Souveräner 7:0-Sieg im ersten Testspiel in Roßbach

Die Werkself hat das erste Testspiel in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit 2018/19 erfolgreich bestritten: Beim rheinland-pfälzischen A-Ligisten SV Roßbach/Verscheid gewann die Mannschaft von Heiko Herrlich völlig verdient mit 7:0 (3:0). Julian Baumgartlinger, Kai Havertz, Lucas Alario, Kevin Volland, Mitchell Weiser, Lars Bender und Sam Schreck trafen für Bayer 04.
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„Die Spieler sind natürlich sehr müde. Es ist es klar, dass die Spitzigkeit fehlt, aber das dürfte zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung auch nicht anders sein. Insgesamt haben sie die Aufgabe gut angenommen und die Schwerpunkte, die wir uns heute gesetzt haben, ganz ordentlich umgesetzt: Wir wollten keine Fouls machen, auf Ballbesitz spielen und uns Torchancen kreieren“, sagte der Bayer 04-Cheftrainer nach dem Spiel und ergänze: „Das Ergebnis ist okay, aber da ist natürlich noch Luft nach oben. Vor allem in der zweiten Halbzeit hätten wir das eine oder andere Tor noch machen können.“

Aufgrund des 50-jährige Vereinsjubiläum des Rheinlandpokalsiegers von 2012 hatte Bayer 04 den ehemaligen Oberligisten besucht. Doch für die Werkself war der Abend gleichzeitig eine Premiere dreifacher Art: Es war das erste Testspiel der Vorbereitung, indem es für die Schwarz-Roten erstmals mit dem neuen Mannschaftsbus auf Tour ging, ehe – nach den Shootings beim gestrigen Media Day der DFL – der erste Auftritt im neuen Heimtrikot erfolgte. Dafür musste Heiko Herrlich auf die angeschlagenen Charles Aránguiz (Knie-Beschwerden), Lukas Hradecky (Kiefer-OP), Panos Retsos (Mittelhandbruch), Joel Pohjanpalo (Durchblutungsstörung im Knochen) verzichten. Auch Dominik Kohr musste kurzfristig absagen, nachdem er sich in der Trainingseinheit am Vormittag das Knie leicht verdreht hatte. Und so füllte der 46-Jährige seinen 21-köpfigen Kader mit insgesamt vier A-Junioren (Adrian Stanilewicz, Jan Boller, Ayman Azhil und Cebrails Makreckis) auf.

Kapitän Baumgartlinger bricht Bollwerk

In Vertretung von Lars Bender, der vorerst auf der Bank Platz nahm, führte Julian Baumgartlinger bei sommerlichen Temperaturen die Herrlich-Equipe als Kapitän auf den Platz. Der Österreicher zeigte viel Präsenz und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der Werksklub auf dem Rasenplatz im Stadion „In der Au“ in Roßbach/Wied vor 1.200 Zuschauern von Beginn an das Tempo vorgab – ein Treffer sollte trotz allen Bemühungen gegen die gut geordnete Defensive des Gastgebers um Keeper Peter Stegemann allerdings zunächst nicht gelingen. „Der Gegner hat es gut gemacht, sie waren sehr gut organisiert. In der Anfangsphase haben wir uns schwergetan ins letzte Drittel zu kommen“, lobte Herrlich den Auftritt der Gastgeber. Es sollte knapp eine halbe Stunde dauern, ehe das Roßbacher Bollwerk geknackt werden konnte und der Ball aus Sicht der Schwarz-Roten endlich über der Linie war: Baumgartlinger traf nach feinem Solo zur hoch verdienten Führung (28). Im Anschluss daran legten Kai Havertz (39.) und Lucas Alario (41.) zwei weitere überfällige Treffer nach. Entsprechend ging es mit einem 3:0 im Rücken in die Pause.

Zur zweiten Hälfte wechselte Heiko Herrlich auf neun Positionen (u.a. kam Keeper Thorsten Kirschbaum zu seinem Debüt im Bayer04-Tor) – einzig Baumgartlinger und Sam Schreck durften weiterhin ran. Ungeachtet der vielen Wechsel blieb es auch im zweiten Durchgang ein Spiel auf ein Tor, von dem sich die Mannschaft von Roßbachs Trainer Uwe van Eckeren nicht wirklich befreien konnten. Nach einem elfmeterreifen Foul an Kevin Volland trat der Gefoulte selbst zum Strafstoß an und verwandelte sicher (48.), ehe Mitchell Weiser bei seinem Werkself-Debüt (65.) und Lars Bender (79.) mit erfolgreichen Distanzschüssen das Kräfteverhältnis deutlicher zum Ausdruck brachten. Den Schlusspunkt zum 7:0-Endstand setzte schließlich Youngster Schreck mit einem sehenswerten Schlenzer (81.). 

Bayer 04: Özcan (46. Kirschbaum) – Henrichs (46. Weiser), Sven Bender (46. Boller), Dragovic (46. Tah), Bednarczyk (46. Wendell) – Baumgartlinger (75. Makreckis), Staniliewicz (46. Lars Bender) – Bailey (46. Bellarabi), Havertz (46. Azhil), Schreck – Alario (46. Volland)

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