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Nach der Wiedervereinigung 1990 wird der FC Karl -Marx-Stadt zum Chemnitzer FC umbenannt und „Balle“, wie er später in Leverkusen genannt wird, debütiert 1995 in der Profimannschaft des Chemnitzer FC in der 2. Bundesliga und macht im März 1996 auch sein erstes Spiel für die U21-Nationalmannschaft. Die Chemnitzer steigen in dieser Saison zwar ab, aber Michael bleibt und spielt in der Saison 1996/97 als Stammspieler seiner Mannschaft in der Regionalliga Nordost. Als der 1. FC Kaiserslautern, gerade wieder in die Bundesliga aufgestiegen, auf ihn aufmerksam wird, fällt ihm die Entscheidung, in die Pfalz zu wechseln, sehr leicht.
In seiner ersten Bundesligasaison kommt er zwar auf 16 Bundesligaspiele, macht aber nur drei Partien von Beginn an. Doch am Ende dieser Saison steht der sensationelle Deutsche Meistertitel des Aufsteigers 1. FC Kaiserslautern und Michael hält erstmals die Schale in der Hand. In der darauffolgenden Saison läuft es für ihn wesentlich besser. Er bekommt deutlich mehr Einsatzzeit bei den Pfälzern und debütiert im April 1999 sogar für die deutsche Nationalmannschaft.
Seinen sportlichen Durchbruch erlebt Michael Ballack dann bei Bayer 04, wo er von 1999 bis 2002 spielt. Hier entwickelt er sich unter den Trainern Christoph Daum, Berti Vogts und Klaus Toppmöller zum kompletten Mittelfeldspieler – technisch stark, torgefährlich, mit Übersicht und Führungsqualitäten. In seiner ersten Saison für die Werkself avanciert er zum Stammspieler. Sie endet allerdings mit dem Unterhaching-Drama und seinem Eigentor zum 0:1. Doch die Saison 2001/2002 wird zu seinem absoluten Durchbruch. In seiner wichtigsten, vielleicht sogar besten Saison, in der er in der Bundesliga siebzehnmal und in der Champions League sechsmal trifft, und an deren Ende die drei Vizetitel in der Champions League, der Bundesliga und dem DFB-Pokal für die Werkself stehen, verkündet er schon im Dezember 2001 seinen Wechsel zum FC Bayern München zur nächsten Saison. Und er widerlegt in den folgenden Monaten alle skeptischen Bayer 04-Fans mit herausragenden Leistungen. Insgesamt bestreitet er für Bayer 04 155 Pflichtspiele, in denen er 42 Tore erzielt.






Auch für die Nationalmannschaft macht er überragende Spiele. Mit ihm als Führungsperson erreicht sie bei der WM 2002 in Japan und Südkorea das Finale, nachdem Balle sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale den entscheidenden 1:0-Siegtreffer markiert hat. Kurz vor seinem Treffer im Halbfinale begeht er vor dem Strafraum ein taktisches Foul. Er bremst einen südkoreanischen Spieler, der sich in aussichtsreicher Schussposition vor der Strafraumgrenze befindet, unsanft und erhält eine Gelbe Karte. Damit ist er für das darauffolgende Endspiel gegen Brasilien gesperrt. Keiner weiß, wie dieses Spiel mit einem in diesem Jahr überragenden Michael Ballack ausgegangen wäre. Zurecht wird er erstmals zum Fußballer des Jahres gewählt.
Direkt in seiner ersten Saison holt er mit dem FC Bayern das Double und wird wieder Fußballer des Jahres. Auch 2005 und 2006 gewinnt er mit den Münchenern die Meisterschaft und den DFB-Pokal. 2005 er wird noch einmal als Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Doch seinen großen Traum, Champions-League-Sieger zu werden, kann er sich beim FC Bayern nicht erfüllen. Deswegen wechselt er 2006 auf die Insel zu einem Verein, mit dem er hofft, dieses Ziel erreichen zu können.
Mit dem FC Chelsea London gewinnt er zwar in vier Jahren nur einmal die englische Meisterschaft, aber dafür stehen drei Pokalsiege und vor allem der Einzug ins Champions-League-Finale 2008 gegen Manchester United zu Buche. Nach dem 1:1 nach 120 Minuten muss das Elfmeterschießen entscheiden. Balle verwandelt den ersten Elfmeter für seine Farben. Für mich unvergessen sein Zusammenbruch nach dem letzten verschossenen Elfmeter und der daraus folgenden Niederlage – wieder kein Champions-League-Titel. Es sollte die letzte Möglichkeit für ihn bleiben.
In der Nationalmannschaft ernennt ihn Teamchef Jürgen Klinsmann bei der Heim-WM 2006 zum Kapitän und er bekommt seinen zweiten Spitznamen: Der Capitano. Bis zur WM 2010 führt er die Nationalmannschaft immer als Spielführer auf den Platz. Beim FA-Cup-Endspiel von Chelsea gegen den FC Portsmouth vor der WM 2010 in Südafrika erleidet er bei einem Foulspiel von Kevin-Prince Boateng eine schwere Verletzung und läuft danach nie wieder für die Nationalmannschaft auf. Nach 98 Länderspielen und 42 Toren endet seine Länderspielkarriere.
Als der FC Chelsea Michael Ballack 2010 nur einen Einjahresvertrag anbietet, er aber auf einen zweijährigen Kontrakt pocht, wechselt er wieder unter das Bayer-Kreuz. Schon beim Abschiedsspiel von Bernd Schneider am 9. Oktober 2009, bei dem Michael Ballack als Weggefährte von Schnix auch eingeladen ist, skandieren die Bayer 04-Fans: „Micha komm zurück, Micha komm zurück, Micha, Micha, Micha komm zurück.“ So entsteht erst die Idee, ihn ein Jahr später wieder unter das Bayer-Kreuz zu holen. Im Sommer 2010 wechselt er ablösefrei zum zweiten Mal nach Leverkusen. Aber schon am dritten Spieltag zieht er sich eine Fraktur am Schienbeinkopf zu und fällt für den Rest der Hinrunde aus. Er kommt zwar nur auf 17 Spiele in dieser Saison, aber die Werkself qualifiziert sich für die Champions League. Nach der zweiten Saison beendet Michael Ballack seine Zeit bei Bayer 04 und erklärt am 2. Oktober 2012 endgültig das Ende seine aktiven Fußballerkarriere.






