
Bereits am morgigen Freitag geht es für die Herrlich-Equipe in Richtung der Hansestadt. Nach der obligatorischen Spieltags-Pressekonferenz mit dem Cheftrainer um 12 Uhr und dem folgenden Abschlusstraining hebt die Charter-Maschine mit dem Bayer 04-Tross vom Köln-Bonner-Flughafen ab, ehe am frühen Abend das Teamhotel an der Außenalster bezogen wird. Tags darauf bricht die Werkself nach dem Frühstück zu einem gemeinsamen Spaziergang auf – gut möglich, dass Jonathan Tah dabei in seiner Geburtsstadt den Fremdenführer mimt. Nach dem Mittagessen geht's dann in Richtung Stadion, wo ab halb vier der Ball rollt. Der farbliche Dresscode von Bayer 04 ist schwarz-schwarz-schwarz, die Hamburger spielen hingegen mit weißen Trikots, roten Hosen und roten Stutzen. Schiedsrichter der Begegnung ist übrigens der Münchner Dr. Felix Brych.
Insgesamt konnte die Werkself in der Bundesliga gegen die Rothosen 29 Siege und 20 Unentschieden einfahren. Besonders die Ausbeute der vergangenen sechs Aufeinandertreffen kann sich sehen lassen: Bayer 04 holte 13 von 18 möglichen Punkten, gleich viermal davon hielt Bernd Leno seinen Kasten sauber und musste nur zwei Gegentore hinnehmen. Bei diesem Anblick könnte der HSV fast sogar den Anschein eines Lieblingsgegners bekommen. Doch aufgepasst! In Hamburg holte die Werkself in dieser Zeit nur einen einzigen Punkt – das ist gleichzeitig auch die magere Gesamtausbeute der jüngsten vier Auswärtsspiele in der Hansestadt.
Für eine Extraportion Motivation auf Seiten der Werkself könnte indes sorgen, dass der in den vergangenen Jahren dauerhaft abstiegsgefährdete Hamburger SV vor einer historischen Niederlage steht. Gelingt es der Herrlich-Equipe nämlich, am Samstagabend mit drei Zählern im Gepäck die Heimreise aus Hamburg anzutreten, wäre das gleichbedeutend mit der 200. Heim-Niederlage des HSV. Ungeachtet seiner ingesamt 927 Bundesliga-Heimspiele wäre der Dino der erste Verein im Oberhaus, der diese eher unschöne Marke knackt. Aber: Dem Bayer soll's recht sein!
Bei Betrachtung der jüngsten Leverkusener Auswärtsserie darf sich zu der Extraportion Motivation sicherlich auch eine Extraportion Mut gesellen: Seit dem 1:2 bei Hertha BSC am 5. Spieltag hat die Herrlich-Equipe von ihren Reisen immer mindestens einen Zähler mit an die Dhünn gebracht. Genauer gesagt sind es sogar 16 Zähler (vier Siege, vier Unentschieden). Eine ähnlich lange schwarz-rote Auswärtsserie gab es zuletzt vor sieben Jahren, als es zwischen Mai 2010 und Januar 2011 unter dem damaligen Trainer Jupp Heynckes sogar elf Spiele waren. Übrigens: Das jüngste 0:0 beim SC Freiburg war der erste torlose Werkself-Auftritt in der Fremde seit April vergangenen Jahres.
Auf der Pressekonferenz der Hamburger am Donnerstag ließ Bernd Hollerbach verlauten, dass er ein Spiel erwarte, das von der Aggressivität lebe. „Fußball ist ein Zweikampfsport. Wir sind in einer Situation, in der wir uns über Laufbereitschaft, Mentalität und Zweikämpfe reinbeißen müssen. Im Abstiegskampf ist keine Schönspielerei gefragt, sondern Mentalität. Wir müssen mit unserem Publikum den Gegner stellen und uns ins Spiel hineinbeißen. Dann müssen wir uns über die Aggressivität und Zweikämpfe nach vorn spielen“, formulierte der HSV-Coach forsch. Das dürfte der Werkself bekannt vorkommen: Insgesamt 324 Fouls gegen Bayer 04 haben die Datenbanken in dieser Saison gezählt. Damit ist die Werkself nach dem FC Schalke (347) und dem VfL Wolfsburg (326) die am häufigsten gefoulte Mannschaft der Liga. Übrigens: Foul-Spitzenreiter ist der HSV (223 Duelle pro Spiel). Also Obacht, Herr Brych!
Vielleicht ist es etwas sinnbildlich, dass vor dem Duell am Samstag in Dennis Diekmeier, Gideon Jung und Kyriakos Papadopoulos gleich drei Hamburger vor ihrer fünften Gelben Karte stehen – bei der Werkself ist kein Spieler von einer Gelbsperre bedroht. Vor allem Papadopoulos dürfte einiges an Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Nach seiner Gelb-Roten Karte darf der HSV-Abwehrchef (mit neun Gelben Karten übrigens der bislang am häufigsten verwarnte Spieler der Liga) gegen seinen Ex-Klub wieder mitwirken. Im vergangenen Jahr sorgte er per Kopfball sogar für den 1:0-Siegtreffer der Rothosen und von ihm ist auch diesmal wieder eine Extraportion Motivation zu erwarten sein. Also Vorsicht ist geboten.
Allen Bayer 04-Fans, die die Werkself nicht vor Ort unterstützen (können), aber ebenso wenig auf die schwarz-rote Gemeinschaft verzichten wollen, sei die Schwadbud ans Herz gelegt: Die Fankneipe in der Osttribüne der BayArena lädt wie immer bei Auswärtsspielen zum gemeinsamen Mitfiebern und Public Viewing ein. Ab 14.30 Uhr, also eine Stunde vor Anpfiff, sind am Samstag die Pforten wieder geöffnet: Schaut vorbei und drückt der Werkself gegen den HSV im Kreise anderer Bayer 04-Fans die Daumen. Weitere Infos und Hintergründe zum Spiel sowie die Live-Berichterstattung gibt es außerdem wie immer auf unseren Social Media-Kanälen oder im Spieltags-Modus auf bayer04.de! Auf geht's, Schwarz-Rot!


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