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Bereits im Alter von vier Jahren beginnt er bei Eintracht Bamberg mit dem Vereinsfußball, bevor er 2001 zum 1. FC Nürnberg wechselt. Dort macht er sich schnell einen Namen als treffsicherer, laufstarker Stürmer mit großem Einsatzwillen. In Nürnberg entwickelt er sich zu einem der vielversprechendsten jungen Angreifer Deutschlands.
2006 folgt der Schritt zu Bayer 04 – und damit zu dem Verein, der fortan sein Zuhause wird. Stefan kommt als junger, ehrgeiziger Spieler, der neben dem eleganten Dimitar Berbatov stürmen soll. Der Anfang ist schwer, die Erwartungen sind groß. Nach Berbatovs Wechsel zu Tottenham Hotspur lastet plötzlich enorme Verantwortung auf seinen Schultern. Kritiker spotten, er sei die „teuerste Bratwurst aus Nürnberg“. Doch „Kies“, wie er von Mitspielern und Fans gerufen wird, lässt sich nicht beirren. Er trainiert härter als je zuvor, kämpft um jeden Ball, arbeitet sich durch jede Krise. Er ist gekommen, um zu bleiben – und genau das tut er.
Über die Jahre wird er zum Gesicht von Bayer 04 Leverkusen. Zwölf Jahre lang trägt er das Trikot der Werkself, absolviert 344 Bundesligaspiele für Schwarz-Rot und erzielt dabei 131 Tore. Damit ist er hinter Ulf Kirsten der Bayer 04-Spieler mit den zweitmeisten Treffern in der 1. Bundesliga. Mit den Spielen für Nürnberg kommt er auf 403 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse – eine beeindruckende Bilanz. Insgesamt bestreitet er 443 Pflichtspiele für die Werkself, in denen er 162-mal ins Netz der jeweiligen Gegner trifft. Die Höhepunkte seiner Zeit unterm Bayer-Kreuz sind das Pokalfinale 2009, das leider 0:1 gegen Werder Bremen verloren wird, und die Deutsche Vizemeisterschaft 2011.
In den zwölf Jahren für Bayer 04 überzeugt Kies auch mit seinem Teamgeist, seiner Disziplin und Loyalität. Er spielt nicht für den Ruhm, sondern für die Mannschaft. Trainer und Mitspieler loben ihn als absoluten Teamplayer, als Stürmer, der nicht nur trifft, sondern auch arbeitet – nach hinten wie nach vorn. Der ehemalige Bayer 04-Trainer Jupp Heynckes nennt ihn „einen der fleißigsten und teamfähigsten Spieler“, die er je trainiert hat.
In der Saison 2012/13 erlebt Stefan seine persönliche sportliche Sternstunde: Mit 25 Treffern wird er Torschützenkönig der Bundesliga. In der letzten Minute im letzten Bundesligaspiel beim Hamburger SV erzielt er den entscheidenden Treffer gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden René Adler. Seine Mitspieler und die Bayer 04-Fankurve feiern diesen Treffer wie eine Meisterschaft. Es ist sein verdienter Lohn für jahrelange Konstanz. Doch auch in diesem Moment denkt er nicht an sich. Er lässt für jeden Mitspieler und jedes Staff-Mitglied ein kleines Duplikat der Torjägerkanone anfertigen und bedankt sich damit bei allen Beteiligten.











Beim letzten Bundesligaspiel im Dezember 2015, einem 5:0-Erfolg mit zwei Kies-Treffern, verabschiedet sich Stefan intensiver als gewohnt von der Bayer 04-Kurve. Die hellhörig gewordenen Fans ahnen, was noch nicht bekannt, aber von Kies schon geplant ist – ein Wechsel zu Hannover 96. Fassungslos skandieren sie minutenlang seinen Namen, was einen Tag später Sportdirektor Rudi Völler dazu veranlasst, die Unverkäuflichkeit von Kies zu verkünden.
In der Nationalmannschaft hat Stefan weniger Glück. Zwischen 2007 und 2010 kommt er auf nur sechs Einsätze und zwei Tore. Trotz seiner konstanten Leistungen bleibt ihm der Durchbruch im DFB-Team verwehrt. Er fährt zwar 2010 mit zur WM nach Südafrika, kommt auch im Spiel um Platz 3 für knapp 20 Minuten zum Einsatz, fühlt sich aber eher wie ein Urlauber, denn als Teil der Mannschaft. Doch auch das nimmt er ohne Groll hin.
In Leverkusen ist er längst eine Legende. Die Fans feiern ihn als „Fußball-Gott“, als Symbol für Vereinstreue in einer schnelllebigen Fußballwelt. Kies und die Bayer 04-Fans – das ist eine besondere Verbindung, gewachsen aus Respekt, Nähe und Leidenschaft.
