
„Wir hätten natürlich hier gerne gewonnen, aber letztlich war es ein gerechtes Ergebnis. Es war ein sehr intensives Spiel, beide Teams haben sich nichts geschenkt. Wir nehmen den Punkt mit und müssen sehen, dass wir jetzt unser nächstes Heimspiel wieder gewinnen“, sagte Sven Bender. Ähnlich sah es auch Nadiem Amiri: „Wir haben uns mehr erhofft, aber das Remis geht unter dem Strich in Ordnung.“
Im zweiten Spiel unter der Regie von Hannes Wolf nahm der neue Werkself-Coach drei Veränderungen im Vergleich zu seiner Premiere gegen Schalke 04 vor. Während die Hereinnahme von Florian Wirtz (für Nadiem Amiri) und die Nominierung von Moussa Diaby (für Karim Bellarabi) durchaus erwartbar waren, kam die Berücksichtigung von Tin Jedvaj in der Startelf doch einer großen Überraschung gleich. Der 25-jährige Kroate hatte in dieser Saison in der Bundesliga zuvor lediglich 16 Minuten auf dem Platz gestanden, Ende November 2020 in der Partie gegen Hertha BSC. „Tin hat sehr, sehr gut trainiert“, begründete Wolf seine personelle Maßnahme. Für Jedvaj musste Jonathan Tah weichen. Taktisch sortierte sich das auf dem Platz als ein 4-2-3-1-System gegen den Ball ein. Bei Hoffenheim saß Torjäger Andrej Kramaric zunächst auf der Bank.

Im (vorerst) letzten Montagabend-Spiel der Bundesliga waren die Karten klar verteilt: Die Werkself wollte unbedingt einen Sieg einfahren, um ihre Europapokal-Ambitionen zu untermauern, Gastgeber Hoffenheim brauchte nach drei Niederlagen in Serie zwingend Punkte, um nicht noch in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Den ersten Abschlussversuch der Partie verzeichneten die Leverkusener, der Schuss von Wirtz indes wurde von Sessegnon wirkungsvoll geblockt (9.). Beide Teams waren erkennbar zuvorderst um Stabilität, sichere Ballzirkulation und Fehlervermeidung bemüht. Nach einem einem weiten Pass von Jedvaj aus der eigenen Hälfte drang Wirtz in den Strafraum ein, agierte in seinem Dribbling aber nicht zielstrebig genug und ließ sich die Kugel schließlich abluchsen (19.).
Bei einer Balleroberung von Kerem Demirbay in extrem aussichtsreicher Position an der Strafraumgrenze der Hoffenheimer entschied Schiedsrichter Jöllenbeck auf Foulspiel – das war zumindest diskutabel (23.). Diaby passte kurz darauf noch einmal quer statt selbst mit rechts abzuschließen (24.), und den Linksschuss von Charles Aránguiz nach Doppelpass mit Wendell und feiner Finte lenkte TSG-Keeper Baumann über die Latte (25.). Die präsente Werkself verschaffte sich jetzt Vorteile und ein Chancenplus, hatte aber auf der anderen Seite etwas Glück, dass Baumgartner eine Hereingabe von rechts, die Edmond Tapsoba noch minimal, aber entscheidend mit dem Kopf ablenkte, verpasste (30.). Nach Rudys verletzungsbedingtem Ausscheiden vollzog Hoffenheim einen offensiven Wechsel und brachte Kramaric (38.). Es ging torlos in die Pause.
Hoffenheim kam mit Tatendrang aus der Kabine – gut, dass der sehr aufmerksame Jedvaj seinen kroatischen Landsmann Kramaric noch am Abschluss hinderte (49.). Auf der Gegenseite flog der mit rechts abgefeuerte Schuss von Diaby deutlich über die Latte (57.). Unmittelbar danach ein Doppelwechsel bei der Werkself: Patrik Schick und Nadiem Amiri lösten Alario und Wirtz positionsgetreu ab. Bayer 04 streute einige Male in dieser Phase der Partie einen nachlässigen letzten Pass ein und machte sich so einige vielversprechende Ansätze selbst zunichte. Als Amiri nach einem gelungenen Angriff über rechts völlig freistehend und unbedrängt im Strafraum zum Schuss kam, geriet der Versuch zu zentral und zaghaft – Baumann entschärfte den Ball ohne Mühe (65.).




Bayer 04 kontrollierte und dominierte die Begegnung, ließ defensiv überhaupt nichts zu, agierte nach vorn aber nicht zwingend genug. Hannes Wolf tauschte ein drittes Mal, brachte Jeremie Frimpong für Demirbay und damit frisches Tempo (71.). Wendells Schuss aufs kurze Eck bereitete Baumann ebenfalls keine Schwierigkeiten (72.). Die Werkself erhöhte jetzt das Risiko, Frimpong und Wendell auf den Außenpositionen standen deutlich höher, Hoffenheim hatte zunehmend Probleme, sich zu befreien. Leon Bailey kam in der Schlussphase für Diaby (86.) und konnte wenig später von Baumgartner nur per Catchergriff und auf Kosten einer Gelben Karte gestoppt werden (89.). Es gab drei Minuten Nachspielzeit. Baileys verdeckten Schuss packte sich Baumann im Nachfassen (90.+2). Kurz darauf war Schluss.
Für Bayer 04 geht es mit dem 29. Spieltag und dem Derby in der BayArena gegen den 1. FC Köln weiter. Anstoß am Samstag, 17. April, ist um 18.30 Uhr.
Die Statistik:
TSG Hoffenheim: Baumann – Posch, Akpoguma (88. Nordtveit), Richards – Kaderabek, Rudy (38. Kramaric), Grillitsch, Baumgartner, Sessegnon – Bebou, Skov (78. Rutter)
Bayer 04: Hradecky – Jedvaj, S. Bender, Tapsoba, Wendell – Aránguiz, Palacios – Diaby (86. Bailey), Demirbay (71. Frimpong), Wirtz (57. Amiri) – Alario (57. Schick)
Gelbe Karten: Baumgartner – Wendell
Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Im Rahmen des 4. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 empfängt Bayer 04 den französischen Topklub Olympique Marseille in der BayArena. Die Partie steigt am Donnerstag, 5. November, um 21 Uhr. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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Besondere Gäste im Rahmen einer besonderen Maßnahme: Der Nachwuchsbereich von Bayer 04 begrüßte Anfang der Woche ein U17-Auswahlteam der J.LEAGUE, der höchsten japanischen Fußball-Liga. Neben den Spielern sowie dem Trainerteam und Staff reiste auch der frühere Werkself-Cheftrainer Roger Schmidt, heute Global Sports Director der J.LEAGUE, nach Leverkusen. Vor Ort standen unter anderem ein gemeinsames Training mit sowie ein Testspiel gegen die U17 von Bayer 04 auf dem Programm.
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Bayer 04 testet in der Länderspielpause am Freitag, 2. Oktober (Anstoß: 11 Uhr), gegen den Drittliga-Aufsteiger SC Fortuna Köln. Das Trainingsspiel findet auf Trainingsplatz 1 an der BayArena statt, da im Ulrich-Haberland-Stadion bereits die Vorbereitungen auf die Bundesliga-Heimpartie der Bayer 04-Frauen gegen den SV Werder Bremen vom frühen Abend laufen. Um einen reibungslosen und störungsfreien Ablauf des Trainingsspiels gegen Fortuna Köln zu gewährleisten, wird dieses ohne Zuschauer ausgetragen.
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