Mottenkiste: Pokalniederlage gegen den Deutschen Meister

Der DFB-Pokal wird ursprünglich 1935 unter dem Namen „Tschammer-Pokal“, benannt nach dem damaligen Reichssportführer, als Fußballpokalwettbewerb für Vereinsmannschaften ins Leben gerufen. Das letzte Endspiel um diesen Pokal gibt es 1943. Nach dem Zweiten Weltkrieg ruft der DFB diesen Wettbewerb 1952 wieder ins Leben und der erste Sieger heißt 1953 Rot-Weiß Essen. In den ersten Jahren werden der nationalen Endrunde die Pokalwettbewerbe der Regionalverbände, also Berliner Pokal, Norddeutscher Pokal, Süddeutscher Pokal, Südwestdeutscher Pokal sowie Westdeutscher Pokal, vorgeschaltet. In den Jahren 1956 bis 1963 wird der Wettbewerb innerhalb eines Kalenderjahres durchgeführt, so auch 1962.

Die Bayer-Mannschaft erringt in der Ende April beendeten Saison die Meisterschaft in der 2. Oberliga West und wird nach sechs Jahren Zweitklassigkeit mit dem Aufstieg in die 1. Oberliga West endlich wieder erstklassig. Jetzt stehen noch die Pokalspiele auf dem Programm. So kommt es am 27. Juni, also zwei Monate nach Ende der Saison, zum alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den gerade frisch im Mai gekrönten deutschen Meister 1. FC Köln. Die Werkself hat sich mit Training und Freundschaftsspielen mehr oder weniger fit gehalten. Die Ergebnisse sind durchwachsen.

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Außerdem unternimmt die Mannschaft kurz vor der Partie eine zweiwöchige Urlaubsreise an die Adria, trägt dort aber kein Spiel aus und trainiert auch nicht viel. Dennoch glaubt sich das Team dadurch genügend vorbereitet. Das Spiel beweist das Gegenteil. Vor 12.000 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion liegen die Schwarz-Roten schon nach 16 Minuten nach den beiden Toren von Karl-Heinz Thielen mit 0:2 zurück. Die Kölner Meistermannschaft hat das Spiel zu jeder Zeit im Griff und Bayer 04 fehlen die Möglichkeiten, um daran etwas zu ändern. In der 70. Minute macht dann Karl-Heinz Schnellinger mit dem 3:0 den Sack zu.

Hier die beiden Aufstellungen:

Bayer 04: Manglitz – Haarmann, Niemuth, Torner, Rosinski, W. Röhrig, H. Höher, Klimaschefski, Peters, Zimmermann, Görts

Köln: Ewert – Pott, Schnellinger, Hemmersbach, Wilden, Sturm, Thielen, Habig, Müller, Schäfer, Breuer

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