Geburtstagskind des Monats 2: Rudi Völler wird 65

Rudolf „Rudi“ Völler wird am 13. April 1960 in Hanau geboren. Sein Vater nimmt den kleinen Rudi als Achtjährigen mit zum Training des TSV 1860 Hanau. In der beschaulichen hessischen Stadt am Main fällt er den Offenbacher Kickers auf. Aber Rudi beendet zuerst die Realschule und fängt eine Ausbildung zum Bürokaufmann an.

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Mit 16 Jahren wechselt er dann zu den Kickers, trainiert als Jugendlicher mit der ersten Mannschaft und ist gleichzeitig im Rahmen seiner Ausbildung in der Geschäftsstelle der Offenbacher tätig. Im November 1977, also mit 17 Jahren, gibt er sein Debüt in der ersten Mannschaft. Auf sein erstes Tor muss er aber noch eine Weile warten. Am 3. Spieltag der Saison 1978/79 in der 2. Bundesliga Süd bringt er seine Offenbacher bei der 2:3-Niederlage bei Wormatia Worms in der 20. Minute mit 1:0 in Führung.

Nach zweieinhalb Jahren bei Kickers Offenbach wechselt Rudi zur Saison 1980/81 in die 1. Bundesliga zu 1860 München. Seine neun Tore können aber den Abstieg der Münchener Löwen nicht verhindern. Eine Saison später startet Rudi in der 2. Bundesliga richtig durch. Er wird mit 37 Treffern Torschützenkönig. Die Sechziger steigen zwar trotz der Tore von Völler nicht auf. Er selbst aber macht den nächsten Karriereschritt: Der SV Werder Bremen sichert sich zur neuen Saison 1982/83 die Dienste des schnellen Stürmers.

In den nächsten fünf Jahren schießt Rudi 97 Tore in 137 Bundesligaspielen für die Norddeutschen, macht im November 1982 sein erstes von insgesamt 90 Länderspielen für Deutschland, wird 1986 Vizeweltmeister und wechselt 1987 nach Italien zur AS Rom.

In der italienischen Hauptstadt feiert er dann 1990 mit der deutschen Nationalmannschaft mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft seinen größten Erfolg. Ein Jahr später holt er auch endlich einen Titel auf Vereinsebene – mit der AS Rom wird er 1991 italienischer Pokalsieger. Im selben Jahr erreichen die Römer auch das UEFA-Cup-Endspiel, verlieren aber gegen Inter Mailand (0:2, 1:0).

Nach fünf sehr erfolgreichen Jahren, in denen Rudi Völler zum Publikumsliebling der Römer wird, wechselt er 1992 nach Frankreich zu Olympique Marseille. Mit den Südfranzosen gewinnt er, als erster deutscher Spieler, die erstmals ausgetragene UEFA Champions League, vormals Europapokal der Landesmeister, mit einem 1:0-Sieg gegen AC Mailand.

Im Jahr 1994 gelingt Bayer 04-Manager Reiner Calmund der Coup, Rudi nach Leverkusen zu lotsen. In den zwei Jahren als Spieler schießt er in 62 Bundesligaspielen noch 26 Tore für Bayer 04 und beendet am 21. Mai 1996 mit einem Abschiedsspiel im Ulrich-Haberland-Stadion vor vollem Haus seine große Spielerkarriere.

Rudi Völler

Ab 1996 nimmt ihn Reiner Calmund unter seine Fittiche: Rudi wird für die nächsten vier Jahre Sportdirektor bei Bayer 04. Im Herbst 2000 übernimmt er dann als Interimscoach die deutsche Nationalmannschaft. Ursprünglich ist vorgesehen, dass er dieses Amt ausübt, bis der Vertrag des damaligen Bayer 04-Trainers Christoph Daum im Sommer 2001 ausläuft. Doch die Affäre um den Werkselftrainer verändert alles.

Für die nächsten vier Jahre ist Rudi Völler Chef der Nationalmannschaft und wird mit ihr 2002 Vizeweltmeister bei der WM in Japan/Südkorea.  Zwei Jahre später erklärt er nach einer enttäuschenden EM in Portugal, wo das DFB-Team in der Vorrunde ausscheidet, seinen Rücktritt. Nach einem kurzen Trainer-Intermezzo bei der AS Rom im Sommer 2004 unterschreibt er ein halbes Jahr später einen Vertrag als Sportdirektor bei Bayer 04 und bleibt dem Klub bis zum Sommer 2022 treu. In seiner langen Zeit unterm Bayer-Kreuz wird Rudi Völler zum Gesicht von Bayer 04. Am letzten Spieltag der Saison 2021/22 wird er unter anderem mit einer großen Choreografie der Bayer 04-Fans feierlich verabschiedet.

Heute ist Rudi Direktor der deutschen Nationalmannschaft.

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