
Das morgendliche Training läuft ruhig und normal ab. Wie meistens am Mittwoch gibt es ein ausgiebiges Torschusstraining auf zwei Tore, mit Schüssen mal von der Strafraumgrenze, mal nach Flanken oder im Eins-gegen-eins mit dem Torwart. Trainer Reinhard Saftig steht in der Nähe meines Tores und schaut gelassen zu. Auf einmal greift sich Franco Foda nach einem Schuss an den Oberschenkel und beginnt zu humpeln. „Ich geh rein zu Tscholli, ich glaube, ich hab‘ nen Riss drin.“ Langsam verlässt er den Trainingsplatz. Trainer Saftig verzieht das Gesicht.
Keine fünf Minuten später erwischt es Ulf Kirsten. Als dann auch noch Andreas Thom mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen bleibt und kurz darauf in die Kabine schleicht, herrscht Totenstimmung auf dem Trainingsplatz. Reinhard Saftig rauft sich die Haare und ich höre ein gemurmeltes „Was sollen wir denn jetzt machen?!“ neben meinem Tor. Er beendet das Training, begibt sich schnurstracks zu unserem Physio Dieter Trzolek.







Saftig stürmt den Gang entlang, betritt Tschollis Raum – und dort sitzen die drei „Verletzten“ auf der Pritsche, grinsen ihn an und schreien: „April, April!“ Die Erleichterung des Trainers ist groß, die eben noch durchlittenen Aufstellungssorgen sind sofort verpufft. Am Wochenende gibt es ein 1:1 in Köln, ein paar Tage später die Niederlage im Pokalhalbfinale nach Elfmeterschießen in Mönchengladbach. Auf den Einzug ins Pokalfinale nach Berlin müssen wir noch ein Jahr warten.

Harry Gniech erblickt am 14.10.1951 in Leverkusen-Schlebusch das Licht der Welt. Mit sechs Jahren kommt er zum SV Bayer 04, zunächst zur Leichtathletik. Eigentlich will der Junge Fußball spielen, darf aber erst mit neun Jahren zu den Fußballern wechseln. Schnell wird Harry im Mittelfeld zum Spielmacher. Trotz seines Talents ist der Weg von der Jugend in den Lizenzkader damals weit. In der Saison 1973/74 setzt ihn sein ehemaliger A-Jugendtrainer Friedhelm Renno, der mittlerweile die erste Mannschaft von Bayer 04 trainiert, zum ersten Mal in einem Spiel der Vertragsspieler-Mannschaft ein.
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Henrique Adriano Buss, genannt Henrique, kommt am 14. Oktober 1986 im brasilianischen Marechal Cândido Rondon zur Welt, einer Stadt im brasilianischen Bundesstaat Parana. Mit 13 Jahren wechselt er zum Coritiba FC und schafft 2006 den Sprung in die erste Mannschaft. Henrique steigt mit dem Team in die 1. brasilianische Liga auf und wechselt zum FC Palmeiras. Nach nur fünf Spielen für den neuen Klub wird der 1,85 Meter große Innenverteidiger 2008 vom FC Barcelona für zehn Millionen Euro verpflichtet und von Bayer 04 gegen eine Gebühr von 400.000 Euro für ein Jahr ausgeliehen.
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Constant Djakpa wird am 17. Oktober 1986 in Abidjan in der Elfenbeinküste geboren. Schon im Alter von fünf Jahren beginnt er mit dem Fußballspielen. Seine ersten Schritte im Profifußball macht er beim Stella Club d’Adjamé, bevor er nach Norwegen zu Sogndal IL wechselt. Über den rumänischen Verein Pandurii Târgu Jiu führt sein Weg schließlich nach Deutschland.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Oktober. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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In der ersten Oktoberwoche des Jahres 1966 entscheiden sich die Vertragsfußballspieler zu einem ungewöhnlichen Schritt – sie treten in den Streik. Sie sehen sich zu dieser bis dato wenig üblichen Selbsthilfe gezwungen, damit sie ihren Forderungen nach einer gerechten Bezahlung mehr Nachdruck verleihen können. Bei drei Unentschieden, so folgern sie, steht ihnen eine Prämie zu, zumindest ist eine Punktprämie von 75 D-Mark vor Saisonbeginn vereinbart worden.
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