Geburtstagskind des Monats 2: Andreas Nagel wird 60

Andreas Nagel wird am 7. November 1964 in Hagen im Bremischen geboren. Seine komplette Jugend spielt der Torhüter beim Hagener SV. Über die Jugendnationalmannschaft, mit der er 1982 in der U16 Vize-Europameister wird, fällt er den Offiziellen von Bayer 04 auf, die ihn 1983 nach Leverkusen holen.
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Bayer 04-Trainer Dettmar Cramer riskiert zur Saison 1983/84 einiges, als er mit einem 20-Jährigen, meiner Wenigkeit, und dem 18 Jahre jungen Andreas Nagel in die neue Saison geht. Wir beide hatten bis dahin noch kein Bundesliga-Spiel absolviert. Andreas sitzt in den folgenden fünf Jahren meist auf der Ersatzbank. Nur einmal kommt er für die Werkself in der 1. Bundesliga zum Einsatz. Am 12. Oktober 1985 muss ich nach einem Zusammenprall mit dem Dortmunder Mittelstürmer Horst Hrubesch in der 80. Minute ausgewechselt werden. Nachdem ich noch einige Minuten weitergespielt hatte, war die Sichteinschränkung dann doch zu groß. Später diagnostiziert ein Augenarzt eine Augapfelprellung. In den letzten zehn Minuten kann sich Andi noch einmal auszeichnen und rettet uns das 1:1. Eine Woche später steht er im Pokalspiel bei der SpVgg Plattling das erste und einzige Mal für Bayer 04 in einem Pflichtspiel über 90 Minuten im Tor und kann seinen Kasten sauber halten. Wir ziehen mit einem 2:0-Sieg in die nächste Runde ein.

Leider sind Andis Leverkusener Jahre mit zwei unangenehmen Verletzungen verbunden. Er zieht sich innerhalb kürzester Zeit zwei Kahnbeinbrüche zu: erst im Sommer 1986 und kurz nachdem er diesen gerade ausgeheilt hatte, direkt wieder. In der UEFA-Cup-Sieg-Saison 1987/88 sitzt er in der Bundesliga noch das eine oder andere Mal auf der Ersatzbank. Nach dieser Spielzeit wechselt er zu Hannover 96, kommt aber auch dort über das Reservistendasein nicht hinaus. Seine letzte Station wird der damalige Oberligist FC Gütersloh, wo er in sechs Jahren auf 87 Spiele kommt.

Während seiner Zeit in Leverkusen absolviert Andi im Bayer-Werk eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Nach seiner Karriere hängt er noch ein Betriebsstudium dran und ist seit vielen Jahren für die DFL tätig, heute als Direktor für Sport & Nachwuchs. Nebenbei engagiert er sich ehrenamtlich im Vorstand der Robert-Enke-Stiftung.

Lieber Andi, ich wünsche dir zum 60. alles Gute. Bleibe gesund und lass dich feiern.

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