
Für die Partie gegen den DFB-Pokalsieger nahm Cheftrainer Xabi Alonso drei personelle Änderungen im Vergleich zum 4:1-Erfolg im Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League bei Union Saint-Gilloise vor: In der Dreier-Abwehrkette ersetzte Odilon Kossounou Defensivmann Edmond Tapsoba (muskuläre Probleme), im Mittelfeld fing Kerem Demirbay anstelle von Nadiem Amiri an, in der Offensive startete Amine Adli für Teamkollege Florian Wirtz (Magen-Darm-Probleme).
Die Begegnung spielte sich in den Anfangsminuten zunächst in der Leverkusener Hälfte ab. Die Gäste waren überwiegend im Ballbesitz, ließen den Ball lange durch die eigenen Reihen laufen und kamen in der Folge immer wieder vor das Tor von Lukas Hradecky. Die ersten Chancen galten Josko Gvardiol aus der Distanz nur zwei Minuten nach Anpfiff sowie Timo Werner in der siebten Minute, dessen Schuss aus spitzem Winkel auf der rechten Seite aber geblockt wurde. Gegenüber gab Moussa Diaby den ersten nennenswerten Abschluss für Bayer 04 ab: Nach einem geklärten Freistoß aus dem Halbfeld landete die Kugel bei dem Franzosen, der es mit einem Distanzschuss versuchte, jedoch weit über das Tor zielte (22.).
Nur sechs Minuten später leitete Jeremie Frimpong nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte einen aussichtsreichen Konter ein, woraufhin Mitchel Bakker, Demirbay sowie Diaby zum Tempolauf starteten. Bakker sah seinen auf rechts mitgelaufenen Teamkollegen zwar, Diaby stand dabei aber knapp im Abseits (28.). Die bis dato beste Gelegenheit hatte Piero Hincapie von linker Position auf dem Fuß, sein Abschluss aus der Distanz landete an der Querlatte (32.). Es entwickelte sich nun eine ausgeglichene Partie. Beide Teams erspielten sich durch ihre Offensivstärke immer wieder gute Möglichkeiten, verteidigten jedoch auch konsequent - bis zur 40. Minute.

Robert Andrich bediente mit einem Pass in die Tiefe abermals Diaby auf rechts, der daraufhin fast von der Grundlinie zurück zu Teamkollege Adam Hlozek im Zentrum ablegte. Der dort freistehende Tscheche verwandelte souverän per Direktabnahme ins linke untere Eck zur 1:0-Führung für die Werkself (40.). Mit dem Vorsprung ging es dann auch wenige Minuten später in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Wiederanpfiff kamen die Sachsen besser ins Spiel und waren aktiver, dabei mangelte es dem Team von Cheftrainer Marco Rose jedoch an Genauigkeit. Dennoch zeigten sich die Leipziger engagiert, drückten nun immer mehr und so wurde es mit einer Doppelchance für RB prompt gefährlich: In der 62. Minute bediente Mohamed Simakan Offensivmann Werner mit einem Steckpass, der aus spitzem Winkel den Abschluss suchte, aber an Hradecky scheiterte. Anschließend landete der Ball nach einer Ecke von Dominik Szoboszlai nach Chaos im Strafraum beim zuvor eingewechselten Christopher Nkunku, der das Tor daraufhin nur knapp verfehlte (66.). Die Antwort der Hausherren folgte direkt.

Nach einem erneut blitzschnell vorgetragenen Konter von Frimpong wird dieser im Strafraum von Szoboszlai per Notbremse gefoult. Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte direkt auf den Punkt, der Leipziger sah zudem Gelb-Rot. Zum Elfmeter trat der zuvor eingewechselte Nadiem Amiri an. Die Nr. 11 der Werkself verwandelte ins linke untere Eck zum 2:0-Endstand für Schwarz-Rot.
Der Werkself steht nach zwei Englischen Wochen eine reguläre Trainingswoche bevor. Dabei ist die Einheit am Montag, 24. April, ab 11 Uhr auf den Trainingsplätzen 1 und 2 für Fans öffentlich zugänglich. Am kommenden Samstag, 29. April, gastieren die Leverkusener im Rahmen des 30. Bundesliga-Spieltags beim 1. FC Union Berlin. Anstoß im Stadion An der Alten Försterei ist um 15.30 Uhr.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tah, Hincapie (78. Fosu-Mensah) – Frimpong, Andrich, Demirbay, Bakker – Diaby (68. Amiri), Hlozek (68. Azmoun), Adli (90. Bellarabi)
Leipzig: Blaswich – Klostermann (72. Laimer), Orban, Gvardiol – Henrichs, Haidara (81. Forsberg), Kampl (46. Nkunku), Halstenberg (60. Simakan) – Szoboszlai, Olmo, Werner (81. Silva)
Gelbe Karten: Hincapie, Amiri, Andrich, Alonso (Cheftrainer) – Szoboszlai, Simakan, Haidara, Laimer
Gelb-Rote Karte: Szoboszlai
Tore: 1:0 Hlozek (40.), 2:0 Amiri (86.)
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt)
Zuschauer: 29.085 in der BayArena

In der letzten Länderspielphase der laufenden Saison 2025/26 geht es für Bayer 04-Torjäger Patrik Schick mit Tschechien um die WM-Teilnahme. Bereits qualifizierte Nationalteams, für die weitere Werkself-Profis nominiert sind, bestreiten derweil Tests im Hinblick auf die Weltmeisterschaft. Die Übersicht zu den Leverkusener Länderspiel-Fahrern und ihren Spielterminen.
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Die Werkself ist am Montagvormittag mit der ersten von drei öffentlichen Einheiten der Woche in die letzte Länderspielpause der laufenden Saison gestartet. Während elf Bayer 04-Profis in den kommenden Tagen für ihre Nationalmannschaften im Einsatz sind, arbeiten die weiteren Akteure gemeinsam in Leverkusen. Die nächste Aufgabe in der Bundesliga wartet am Samstag, 4. April (Anstoß: 15.30 Uhr), zu Hause gegen den VfL Wolfsburg.
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Im Rahmen der „TOGETHER!“-Aktionswochen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des „März gegen Mobbing“ der Aktion Mensch sensibilisierte auch Bayer 04 rund 60 Leverkusener Schülerinnen und Schüler in der BayArena für die Themen Diskriminierung und Rassismus und machte sich für Toleranz sowie Vielfalt stark. Mithilfe des interaktiven Lernkurve-Workshops erfuhren die Teilnehmenden an verschiedenen Stellen des Stadions, wie sie jegliche Form von Diskriminierung erkennen und dagegen vorgehen können. Zu Beginn überraschten die Werkself-Torhüter Janis Blaswich und Niklas Lomb die Jugendlichen, beantworteten deren Fragen zur Thematik und betonten die Bedeutung der Lerninhalte für Fußball und Gesellschaft.
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