Im Mai 2018 endet seine aktive Laufbahn. In seinem letzten Spiel gegen Hannover 96 verabschiedet ihn die ganze BayArena mit einer riesigen Choreografie. Es ist ein emotionaler Moment, ein Abschied voller Dankbarkeit. Doch für Kießling ist es kein Abschied von Bayer 04 – nur ein neuer Anfang. Im Oktober 2018 beginnt er als Referent der Geschäftsführung bei Bayer 04, unterstützt das Management und fungiert als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerteam und Vereinsführung. Heute, Jahre nach seinem letzten Spiel, ist Stefan mehr denn je das, was man eine Vereinslegende nennt. Im Jahr 2023 hat Bayer 04 ihn zum Klub-Repräsentanten ernannt.
Heute lebt Stefan Kießling mit seiner Frau Norina und seinen zwei Kindern in Düsseldorf, spielt, wenn es die Zeit zulässt, gerne Golf und ist auch Teil der Traditionsmannschaft von Bayer 04.

Minas Hantzidis wird am 4. Juli 1966 in Kettwig bei Essen geboren und wächst in Deutschland auf. Schon in jungen Jahren begeistert er sich für Fußball und wechselt noch in der Jugend vom Wuppertaler SV unter das Bayer-Kreuz. Der offensive und torgefährliche Mittelfeldspieler macht dann in seinem ersten Seniorenjahr bei Bayer 04 auf sich aufmerksam. In der Amateurmannschaft schießt er in der Hinrunde Tor auf Tor, trainiert bald bei den Profis mit und wird am 22. November 1985 beim Heimspiel gegen den FC Bayern München erstmals von Trainer Erich Ribbeck eingewechselt.
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Sascha wird am 03. Juli 1986 in Leverkusen geboren. Er ist der Sohn des ehemaligen Zweitligaspielers Manfred Dum, der vor allem für Union Solingen auf Torejagd ging, aber auch Spiele für den 1. FC Saarbrücken, SC Freiburg und den Wuppertaler SV bestritt. Sascha spielt schon früh in der Jugend des HSV Langenfeld. Dort fällt er den Scouts von Bayer 04 auf und wechselt in jungen Jahren unter das Bayer-Kreuz. Nach einem Wachstumsschub in der C-Jugend, der ihn zu einer neunmonatigen Pause zwingt, hat der Linksfuß schließlich die optimalen Voraussetzungen, um sich in der Bayer 04-Jugend durchzusetzen. Schon als U17-Spieler rutscht er in die A-Jugend. Ausgestattet mit einer immensen Geschwindigkeit, spielt Sascha vor allem im offensiven Mittelfeld. Technisch nicht der versierteste, aber ausgestattet mit einem scharfen Schuss, landet er im Sommer 2005 gemeinsam mit Gonzalo Castro, noch als A-Jugendlicher, beim Training der ersten Mannschaft.
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Einen besseren Start in die neue Saison der 2. Bundesliga Nord 1976/77 hätte sich die Werkself nicht wünschen können. Zum Abschluss eines einwöchigen Trainingslagers im schleswig-holsteinischen Quickborn kommen die Schützlinge von Trainer Willibert Kremer zu zwei klaren Erfolgen über den BSC Brunsbüttel (5:0) und TuS Holstein Quickborn (6:0). Nach diesem Aufgalopp steht Bayer 04 am 23. Juli 1976 um 19.30 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion gegen den Bundesligisten Karlsruher SC eine erheblich schwierigere Aufgabe bevor.
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Am 27. Juni 2001 führen der neue Trainer Klaus Toppmöller und sein Co-Trainer Peter Hermann die Werkself zum ersten Training aus den Kabinen. Mit ihnen betreten die vier Neuzugänge Hans Jörg Butt, Yildiray Bastürk (mit einer Sondergenehmigung des VfL Bochum, weil sich Bayer 04 und der VfL noch nicht über die Ablösesumme einigen konnten), Zoltan Sebescen und Jugendnationalmannschafts-Rekordspieler Michael Zepek den Rasen des Trainingsplatzes 1.
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Hans Sarpei wird am 28. Juni 1976 in Tema in Ghana geboren und kommt mit seinen Eltern als Dreijähriger nach Deutschland, wo er in Köln aufwächst. Seine Mutter und sein Vater arbeiten schon vor seiner Geburt zeitweise in Hamburg im Import-Export-Bereich. Dort lernen sie einen älteren Mann kennen, der ihnen die deutsche Kultur näher bringt und sie unterstützt. Aus Dankbarkeit erhält Hans später dessen Vornamen, obwohl dieser Mann bereits vor seiner Geburt verstirbt. Hans stammt aus einer sportlichen Familie, sein älterer Bruder Edward sowie seine Neffen Hans Nunoo Sarpei und Kingsley Sarpei waren beziehungsweise sind ebenfalls Profi-Fußballer.
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