduktorenproblemen passen, ebenfalls nicht dabei: Charles Aránguiz (Wadenprobleme), Paulinho (Erkältung), Sardar Azmoun (Reha nach Faserriss) sowie weiterhin Florian Wirtz. 

Viele zweikämpfe, wenig torchancen

Dabei starteten die Gäste engagiert und liefen die Werkself früh an. Diese zeigte im Gegenzug einen konzentrierten Spielaufbau, war dadurch in den ersten Minuten überwiegend im Ballbesitz. So arbeiteten sich Diaby mit einer Flanke (5.) oder Hlozek per Fernschuss (30.) immer wieder in die Nähe des Kastens von Torhüter Lennart Grill, der für die laufende Saison von Bayer 04 an die Unioner ausgeliehen ist. Die inzwischen tieferstehende, kompakte Berliner Defensive konnte die schwarz-roten Offensivakteure bis dato jedoch immer wieder entscheidend stören, ehe es wirklich gefährlich werden konnte.

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Die erste Großchance des Spiels galt in der 38. Spielminute dennoch den Hausherren: Aus 17 Metern halblinker Position war es Amiri, der die Kugel auf das Tor brachte, diese jedoch etwas zu hoch über die Querlatte schoss. Zwei Minuten später kam auch das Team von Cheftrainer Urs Fischer zur eigenen ersten und besten Möglichkeit in Durchgang eins: Ein Freistoß von Christopher Trimmel fand Teamkollege Diogo Leite, der den Ball per Kopf aus kurzer Distanz jedoch ebenfalls über das Tor setzte. So ging es nach vielen Zweikämpfen und wenigen Offensivaktionen von beiden Mannschaften mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

Blitzstart für die Werkself - diaby mit doppelpack

Furios startete dann wiederum Durchgang zwei der Begegnung: Nur eine Minute nach Wiederanpfiff kam Schwarz-Rot zur ersten Ecke des Spiels. Nach Hereingabe von Demirbay war es Robert Andrich, der auf Höhe des zweiten Pfostens aus kurzer Distanz an den Ball kam und diesen nur noch zur 1:0-Führung für die Werkself einschieben musste.

Fortan schien der Knoten bei Schwarz-Rot geplatzt. Keine zehn Minuten später war es zunächst eine Berliner Ecke, bei der Union-Keeper Grill hoch aufgerückt war, bei einem Rückpass jedoch patzte und dadurch den Ball unglücklich an Jeremie Frimpong verlor. Am Ende war es Diaby, der im Strafraum alleine auf das Tor zulief und auf 2:0 erhöhen konnte (56.). Keine zwei Minuten später fand Mitchel Bakker nach Ballgewinn mit einem Pass in die Tiefe erneut den Franzosen, der alleine auf Grill zulief und per Flachschuss seinen Doppelpack schnürte. 3:0 für die Leverkusener.

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Hlozek und Bakker erhöhen

Die Fischer-Elf hatte nun zunehmend Schwierigkeiten, die temporeiche Leverkusener Offensive noch zu stoppen. In der 68. Minute machte Amiri auf der linken Außenbahn ordentlich Meter, setzte sich anschließend an der Strafraumgrenze gegen Timo Baumgartl im Eins-gegen-Eins durch und brachte den Ball scharf in die Mitte, wo Hlozek diesen mit einem sehenswerten Hackentreffer nur noch verlängern brauchte - 4:0. 

Und damit nicht genug: In der 76. Minute war es erneut der stark aufspielende Amiri, der mit der Hacke in den Lauf von Hlozek passte, der wiederum gutes Auge bewies und  den zentral im Strafraum mitlaufenden Bakker sah. Der Niederländer blieb cool und schob den Ball flach ins lange Ecke zum 5:0-Endstand.

Erst köln-Derby, dann stuttgart zu hause

Die Werkself startet kommende Woche in ihre letzte Englische Woche vor der WM-Pause und bestreitet damit gleichzeitig auch ihre letzten beiden Pflichtspiele im laufenden Kalenderjahr. Am kommenden Mittwoch, 9. November, reist die Alonso-Elf zum Derby zum 1. FC Köln. Anstoß ist um 18.30 Uhr im Rheinenergiestadion. Drei Tage später empfangen die Leverkusener den VfB Stuttgart in der BayArena. Der Anpfiff erfolgt am Samstag, 12. November, um 15.30 Uhr. 

Die Statistik:

Bayer 04: Hradecky - Kossounou, Tapsoba (69. Tah), Hincapie - Frimpong (78. Fosu-Mensah), Demirbay (55. Palacios), Andrich, Bakker - Diaby (69. Adli), Hlozek (78. Hudson-Odoi), Amiri

Union Berlin: Grill – Baumgartl, Knoche, Leite – Trimmel, Khedira (69. Pantovic), Ryerson – Thorsby (60. Seguin), Haberer (75. Skarke) – Siebatcheu (60. Behrens), Becker (60. Michel)

Tore: 1:0 Andrich (46.), 2:0 Diaby (56.), 3:0 Diaby (58.), 4:0 Hlozek (68.), 5:0 Bakker (76.)

Gelbe Karten:  Amiri - Khedira, Siebatcheu, Thorsby, Leite

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Zuschauer: 30.210 (ausverkauft) in der BayArena

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