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14.03.2021Bundesliga

1:2 – Werkself unterliegt der Arminia aus Bielefeld

Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze: Die Werkself verliert das Heimspiel gegen den DSC Arminia Bielefeld mit 1:2 (0:1) und kann damit ergebnistechnisch nicht an den verdienten 1:0-Erfolg in Mönchengladbach aus der Vorwoche anknüpfen. Für den Aufsteiger aus Ostwestfalen trafen Doan (17.) und Okugawa (57.), Schick konnte in der Schlussphase nur noch auf den Endstand verkürzen (85.).
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Cheftrainer Peter Bosz setzte in der BayArena auf die gleiche Anfangsformation, die er auch vergangene Woche gegen Borussia aufs Feld geschickt hatte. So hütete Lennart Grill zum dritten Mal in Folge das Bayer 04-Tor, in Jeremie Frimpong und Demarai Gray begannen zudem erneut zwei Winter-Neuzugänge der Werkself. Leon Bailey, der im Duell bei Mönchengladbach noch eine Gelb-Sperre abgesessen hatte, nahm somit vorerst auf der Bank Platz. Erfreulich: Florian Wirtz gab nach überstandener COVID-19-Infektion sein Kader-Comeback und sollte im Laufe des zweiten Abschnitts auch wieder am Spielgeschehen teilnehmen.

DSC trifft mit erstem Torschuss – Gray scheitert an Ortega

Während das Duell für Arminia Bielefeld das erste Gastspiel in Leverkusen seit zwölf Jahren darstellte, war es für den Unparteiischen Sascha Stegemann gar die erste Begegnung überhaupt mit schwarz-roter Beteiligung. Diese startete in der siebten Minute direkt mit einem Hochkaräter für die Gastgeber: Nadiem Amiri bekam den Ball im Rückraum stehend perfekt vor die Füße gespielt, setzte den Abschlussversuch aus zwölf Metern aber zu weit links an.

In einer Phase, in der die Werkself zweifelsohne den spielbestimmenden Part einnahm, schlugen die Gäste dann allerdings eiskalt zu. Nachdem der DSC noch im Hinspiel (1:2) keinen einzigen Torschuss verbuchen konnte – dies war erstmals seit der Datenerhebung in der Bundesliga der Fall – reichte in der BayArena der erste Torschuss direkt zur Führung. Christian Gebauer brachte den Ball von rechts flach ins Zentrum. Dort kam Ritsu Doan aus dem Rückraum angelaufen, suchte erfolgreich den Weg vor Edmond Tapsoba – und spitzelte die Kugel mit Hilfe der Unterlatte zum durchaus überraschenden 1:0 ins Netz (17.).

Nun zogen sich die Arminen weiter zurück, griffen erst auf Höhe der Mittellinie an. Charles Aránguiz und Co. suchten zielstrebig die Lücke, mal über außen, mal über Nadiem Amiri und Kerem Demirbay durchs Zentrum. In Minute 34 war es Gray, der von rechts ins Zentrum flankte. Auf Höhe des Elfmeterpunkts kam Patrik Schick, Siegtorschütze aus dem Duell in Mönchengladbach, zwar mit dem Kopf auch an den Ball, setzte diesen aber am zweiten Pfosten vorbei. Noch näher dran am Ausgleich war kurz darauf dann Gray selbst. Der Neuzugang von Leicester City nahm eine Verlängerung von Edmond Tapsoba volley, traf die Kugel auch optimal. Doch DSC-Schlussmann Stefan Ortega zeigte einmal mehr seine Qualitäten und holte den Abschluss sehenswert aus dem langen Eck (38.). So ging es wenige Minuten später mit einem knappen 0:1-Rückstand aus Sicht der Werkself in die Kabinen.

Okugawa erhöht – Schick trifft erneut

Chefcoach Bosz wechselte zum Wiederanpfiff zwei neue Kräfte ein: Bailey ersetzte Gray auf der Außenbahn, die Hereinnahme von Lucas Alario für Demirbay brachte eine Systemumstellung auf einen Doppelsturm mit sich. Doch während die Werkself auf den Ausgleichstreffer pochte, konterte das Team von Neu-Trainer Frank Kramer mustergültig: Nach knapp einer Stunde erlief Anderson Lucoqui einen langen Ball von Arne Maier. Der Linksverteidiger setzte sich anschließend erst gegen gleich zwei Leverkusener durch und passte dann quer auf Masaya Okugawa. Der Japaner stand plötzlich frei vor Grill – und schoss trocken zum 2:0 ein (57.).

Das Spielgeschehen verlagerte sich in der Folge – wie schon vor der Pause – vorrangig in die Bielefelder Hälfte. Einzig der Torerfolg blieb bei Schwarz-Rot aus. So musste Ortega etwa bei den Abschlüssen des ebenfalls eingewechselten Wirtz (68.) sowie Alario (69.) nicht eingreifen. In der Folge konnten sich Aránguiz und Co. allerdings erst einmal keine nennenswerte Großchance mehr herausspielen. Die gefährlichste Aktion gehörte noch Schick, der einen Abschluss aus zehn Metern nach 83 Minuten aber genau in die Arme von Ortega setzte.

So dauerte es bis zur absoluten Schlussphase, ehe die Werkself eine ihrer Chancen endlich auch in einen Treffer ummünzen konnte: Nach einer Hereingabe von Amiri legte Alario am zweiten Pfosten von der Grundlinie auf seinen Sturmpartner Schick zurück, der aus fünf Metern nur noch einzuschieben brauchte - 1:2 (85.). Nun drehte die Bosz-Elf noch einmal auf, Stegemann hatte aufgrund zahlreicher Unterbrechungen auf sechs Minuten Nachspielzeit entschieden. Der erneut agile Frimpong scheiterte aber am Außennetz (90.+2). So blieb es beim 1:2, die Bielefelder traten mit ihrem ersten Rückrundensieg die Heimreise nach Ostwestfalen an.

Werkself Zu Gast in der Hauptstadt

Für Bayer 04 steht am kommenden Wochenende erneut ein Sonntagsspiel auf dem Plan. Um 15.30 Uhr trifft Schwarz-Rot im Berliner Olympiastadion auf Hertha BSC.

Die Statistik:

Bayer 04: Grill – Frimpong, Tah, Tapsoba, Wendell – Amiri, Aránguiz, Demirbay (46. Alario) – Diaby (65. Wirtz), Schick, Gray (46. Bailey)

Bielefeld: Ortega – Brunner, Pieper, Nilsson, Lucoqui (76. Voglsammer) – Maier, Prietl – Doan (88. Córdova), Okugawa (81. Kunze), Gebauer (88. van der Hoorn) – Klos (81. Schipplock)

Tore: 0:1 Doan (17.), 0:2 Okugawa (57.), 1:2 Schick (85.)

Gelbe Karten: Frimpong, Wendell – Pieper

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

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