Sonstiges: Das Erholungshaus

Schon ein Jahr nach der Gründung des TuS 04 fällt auf, dass die von den Farbenfabriken im Werk zur Verfügung gestellte Turnhalle im Medizinallager nicht mehr den Ansprüchen genügt. Erstens wird die freundliche, aber kleine Halle für die wachsende Zahl an Mitgliedern zu klein und zweitens ist sie zu weit weg von Wiesdorf, wo die meisten Arbeiter und Angestellten der Farbenfabriken wohnen. So bittet der Vorstand des Turnvereins um eine eigene Turnhalle und dem wird vom Vorstand der Farbenfabriken stattgegeben.
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Bayer AG, Bayer Archives Leverkusen

In einer Bauzeit von zwei Jahren entsteht eine wundervolle Halle in Wiesdorf: das Erholungshaus. Am 13. September 1908 wird die neue Turnhalle eingeweiht. Ausgestattet mit den modernsten Turngeräten und einer aufklappbaren Bühne, unter der sich eine gleichgroße Grube mit Sägespänen befindet, die sogar Weit- und Hochsprung sowie Kugelstoßen ermöglicht, wird sie für kurze Zeit das Domizil des TuS 04. Einen Monat später feiert der Verein noch das vierte Stiftungsfest im herrlichen Saal des neuen Erholungshauses. Ein Höhepunkt ist dabei die Übergabe der von Carl Duisberg gestifteten Fahne, die heute noch existiert. Jetzt war genug Platz für alle Turnriegen. Auch im heutigen Erholungspark befindet sich übrigens noch ein „Sport- und Spielplatz“.

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Allerdings ist der Saal im Erholungshaus, der, mit Stuhlreihen belegt, Platz für 1.200 Menschen bietet und damit der größte in Wiesdorf ist, auch für Veranstaltungen anderer Werksvereine interessant. Das ertragen die Mitglieder des TuS 04-Vorstands noch murrend. Aber unhaltbar wird der Zustand, als der Saal manchmal über Wochen für Ausstellungen genutzt wird. Der ausdauerndste Bewerber ist natürlich die Theatervereinigung der Farbenfabriken, die sowohl die Bühne als auch den großen Saal für ihre Vorführungen sehr gut gebrauchen kann. So wird eine weitere Sportanlage geplant, mit Sporthalle, Spielplatz und eigenem Vereinshaus, aber der erste Weltkrieg verhindert die Ausführung.

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