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15.02.2026Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #B04FCSP: „Haben diese Leistung gebraucht“

Beim 4:0-Heimerfolg über den FC St. Pauli überzeugte die Werkself mit einer Leistung, die der zufriedene Chefcoach Kasper Hjulmand zuvor vermisst hatte und nun „als Push nutzen“ will. Besonders die Defensivakteure Jarell Quansah und Edmond Tapsoba standen einmal mehr hinten stabil und trugen sich vorne selbst in die Torschützenliste ein – Letzterer weist nun sogar die meisten direkten Torbeteiligungen eines Innenverteidigers in den großen fünf Ligen auf. Erfolgshungrig und optimistisch schauen die Bayer 04-Profis aber bereits auf die intensiven kommenden Wochen. Der Werkself Nachdreher zur Partie am Karnevalssamstag.
Werkself feiert Heimsieg mit den Fans

Zusammenfassung: Kontrollierend und kopfballstark

Neben viel Kontrolle und erneut hoher Effizienz vor dem Tor zeigte die Werkself an diesem Karnevalssamstag auch die Spielfreude, die sich das Team von Kasper Hjulmand vorgenommen hatte. Doch von Beginn an: Mit einem Kopfball-Doppelschlag brachen Jarell Quansah (13.) und Patrik Schick (14.) schon früh den anfänglichen Widerstand der Kiezkicker, bevor Edmond Tapsoba nach dem Seitenwechsel auch den dritten Bayer 04-Treffer per Kopf erzielte (52.). Souverän ließ Schwarz-Rot in der Folge bei zwischenzeitlich 78 Prozent Ballbesitz die Kugel durch die eigenen Reihen laufen und schlug noch ein viertes Mal zu: Der starke Ernest Poku nahm sich aus rund 18 Metern ein Herz und hämmerte den Ball sehenswert ins rechte Toreck (78.). Der fünfte Saisontreffer des Niederländers war der würdige Abschluss eines abgezockten Auftritts der Leverkusener, die nach Abpfiff den bereits vierten Heimsieg in Folge mit den passend zu Karneval verkleideten Fans feierten.

Stimmen: „Wollen das Spiel als Push nutzen“

„Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft eine sehr gute Leistung auf den Platz gebracht und waren besonders mit dem Ball heute stark“, konstatierte ein zufriedener Kasper Hjulmand und erachtete die gute Leistung seines Teams besonders mit Blick auf die letzten Spiele für wichtig: „Dort haben wir das nicht gezeigt, weswegen wir es heute gebraucht haben und es als Push für die nächsten Spiele nutzen wollen.“ Ein besonderes Lob sprach der Däne seinen Analysten und Co-Trainern aus: „Die Arbeit an den Standards war super. Wir haben zwei Tore gemacht und keines bekommen.“

Ernest Poku freute sich über seinen neunten Scorerpunkt in dieser Spielzeit: „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des Trainers und des ganzen Teams.“ Erfolgshungrig schaute der Niederländer aber auch direkt nach vorne: „Wir genießen jetzt diesen Sieg und ab morgen fokussieren wir uns auf Olympiakos. Hoffentlich kann ich noch weitere Tore schießen und Assists liefern.“

Zitatgrafik Jarell Quansah

„Es fühlt sich sehr gut an, auch offensiv etwas zu diesem Sieg beigetragen zu haben“, erklärte Torschütze Nummer zwei Jarell Quansah und erachtete auch die Art und Weise des 4:0-Heimsieges als essenziell: „Wir haben das gebraucht, dass wir dieses Spiel heute so dominiert haben. Das war eine gute Leistung, jetzt kommen zehn Spiele kurz hintereinander und von denen wollen wir auch so viele wie möglich gewinnen.“ Besonders schwierig sei dabei, als relativ neu zusammengestelltes Team mit immer neuen Startformationen zu spielen: „Ich habe das Gefühl, die Leute vergessen das manchmal. Deshalb geht mein Respekt auch an alle Jungs, die nicht jede Woche spielen, aber trotzdem eine Top-Leistung abrufen, wenn sie gebraucht werden.“

