Ja, ich möchte Videos angezeigt bekommen.
„Gelle“, wie ihn seine Mannschaftskollegen rufen, wechselt vom MSV Duisburg zu Arminia Bielefeld in die 2. Bundesliga Nord und trifft dort in 120 Spielen viermal für die Westfalen. 1976 wird sein ehemaliger Jugendtrainer Willibert Kremer Chefcoach in Leverkusen. Kremer erinnert sich an seinen Schützling und holt ihn unter das Bayer-Kreuz. Für die nächsten zehn Jahre ist Jürgen Gelsdorf fester Bestandteil der Leverkusener Mannschaft, steigt mit dieser 1979 in die 1. Bundesliga auf. Insgesamt schnürt er in 320 Bundesliga- und Pokalspielen die Fußballschuhe für Bayer 04, in denen er 30 Tore schießt. Allerdings hat er seine Qualitäten eher im defensiven Bereich. „Gelle“ spielt mal Vorstopper, mal Libero, aber immer knallhart in den Zweikämpfen gegen den Gegner und ist sich für Drecksarbeit nie zu schade. Ärmel rauf, Stutzen runter, natürlich ohne Schienbeinschützer, und ab geht’s.
Seine schlimmsten Tage unter dem Bayer-Kreuz erlebt er 1980 nach dem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt. Nach einem für damalige Verhältnisse üblichen Einsteigen gegen den südkoreanischen Stürmer und späteren Mannschaftskollegen Bum-kun Cha fällt dieser unglücklich auf das Knie des Bayer 04-Liberos und zieht sich einen Abriss des Querfortsatzes am zweiten Lendenwirbel zu. Die Hetzkampagnen gegen Jürgen Gelsdorf nehmen absurde Formen an. Reißerische Schlagzeilen und Artikel reihen sich an TV-Berichte und Drohbriefe, die auf der Bayer 04-Geschäftsstelle oder privat bei ihm eingehen. Er bekommt Polizeischutz, sowohl auf dem Trainingsgelände als auch vor seiner Privatwohnung. Jürgen Gelsdorf schreibt einen offenen Brief, in dem er die Situation aus seiner Sicht schildert. Am Ende des Briefes wünscht er Bum-kun Cha baldige Genesung, die auch erfolgt, denn der Frankfurter fällt dann doch nur vier Spieltage aus. Anlässlich des Pokalspiels bei Kickers Offenbach treffen sich beide und Cha nimmt die Entschuldigung von Jürgen Gelsdorf an.














In seiner letzten Saison 1985/86 ist Gelle Standby-Profi, denn er macht seinen Fußballlehrer-Schein. Trotzdem wird er in der Rückrunde noch benötigt, um die erste Qualifikation für den UEFA-Pokal zu erreichen. Noch sechsmal kommt er zum Einsatz, dann kümmert er sich ab der Saison 1986/87 um die A-Jugend von Bayer 04. Schon 1988 holt ihn allerdings der neue Cheftrainer Rinus Michels als weiteren Co-Trainer neben Gerd Kentschke zur Lizenzmannschaft. Im April 1989 löst Gelle den glücklosen Holländer ab und lenkt für die nächsten zwei Jahre die Geschicke von Bayer 04 als Cheftrainer.
Anschließend ist er 14 Jahre lang Coach von mehreren Vereinen in verschiedenen Ligen. Egal ob in Bochum in der Bundesliga oder bei Fortuna Köln in der 2. Bundesliga: Gelle hat Spaß am Trainerjob und übt diesen bis 2005 aus. Dann holt ihn Bayer 04 als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zurück. Ab Oktober 2005 leitet und begleitet er für die nächsten zehn Jahre die Ausbildung unserer Talente, darunter Gonzalo Castro, René Adler, Benjamin Henrichs und Kai Havertz, um nur einige wenige zu nennen.
Seit 2015 ist Jürgen Gelsdorf Rentner, steht aber der Fußball-Abteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen weiterhin als Chef vor.
Lieber Gelle, ich wünsche dir alles Gute zum 70.! Bleib so wie du bist und vor allem gesund.

Thomas Hörster wird am 27. November 1956 in Essen geboren. Als Kind betreibt er Turmspringen und Judo, begeistert sich aber auch für Fußball. Nach seinen Anfängen bei Blau-Weiß Holsterhausen-Essen wechselt er zum ETB Schwarz-Weiß Essen. Als A-Jugendlicher trainiert er erstmals bei den Herren in der 2. Liga mit. Und mit knapp 18 Jahren debütiert Thommy, wie er gerufen wird, in der 2. Bundesliga. In zweieinhalb Saisons absolviert er 71 Spiele für Schwarz-Weiß Essen.
Mehr zeigen
Bernd Dreher wird am 2. November 1966 in Leverkusen geboren und beginnt bereits im Alter von fünf Jahren beim SV Schlebusch mit dem Fußballspielen. Als Neunjähriger wechselt er in die Nachwuchsabteilung von Bayer 04. Hier durchläuft der Torhüter alle Juniorenteams und erreicht mit der U19 1985 das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das Bayer 04 gegen Eintracht Frankfurt mit 2:4 verliert.
Mehr zeigen
Robson Ponte wird am 6. November 1976 in São Paulo, Brasilien, geboren. Seine Fußballkarriere beginnt er in Brasilien bei CA Juventus. Danach spielt er für América FC und den Guarani FC. Im Jahr 1999 wechselt er zu Bayer 04. Bei der Werkself spielt Robson zunächst bis 2001. Anschließend wechselt er für zwei Jahre auf Leihbasis zum VfL Wolfsburg. Dort entwickelt er sich weiter und sammelt wichtige Erfahrungen in der Bundesliga. Im Jahr 2003 kehrt er nach Leverkusen zurück und zeigt dort besonders seine Fähigkeiten im Dribbling und im offensiven Mittelfeld. Insgesamt kommt er für Bayer 04 auf 79 Einsätze und erzielt sechs Tore.
Mehr zeigen
Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat November. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
Mehr zeigen
Am Sonntag, 4. November 1951, steigt das erste Derby zwischen Bayer 04 und dem 1. FC Köln um Punkte. Zu diesem Aufeinandertreffen platzt das Kölner Stadion in Müngersdorf aus allen Nähten. Eine wahre Invasion von Bayer 04-Fans aus Leverkusen macht sich mit Straßenbahnen und Bussen auf den Weg nach Köln. Ab Mittag fahren zu den planmäßigen Bahnen sechs zusätzliche Straßenbahnzüge zum normalen Preis ab Leverkusener Rathaus bis zum Kölner Stadion. Zur selben Zeit fahren regelmäßig Busse der Firma Grein ab dem Wiesdorfer Marktplatz nach Köln. Am Ende schwenken über 5.000 Bayer 04-Fans ihre schwarzroten Fahnen auf der Tribüne des Kölner Stadions und feuern ihre Mannschaft neunzig Minuten an.
Mehr zeigen