
„Insgesamt bin ich einverstanden mit unserer Leistung. Wir hätten sicherlich das eine oder andere Tor mehr machen können, aber wir haben diesmal nicht so viele Chancen vergeben wie in den vorherigen Testspielen“, resümierte Cheftrainer Heiko Herrlich die Partie, die für ihn einen Teil der Rückrunden-Vorbereitung darstellte.
Nach dem 4:1-Sieg in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim am Samstag hatte der 46-Jährige seinen Spielern zwei trainingsfreie Tage gegönnt. Am heutigen Dienstag begann dann die Vorbereitung auf die kommende Aufgabe gegen Mainz 05 (Sonntag, 28. Januar, 15.30 Uhr): Während das Trainerteam die Startelf aus dem Hoffenspiel-Spiel zum Aufgalopp bat, durfte sich der übrige Kader im benachbarten Ulrich-Haberland-Stadion gegen den West-Regionalligisten aus Oberhausen zeigen. „Wir sehen es als ein besseres Training: Keine Spielform im Training hat die Intensität von einem Spiel über 90 Minuten. Auch gegen einen ‚richtigen‘ Gegner zu spielen, hat einfach einen ganz anderen Charakter als ein Elf-gegen-Elf untereinander im Training oder kleinere Spielformen“, begründete Herrlich das vierte Testspiel im Januar und fügte hinzu: „So haben nun alle 20 Feldspieler in den vergangenen drei Wochen die Möglichkeit bekommen, dreimal über 90 Minuten zu spielen. Anhand der Laufleistung und der Laufwerte gegen Hoffenheim sehen wir darin uns bestätigt.“
Von Beginn an untermauerte die Herrlich-Equipe um Kapitän Stefan Kießling den Eindruck einer intensiveren Trainingseinheit und übte sofort Druck auf die Oberhausener aus. Dominik Kohr belohnte die Angriffsbemühungen der Schwarz-Roten, als er eine Kopfballablage von Stefan Kießling nach Flanke von Jakub Bednarczyk aus kurzer Distanz zum 1:0 vollendete (11.). Nach einer halben Stunde schloss Karim Bellarabi einen schönen Sololauf mit einem platzieren Flachschuss ab – zum 2:0-Pausenstand.
Der Tabellensiebte der Regionalliga West, für den der Ligabetrieb ab Mitte Februar weitergeht, wechselte ab dem zweiten Durchgang munter durch, steigerte sich und kam zu Chancen. Abgesehen vom erfolgreichen Abschluss des eingewechselten Rafael Garcia zum zwischenzeitlichen 1:2 (81.) konnten die Gäste vor rund 350 Zuschauern allerdings keine Möglichkeit verwerten. Kurz vor Schluss machte der eingewechselte U19-Spieler Güven Yalcin dann mit dem 3:1 für die Werkself den Deckel drauf (89.). „Im Defensivverhalten waren wir heute zeitweilig nicht giftig und aggressiv genug, das hat mir nicht gefallen, aber ich will solche Tests jetzt auch nicht überbewerten. Mir ist klar, dass man bei solchen Spielen nie an die Intensität eines Bundesliga-Spiels herankommt. Der eine oder andere Spieler hat den Test heute gut genutzt und gezeigt, dass er wieder in die Mannschaft möchte“, so Herrlich.
Neben Bednarzyck und Torschütze Yalcin gewährte der Chefcoach auch den A-Junioren Sam Schreck, Marius Samoura und Atakan Akkaynak Einsatzzeit bei den Profis. Verzichten musste er unterdessen auf Vladlen Yurchenko, für den ein Einsatz nach seiner Fußverletzung noch zu früh gekommen wäre. Auch Marlon Frey musste wegen einer Bauchmuskelzerrung passen.
Bayer 04: Özcan – Bednarczyk, Jedvaj, Retsos, Henrichs – Bellarabi, Kohr (79. Samoura), Havertz (71. Schreck), Mehmedi (84. Akkaynak) – Kießling, Pohjanpalo (84. Yalcin)


Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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