Presseschau: „Leverkusen lässt St. Pauli keine Chance“

„Karnevalsstimmung in Leverkusen“, titelte die Bild-Zeitung, während die Rheinische Post einen „souveränen“ Werkself-Auftritt sah. Auch der kicker erkannte „Selbstverständnis und Souveränität“ im Leverkusener Spiel und fasste zusammen: „Leverkusen lässt St. Pauli keine Chance.“ In der Einzelkritik lobte der Kölner Stadt-Anzeiger eine „bärenstarke Leistung“ von Edmond Tapsoba und befand: „Die Offensive rund um Ibrahim Maza und Ernest Poku überzeugte.“

Personal: Tapsoba in Topform

Während Winter-Rückkehrer Tim Oermann gegen St. Pauli zum ersten Mal im Bayer 04-Kader stand, feierte Exequiel Palacios seinerseits den zweiten Startelf-Einsatz nach seiner Verletzung – und riss sofort das Zepter an sich: Der Argentinier war in Halbzeit eins der Mann mit den meisten Ballaktionen auf dem Feld.

Neben Jarell Quansah, der sich über sein zweites Bundesligator freute, zeigte sich einmal mehr auch Defensiv-Kollege Edmond Tapsoba treffsicher. Der Mann aus Burkina Faso erzielte sein viertes Saisontor im 17. Einsatz und traf damit nicht nur in dieser Spielzeit öfter als in allen vorherigen sechs zusammen (3 Tore in 157 Spielen). Er ist zudem der Innenverteidiger mit den meisten direkten Torbeteiligungen (vier Tore, zwei Assists) in den großen fünf Ligen.

Auch Patrik Schick beeindruckte erneut als wichtiger offensiver Wandspieler und eiskalter Vollstrecker. Für den Tschechen ist es bereits der dritte Treffer im vierten Pflichtspiel gegen den FC St. Pauli.

Werkself und Trainer Kasper Hjulmand

Statistik: Kopfballstarke Frühstarter

Bayer 04 behielt in sechs der letzten sieben Pflichtspiele gegen die Kiezkicker die Oberhand. Damit gibt es weiterhin keinen Gegner, gegen den die Werkself in diesem Jahrtausend in der Bundesliga so oft antrat ohne einmal zu verlieren (sechs Siege, zwei Remis). 

Zudem netzte Schwarz-Rot nun in jedem der letzten 13 Heimspiele ein und zeigt sich besonders in der Anfangsviertelstunde mit acht Toren äußerst treffsicher kein Team brachte den Ball in den ersten 15 Minuten häufiger über die Linie. Einmal mehr war die Lufthoheit gegen Kiezkicker ein Schlüssel zum Erfolg: Erst zum dritten Mal erzielte Bayer 04 seit Beginn der detaillierten Datenerfassung 2004/05 drei Kopfballtore in einer Partie, zuvor gelang das nur im Mai 2020 gegen den SV Werder Bremen und im Mai 2006 gegen Hertha BSC.

Aber nicht nur vorne präsentierte sich die Werkself gegen die Kiezkicker stark. Hinten blieb Schwarz-Rot bereits zum vierten Mal in diesem Kalenderjahr ohne Gegentor. Weiterhin kann sich Trainer Hjulmand also auf die drittbeste Defensive im Fußball-Oberhaus verlassen – und wird sich sicherlich auch über die Dominanz seines Teams freuen, das diese Partie mit 68 Prozent - zwischenzeitlich sogar über 78 Prozent - Ballbesitz gewann. Nach den ersten 18 Spielen hat der Däne mit 35 Punkten übrigens nun gleich viele Zähler gesammelt wie Xabi Alonso zu diesem Zeitpunkt.

Ausblick: ​​Nach Piräus und Berlin

Für die Werkself stehen die nächsten Englischen Wochen vor der Tür: Am Mittwoch, 18. Februar (Anstoß: 21 Uhr dt. Zeit), geht es im Hinspiel der Play-offs in der UEFA Champions League gegen Olympiakos Piräus, bevor am darauffolgenden Samstag, 21. Februar, um 15.30 Uhr das nächste Auswärtsspiel in der Bundesliga wartet. Im Stadion An der Alten Försterei tritt Schwarz-Rot am 23. Spieltag beim 1. FC Union Berlin an.

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