Geburtstagskind des Monats: Mike Rietpietsch wird 50

Mike Rietpietsch wird am 26. März 1974 in Eberswalde geboren. Im Alter von sieben Jahren zieht es ihn auf den Fußballplatz. Seine erste Station ist die BSG Stahl Finow. Mit 13 Jahren wechselt er in die Kinder- und Jugendsportschule in Frankfurt/Oder und spielt ab sofort für den dortigen FC Vorwärts, nach der Wende umbenannt in Viktoria.

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Hier schafft er als Jugendspieler den Sprung in die erste Mannschaft und spielt das eine oder andere Spiel schon in der damaligen DDR-Oberliga. Der Mittelfeldspieler wird erst bei seiner nächsten Station Union Berlin zum rechten Verteidiger umgepolt. Das wird bis auf wenige Ausnahmen auch seine Stammposition bleiben.

Bayer 04-Manager Reiner Calmund wird auf den schnellen, dribbelstarken Rechtsverteidiger bei einem Spiel von Union Berlin aufmerksam, als er eigentlich einen anderen Spieler beobachtet. So kommt „Riete“, wie er von seinen Freunden genannt wird, 1994 zu Bayer 04 Leverkusen und bleibt drei Jahre. In diesen drei Jahren erlebt er mit Dragoslav Stepanovic, Erich Ribbeck und Christoph Daum drei unterschiedliche Trainer, findet sich aber nur unter Erich Ribbeck häufiger in der Startelf wieder.

Insgesamt kommt er auf 31 Pflichtspiele für Bayer 04, in denen ihm kein Tor gelingt. Allerdings ist er maßgeblich am wohl wichtigsten Tor der bisherigen Bayer 04-Geschichte beteiligt. Als es am 18. Mai 1996 zum Abstiegsduell im Ulrich-Haberland-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern kommt, bekommt er von Interimstrainer Peter Hermann eine Sonderaufgabe – er soll den Lauterer Spielmacher Uwe Wegmann ausschalten und sich immer wieder ins Angriffsspiel einschalten. In der 82. Minute bekommt er dann den Ball von Kapitän Rudi Völler zugespielt, nimmt sich ein Herz und schießt aus rund 22 Metern mit dem „einzigen vernünftigen Vollspannstoß meiner Karriere“ (Zitat Riete) den Ball in Richtung Lauterer Tor. Den Schuss kann Kaiserslauterns Torhüter Andreas Reinke nur abprallen lassen und den Nachschuss hämmert Markus Münch zum erlösenden Ausgleich in die Maschen. Der Rest ist Geschichte.

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Nach der folgenden Saison unter Christoph Daum und nur zwei Bundesligaeinsätzen von der Bank aus, wechselt Riete 1997 zum Bundesligaabsteiger Fortuna Düsseldorf. Von nun an wird er zum deutschen Fußball-Globetrotter. Bis zum Ende seiner Karriere im Jahre 2009 spielt er noch für den SC Freiburg, VfL Bochum, Rot-Weiß Oberhausen, MSV Duisburg, Holstein Kiel und den Wuppertaler SV.

Heute wohnt Mike in Leipzig, betreibt die Firma Subline Sports und ist Mit-Inhaber der Fußballschule Kick’n Body. Wenn es seine Zeit zulässt, spielt er noch heute für unsere Traditionsmannschaft.

Lieber Mike, alles Gute zum 50.! Behalte bitte deine „Berliner Schnauze“ und bleibe gesund.

HIER geht’s zu einem großen Porträt über Mike Rietpietsch auf bayer04.de.

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