„Können ein spannendes und attraktives Spiel erwarten“

Aus Bayer 04-Sicht schaut man gerne auf die beiden jüngsten Vergleiche mit Borussia Mönchengladbach zurück. Im Oktober vergangenen Jahres spielte sich die Werkself im Borussia-Park nach einem 0:1-Rückstand zur Pause in der zweiten Halbzeit in einen Rausch und feierte am Ende einen deutlichen 5:1-Erfolg – zugleich der erste Auswärtssieg in der Bundesliga unter der Regie von Heiko Herrlich und rückblickend so etwas wie die sportliche Kehrtwende für die junge Werkself. Kurz vor Weihnachten trat die Herrlich-Equipe dann erneut im Gladbacher Stadion an, behielt in einem arg umkämpften Duell die Oberhand und zog schließlich mit einem 1:0 ins Pokal-Viertelfinale ein. Am morgigen Samstagabend (10. März, 18.30 Uhr) kommt es in der BayArena zum dritten Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison. Und das Duell hat es in sich.
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„Man muss sich nur mal überlegen, dass wir im Falle eines Sieges bei verbleibenden acht Spielen neun Punkte Vorsprung auf Mönchengladbach hätten – zu einem absoluten Mitkonkurrenten auf die vorderen Plätze. Das wäre ein Wahnsinns-Schritt für uns“, rechnete der Bayer 04-Cheftrainer am Freitagmittag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel den anwesenden Medienvertretern vor. „Und darum werden wir alles daransetzen, das auch zu erreichen“, so Herrlich, der mit einer umkämpften Partie rechnet: „Auch wenn die Mönchengladbacher – was ihre Ergebnisse anbelangt – zuletzt eine längere Durststrecke hatten, sehe ich sie absolut auf Augenhöhe mit uns. Das haben auch die beiden Spiele gezeigt, die wir bisher in dieser Saison gegen sie gehabt haben.“

Gladbacher Chancen sollen vermieden werden

Nur sieben Zähler hat der NRW-Rivale in den vergangenen acht Spieltagen nach der Winterpause einfahren können, verbunden mit dem Abrutschen auf Tabellenplatz acht. Doch das ist für Herrlich kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. Zu groß sei die Qualität der Einzelspieler sowie die Art und Weise, wie die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking Fußball spiele, meint Herrlich: „Im Spiel gegen Borussia Dortmund (0:1 am 23. Spieltag, Anm.) hatten sie unglaublich viele Torchancen, die sie einfach nicht genutzt haben. Generell spielt sich Mönchengladbach aber sehr viele Chancen heraus. Ich bin der Meinung, dass wenn sich eine Mannschaft viele Torchancen erarbeitet, sie irgendwann auch wieder reingehen.“ Um zu verhindern, dass das morgen schon der Fall ist, nimmt der 46-Jährige seine Mannschaft in die Pflicht: „Wir müssen so verteidigen, dass sie am besten überhaupt nicht zu Chancen kommen.“

Entsprechend fordert Herrlich einen über 90 Minuten konzentrierten Auftritt seiner Elf. Dabei sollen die Fehler aus den beiden jüngsten Duellen gegen Schalke (0:2) und in Wolfsburg (2:1) seiner Mannschaft eine Lehre sein. „Vor der Partie gegen Wolfsburg standen wir unter enormem Druck, das Spiel zu gewinnen. Deswegen war der Sieg eine gute Antwort von uns. Aber nach dem zwischenzeitlichen 2:0 waren wir wie schon gegen Schalke in der Defensivarbeit viel zu nachlässig. Diesen fehlenden Fleiß dürfen wir morgen nicht zeigen“, so Herrlich und schob hinterher: „Das hat gegen Wolfsburg vielleicht noch geklappt, aber gegen Mönchengladbach wird das deutlich schwieriger.“  

Einzig Tin Jedvaj muss passen

Die Freude auf das Topspiel gegen seinen ehemaligen Verein ist dennoch ungebremst. „Sowohl Mönchengladbach als auch wir versuchen grundsätzlich, fußballerische Lösungen zu finden und sich so Torchancen zu erarbeiten. Wir können morgen ein spannendes und attraktives Spiel erwarten“, sagte Herrlich, der sich nach zuletzt zwei Heimniederlagen für seine Farben wieder einen Sieg in der BayArena wünscht.

Verzichten muss er dabei auf die Dienste von Abwehrspieler Tin Jedvaj, der sich bei der Vormittagseinheit am Dienstag eine Oberschenkel-Zerrung zugezogen hatte und vorerst zum Zuschauen verbannt ist. „Mit einem gewissen Risiko hätten wir ihn hinbekommen können, wenn es unbedingt hätte sein müssen. Dieses Risiko wollten wir aber nicht eingehen, sondern eher schauen, dass er für die kommende Woche fit wird.“ Ansonsten stehen der Werkself alle Akteure zur Verfügung – auch Panos Retsos (5. Gelbe Karte) und Dominik Kohr (Gelb-Rote Karte), die  ihre Sperren abgesessen haben.

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