Geburtstagskind des Monats 2: Thomas Zechel wird 60

Thomas „Atze“ Zechel wird am 25. Januar 1965 in Berlin-West geboren. Seine ersten Schritte mit dem Ball am Fuß absolviert er beim Berliner Stadtteilklub Rapide Wedding. Von den Schwarz-Gelben wechselt er in die B-Jugend meines Jugendvereins, Blau-Weiß 90 Berlin. Beim Jugendländerpokal 1982 in Duisburg fällt er bei den Spielen der Berliner Auswahl Reiner Calmund auf.

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Calli holt Atze in dessen zweitem A-Jugendjahr nach Leverkusen. Gemeinsam mit seinen zukünftigen Teamkollegen, den Bayer 04-Jugendspielern Manfred Pomp und Frank Glaß, wird er mit der damaligen U16-Jugendnationalmannschaft 1982 Vizeeuropameister. Nach dem Jahr in der Bayer 04-Jugend schafft er den Sprung in den Bundesligakader der Werkself. Hinter dem Sturmduo Bum-kun Cha und Herbert Waas ist er unter seinem Förderer Dettmar Cramer die dritte Kraft im Angriff und kommt in seinem ersten Bundesligajahr zu zehn Einsätzen. Im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am 25. Spieltag erzielt er seinen ersten Bundesligatreffer zum 1:1-Ausgleich. In seinem zweiten Jahr kommt er vermehrt in der Bayer 04-Amateurmannschaft zum Einsatz. Denn neben Bum-kun Cha und Herbert Waas sind nun auch noch Neuzugang Christian Schreier und seit November 1984 der ein Jahr zuvor aus der DDR geflohene Mittelstürmer Falko Götz für die Werkself spielberechtigt. Die Konkurrenz im Sturm ist zu groß.

Als Trainer Erich Ribbeck im Sommer 1985 die Bayer 04-Elf übernimmt, macht er aus den beiden Mittelstürmern Christian Schreier und Falko Götz einen defensiven und einen offensiven Mittelfeldspieler. Außerdem gelingt es ihm, Atze zum rechten Verteidiger umzufunktionieren. Ab dem 8. Spieltag heißt die rechte Seite der Werkself: rechter Verteidiger Thomas Zechel, rechtes defensives Mittelfeld Christian Schreier, rechtes offensives Mittelfeld Falko Götz. Aus drei gelernten Mittelstürmern strickt Trainer Erich Ribbeck eine offensiv brandgefährliche rechte Seite. Am Ende der Saison erreicht Bayer 04 erstmals einen UEFA-Cup-Platz. Atze hat daran einen großen Anteil. Er absolviert 29 Spiele und schießt fünf Tore.

Thomas Zechel

Nach einer durchwachsenen nächsten Spielzeit mit nur noch 20 Einsätzen bekommt er in der UEFA-Cup-Saison 1987/88 noch weniger Spielminuten, ist aber auch häufiger verletzt. Trotzdem ist der UEFA-Cup-Titel mit Bayer 04 sein größter sportlicher Erfolg. In den insgesamt sechs Jahren in Leverkusen kommt Atze auf 77 Pflichtspiele und sechs Tore für die Werkself.

Ab 1988 wechselt er jährlich den Verein. Von Hannover über Waldhof Mannheim zu Schalke 04 – das sind seine nächsten Stationen. Auf Schalke hat er Peter Neururer als Trainer, der ihn 1991 zum 1. FC Saarbrücken lockt. In den nächsten zwei Jahren avanciert er dort zum Stammspieler, steigt mit den Saarländern in die 1. Bundesliga auf und ein Jahr später wieder ab. Nach einer nicht zufriedenstellenden Saison 1993/94 beendet Thomas Zechel seine Profikarriere.

Es gefällt ihm im Saarland so gut, dass er mit seiner Frau dort Wurzeln schlägt. Er spielt und trainiert noch in diversen unterklassigen saarländischen Vereinen. Außerdem macht der Vater einer Tochter eine Kfz-Werkstatt auf, der beruflich bald sein Hauptaugenmerk gilt. Noch heute ist er Chef seiner eigenen Firma, die sich vor allem mit der Aufbereitung von Unfallwagen beschäftigt.

Lieber Atze, alles Gute, vor allem Gesundheit, zum 60. Lass dich feiern und genieße den Tag!

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