
Die für den Zaun benötigten Holzlatten werden des Nachts von Vereinsmitgliedern bewacht. Bayer 04 Leverkusen hat Glück, denn die Kolonie wird nach dem vierten Bauabschnitt nach 1925 von den Farbenfabriken nicht mehr entsprechend der Ursprungsplanung fertiggestellt, so dass große Flächen nördlich der Rathenaustraße frei bleiben. Auch das städtische Bebauungskonzept, das hier ein Kleinsiedlungsgebiet vorsah, wird nicht umgesetzt.
So finden am 4. September 1932 die Platzweihe und die ersten Spiele auf dem Gelände statt. Unsere erste Mannschaft bestreitet ihr erstes Meisterschafts-Heimspiel gegen Jugend Kalk und gewinnt mit 3:1 (1:0).
Vor rund 1.500 Zuschauern ist Bayer 04 zu Beginn des Spiels leicht im Vorteil und geht verdient in Führung. Bis zur Halbzeit ist es dann ein ausgeglichenes Duell mit Chancen auf beiden Seiten. In der Halbzeitpause werden die Zuschauer mit Schallplattenmusik unterhalten. In Hälfte zwei macht Jugend Kalk mächtig Druck, aber mit einem Konter gelingt den Farbenstädtern das 2:0. Nach ihrem Anschlusstreffer bedrängen die Gäste das Leverkusener Tor. Eine Minute vor Schluss gelingt dem Halblinken Fritz Schorn mit einem satten Schuss das 3:1 und die Partie ist entschieden.
Zur selben Zeit spielt auf dem Nebenplatz dieser herrlichen Anlage „Am Stadtpark“ die Frauen-Feldhandballmannschaft. Vorher gibt es noch das Duell der Reservemannschaften, und die Handballerinnen dürfen am Vormittag um 11 Uhr zum ersten Mal den neuen Rasen betreten. Die Platzanlage ist also am ersten Sonntag schon stark beansprucht und auch sehr gut besucht. So bekommt unsere Fußballmannschaft zum 25-jährigen Bestehen ihrer Riege endlich einen stadt- und werksnahen Sportplatz, der auch von den anderen Abteilungen der Sportvereinigung wie Boxen und Handball gerne genutzt wird. Dieser Sportplatz bleibt bis 1958 die Heimstätte unserer Werksfußballer.

Christoph Daum wird am 24. Oktober 1953 in Zwickau geboren. Als Kind gelangt er mit seiner Mutter in den Westen Deutschlands und wächst in Duisburg auf. Schon früh entwickelt er eine große Begeisterung für den Fußball, auch wenn sich schnell zeigt, dass seine Zukunft weniger auf dem Platz als vielmehr an der Seitenlinie liegt. Bereits in jungen Jahren tritt seine Leidenschaft zutage, Dinge zu analysieren, zu erklären und zu verbessern.
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Als die Bayer 04-Fußballer 1960 Weihnachten feiern, überwintern sie mit 20:10 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Oberliga West – allerdings bereits mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Schwarz-Weiß Essen. Doch im neuen Jahr findet die Mannschaft von Trainer Erich Garske nur schwer in die Spur. Auf ein torloses Remis gegen den Bonner FV im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion folgt eine 1:2-Auswärtsniederlage in Erkenschwick. Auch das darauffolgende Heimspiel bringt nur einen Punkt ein. Die Aufstiegsambitionen schrumpfen damit auf ein Minimum, denn der Rückstand auf den begehrten Platz ist inzwischen auf beachtliche zehn Punkte angewachsen.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Februar. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Es ist der 11. Februar 2006 und Schalke 04 und die Werkself starten um 15.30 Uhr ein Spiel, das am Ende Historisches zu bieten hat – zumindest aus Bayer 04-Sicht.
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Als Tabellenführer empfängt die Werkself das abstiegsbedrohte Team von Rhenania Würselen. Am 4. Februar 1951 säumen trotz der sonntäglichen Karnevalsumzüge 5.000 Zuschauer den Spielfeldrand. Und sie sehen eine feldüberlegene Heim-Mannschaft. Ohne den erkrankten Theo Kirchberg und den gesperrten Emil Becks bestürmen die Gastgeber von Beginn an das gegnerische Tor. In der ersten Halbzeit gegen einen starken Wind ankämpfend, erspielt sich Bayer 04 Chance auf Chance, scheitert aber immer wieder am Würselener Torhüter. Nach dem 0:0 zur Halbzeit nimmt sich Karl Heinz Spikofski in der 55. Minute ein Herz und hämmert aus 20 Metern den Ball in die gegnerischen Maschen. Rhenania kann nicht mehr kontern. Bis zum Schluss hält die Belagerung des Würselener Strafraumes an, dennoch bleibt es am Ende bei einem knappen 1:0.
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