Nach seinem Karriereende 2012 betätigt sich Michael unter anderem als TV-Experte und in verschiedenen sozialen Projekten. Auch als Werbeträger ist er weiterhin präsent. Der Vater von drei Söhnen, von denen der mittlere bei einem Unfall mit einem Quad 2021 tödlich verunglückt, hat insgesamt fünf Jahre unter dem Bayer-Kreuz gespielt, in denen er das Gesicht von Bayer 04 stark prägte. Vor allem sein erstes Engagement von 1999 bis 2002 und seine Entwicklung in Leverkusen zu einem Weltklassespieler machen ihn zu einer Bayer 04-Legende.

Minas Hantzidis wird am 4. Juli 1966 in Kettwig bei Essen geboren und wächst in Deutschland auf. Schon in jungen Jahren begeistert er sich für Fußball und wechselt noch in der Jugend vom Wuppertaler SV unter das Bayer-Kreuz. Der offensive und torgefährliche Mittelfeldspieler macht dann in seinem ersten Seniorenjahr bei Bayer 04 auf sich aufmerksam. In der Amateurmannschaft schießt er in der Hinrunde Tor auf Tor, trainiert bald bei den Profis mit und wird am 22. November 1985 beim Heimspiel gegen den FC Bayern München erstmals von Trainer Erich Ribbeck eingewechselt.
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Sascha wird am 03. Juli 1986 in Leverkusen geboren. Er ist der Sohn des ehemaligen Zweitligaspielers Manfred Dum, der vor allem für Union Solingen auf Torejagd ging, aber auch Spiele für den 1. FC Saarbrücken, SC Freiburg und den Wuppertaler SV bestritt. Sascha spielt schon früh in der Jugend des HSV Langenfeld. Dort fällt er den Scouts von Bayer 04 auf und wechselt in jungen Jahren unter das Bayer-Kreuz. Nach einem Wachstumsschub in der C-Jugend, der ihn zu einer neunmonatigen Pause zwingt, hat der Linksfuß schließlich die optimalen Voraussetzungen, um sich in der Bayer 04-Jugend durchzusetzen. Schon als U17-Spieler rutscht er in die A-Jugend. Ausgestattet mit einer immensen Geschwindigkeit, spielt Sascha vor allem im offensiven Mittelfeld. Technisch nicht der versierteste, aber ausgestattet mit einem scharfen Schuss, landet er im Sommer 2005 gemeinsam mit Gonzalo Castro, noch als A-Jugendlicher, beim Training der ersten Mannschaft.
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Einen besseren Start in die neue Saison der 2. Bundesliga Nord 1976/77 hätte sich die Werkself nicht wünschen können. Zum Abschluss eines einwöchigen Trainingslagers im schleswig-holsteinischen Quickborn kommen die Schützlinge von Trainer Willibert Kremer zu zwei klaren Erfolgen über den BSC Brunsbüttel (5:0) und TuS Holstein Quickborn (6:0). Nach diesem Aufgalopp steht Bayer 04 am 23. Juli 1976 um 19.30 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion gegen den Bundesligisten Karlsruher SC eine erheblich schwierigere Aufgabe bevor.
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Am 27. Juni 2001 führen der neue Trainer Klaus Toppmöller und sein Co-Trainer Peter Hermann die Werkself zum ersten Training aus den Kabinen. Mit ihnen betreten die vier Neuzugänge Hans Jörg Butt, Yildiray Bastürk (mit einer Sondergenehmigung des VfL Bochum, weil sich Bayer 04 und der VfL noch nicht über die Ablösesumme einigen konnten), Zoltan Sebescen und Jugendnationalmannschafts-Rekordspieler Michael Zepek den Rasen des Trainingsplatzes 1.
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Hans Sarpei wird am 28. Juni 1976 in Tema in Ghana geboren und kommt mit seinen Eltern als Dreijähriger nach Deutschland, wo er in Köln aufwächst. Seine Mutter und sein Vater arbeiten schon vor seiner Geburt zeitweise in Hamburg im Import-Export-Bereich. Dort lernen sie einen älteren Mann kennen, der ihnen die deutsche Kultur näher bringt und sie unterstützt. Aus Dankbarkeit erhält Hans später dessen Vornamen, obwohl dieser Mann bereits vor seiner Geburt verstirbt. Hans stammt aus einer sportlichen Familie, sein älterer Bruder Edward sowie seine Neffen Hans Nunoo Sarpei und Kingsley Sarpei waren beziehungsweise sind ebenfalls Profi-Fußballer.
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