
Das morgendliche Training läuft ruhig und normal ab. Wie meistens am Mittwoch gibt es ein ausgiebiges Torschusstraining auf zwei Tore, mit Schüssen mal von der Strafraumgrenze, mal nach Flanken oder im Eins-gegen-eins mit dem Torwart. Trainer Reinhard Saftig steht in der Nähe meines Tores und schaut gelassen zu. Auf einmal greift sich Franco Foda nach einem Schuss an den Oberschenkel und beginnt zu humpeln. „Ich geh rein zu Tscholli, ich glaube, ich hab‘ nen Riss drin.“ Langsam verlässt er den Trainingsplatz. Trainer Saftig verzieht das Gesicht.
Keine fünf Minuten später erwischt es Ulf Kirsten. Als dann auch noch Andreas Thom mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen bleibt und kurz darauf in die Kabine schleicht, herrscht Totenstimmung auf dem Trainingsplatz. Reinhard Saftig rauft sich die Haare und ich höre ein gemurmeltes „Was sollen wir denn jetzt machen?!“ neben meinem Tor. Er beendet das Training, begibt sich schnurstracks zu unserem Physio Dieter Trzolek.







Saftig stürmt den Gang entlang, betritt Tschollis Raum – und dort sitzen die drei „Verletzten“ auf der Pritsche, grinsen ihn an und schreien: „April, April!“ Die Erleichterung des Trainers ist groß, die eben noch durchlittenen Aufstellungssorgen sind sofort verpufft. Am Wochenende gibt es ein 1:1 in Köln, ein paar Tage später die Niederlage im Pokalhalbfinale nach Elfmeterschießen in Mönchengladbach. Auf den Einzug ins Pokalfinale nach Berlin müssen wir noch ein Jahr warten.

Michael Ballack wird am 26. September 1976 in Görlitz in der damaligen DDR geboren. Schon früh zeigt sich sein Talent für den Fußball. Nach dem Umzug seiner Familie nach Karl-Marx-Stadt, das heutige Chemnitz, beginnt er bei der BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt mit dem Fußballspielen, wobei er seine Fähigkeiten stetig weiterentwickelt. Ab dem siebten Schuljahr besucht er die Kinder- und Jugendsporthochschule und erhält eine systematische Sportförderung, die 1988, begründet mit seiner wachsenden Spielstärke, zu einem Wechsel zum FC Karl-Marx-Stadt führt. Mit 16 Jahren muss er aufgrund von Wachstumsproblemen ein halbes Jahr pausieren, aber dann ist Michael nicht mehr aufzuhalten.
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José Elias Moedim Júnior, genannt Zé Elias, wird am 25. September 1976 in Sao Paulo geboren. Seine fußballerische Ausbildung erhält er bei Sport Club Corinthians Paulista, kurz Corinthians, und wird bereits mit 17 Jahren in die erste Mannschaft hochgezogen. Schon jetzt wird die PSV Eindhoven auf ihn aufmerksam, aber der Schritt nach Europa kommt für ihn noch zu früh. Der zweikampfstarke defensive Mittelfeldspieler etabliert sich in den folgenden drei Jahren bei den Profis. Mit Corinthians gewinnt Zé Elias 1995 die Stadtmeisterschaft von Sao Paulo und den brasilianischen Pokal. Mit seiner guten Übersicht, seinem Einsatzwillen und seiner sicheren Ballkontrolle trägt er wesentlich zum Erfolg seiner Mannschaft bei.
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Im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga Nord trifft die Werkself am 7. Spieltag im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion auf die Fortuna aus Köln. Beide Mannschaften stehen punktgleich mit 7:5 Punkten auf den Tabellenplätzen 8 und 9.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat September. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Der September startet mit einem Debakel, aber nicht für die Werkself: Die deutsche Nationalmannschaft mit den Bayer 04-Spielern Jens Nowotny, Michael Ballack und Oliver Neuville erleidet im Münchener Olympiastadion in der WM-Qualifikation eine 1:5-Schlappe gegen England. Und vor allem Jens Nowotny wird scharf kritisiert. Mit dieser Niederlage steht die direkte Qualifikation der DFB-Elf auf wackeligen Beinen.
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