Mottenkiste: Die Schmach vom „Bühl“

Bayer 04 Leverkusen wird 1968 Regionalliga-Westmeister und scheitert anschließend nur knapp in der Aufstiegsrunde zur ersten Bundesliga. Nur sechs Wochen nach dem letzten Gruppenspiel kommt es in Schlebusch in der ersten Runde des Westdeutschen Pokals auf dem Sportplatz „Im Bühl“ zum Lokalderby gegen den SV Schlebusch, der eine Klasse tiefer als der große Lokalrivale in der Verbandsliga Mittelrhein spielt. Damals muss man sich für den DFB-Pokal über die regionalen Pokalwettbewerbe qualifizieren.
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Am Sonntag, 28. Juli, steigt das Leverkusener Stadtduell vor 4.000 Zuschauern. Das Wetter ist sonnig bei angenehmen Temperaturen. Nicht so angenehm ist der Aschenplatz am Bühl, der den Bayer 04-Spielern einige Probleme bereitet. In der 76. Minute geschieht das Unfassbare: Krumbach trifft für die Schwarz-Gelben zum 1:0. Bayer 04 hat danach noch Glück und kann sich bei Torwart Hans Benzler bedanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfällt. Nur einmal, nach einem Freistoß von Klaus Görtz und einer glänzenden Parade des Schlebuscher Torhüters Schiller, der den Ball an den Pfosten lenkt, hat die Werkself eine Ausgleichschance. Der sichtlich angefressene Bayer 04-Trainer Theo Kirchberg fasst das Spiel wie folgt zusammen: „Vertragsspieler müssen auf einem Hartplatz eine Amateurmannschaft schlagen können. Da gibt es gar keine Entschuldigung. Das ist eine Blamage für uns.“

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Ein Jahr später kommt es zur Revanche und dieses Mal lassen die Vertragsspieler von Beginn an keinen Zweifel aufkommen. Mit einem 7:0-Sieg erreicht Bayer 04 souverän die zweite Runde.

Am 25. Juli 1971 kommt es zum dritten und bis heute letzten Mal innerhalb kurzer Zeit zu einem Duell mit dem SV Schlebusch. Bayer 04 setzt sich dabei vor knapp 2.000 Zuschauern mit 5:1 durch.

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