Spiel des Monats: Vor 40 Jahren – Kampf um die Macht am Rhein

Am 4. Spieltag der Saison 1985/86 kommt es im Ulrich-Haberland-Stadion zum Aufeinandertreffen der beiden Lokalrivalen. Bayer 04 ist mit 3:1 Punkten aus den beiden Spielen gegen die Aufsteiger Hannover 96 und 1. FC Saarbrücken gut aus den Startlöchern gekommen. Die Partie vom dritten Spieltag gegen den Hamburger SV ist auf Wunsch des Gegners, der ein finanziell lukratives Angebot des FC Barcelona annimmt und dort ein internationales Turnier austrägt, auf den 8. Oktober verschoben. Der 1. FC Köln steht vor dem vierten Spieltag mit nicht ganz zufriedenstellenden 3:3 Punkten in der Tabelle hinter der Werkself.

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Unter dem neuen Trainer Erich Ribbeck hat Bayer 04 ein anderes Gesicht bekommen. Ohne Neuzugänge hat der ehemalige Coach der DFB-Olympia-Auswahl aus dem vorhandenen Spielermaterial eine homogene, offensiv spielende Mannschaft geformt. Zum ersten Mal hat man, obwohl es im Dezember 1983 schon den ersten Bundesligasieg gegen die Kölner gab, das Gefühl, mit dem FC auf Augenhöhe zu stehen.

Beherzte Zweikämpfe und packende Torszenen

Die 15.000 Zuschauer, davon rund 6.000 aus Köln, werden von Beginn an und über 90 Minuten in Atem gehalten. Wie in den Spielen zuvor beginnt die Werkself dominant und offensiv. Permanent wird das von Nationaltorhüter Toni Schumacher glänzend gehütete Tor berannt, Bayer 04 erspielt sich Chance auf Chance. Auch wenn es über weite Strecken kein fußballerischer Leckerbissen ist, entschädigt das Spiel mit beherzten Zweikämpfen und vielen packenden Torszenen. In der 38. Minute fällt dann der hochverdiente Führungstreffer durch Falko Götz, der bis zur Halbzeit Bestand hat.

1985

In den zweiten 45 Minuten drücken die Kölner aufs Gaspedal und Bayer 04 muss dem eigenen hohen Tempo in der ersten Halbzeit Tribut zollen. Trotzdem erspielt sich die Werkself durchaus Torchancen zum 2:0. Aber in der 83. Minute gelingt dem 1. FC Köln, der zuvor einige Möglichkeiten vergeben hat oder an Bayer 04-Torhüter Rüdiger Vollborn gescheitert war, der nicht ganz unverdiente Ausgleich zum 1:1 durch einen gewissen Hans-Peter Lehnhoff. Bei diesem Endergebnis bleibt es, obwohl Christian Schreier in der 86. Minute eine Riesen-Torchance zum 2:1 vergibt oder besser: Toni Schumacher mit einem Weltklassereflex das Tor verhindert.

Für alle Nostalgiker hier mal die Aufstellungen der beiden Mannschaften:

Bayer 04: Vollborn – Zanter (46. Giske), Hörster, A. Reinhardt, Hinterberger, Götz (75. Zechel), Schreier, Röber, Patzke, Cha, Waas

Köln: Schumacher – Prestin, van de Korput, Steiner (46. Dickel), Pisanti (65. Hartwig), Lehnhoff, Geils, Hönerbach, Geilenkirchen, Engels, Littbarski

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