DFB-Team unterliegt Österreich im WM-Test

Die deutsche Nationalmannschaft hat in ihrem vorletzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) eine Führung verspielt und musste gegen Österreich am Ende eine 1:2 (1:0)-Niederlage einstecken – Julian Brandt durfte sich knapp 70 Minuten lang im neuen DFB-Dress zeigen. Keeper Bernd Leno nahm beim Comeback von Manuel Neuer auf der Bank Platz, ebenso wie Jonathan Tah. Am Montag (3. Juni) wird bekanntgegeben, welche Werkself-Profis zum deutschen WM-Kader gehören.
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Mesut Özil (11., FC Arsenal) hatte den Weltmeister am Samstagabend in Klagenfurt in Führung gebracht, nach der Pause drehte die vom ehemaligen Bayer 04-Akteur Franco Foda trainierten, mit vielen Bundesliga-Stars gespickte österreichische Landesauswahl dann aber die Partie zu ihren Gunsten – sehr zum Ärger von Joachim Löw: „Die Niederlage ärgert mich, weil wir vieles nicht umgesetzt haben, wie wir es uns vorgenommen hatten. In der ersten Halbzeit haben wir es noch ordentlich gemacht, aber dann sind wir immer mehr in so ein Fahrwasser reingekommen, wo das Spiel nicht mehr lief“, sagte der Bundestrainer nach dem Spiel, bei dem im zweiten Durchgang in Martin Hinteregger (53., FC Augsburg) und Alessandro Schöpf (69., FC Schalke) zwei bekannte Gesichter für die Gastgeber getroffen hatten.

Wegen eines Unwetters wurde die Partie erst um 19:43 Uhr statt um 18 Uhr angepfiffen, auch eine Absage hatte kurzzeitig zur Debatte gestanden. Leverkusens Julian Brandt durfte von Beginn an im rechten Mittelfeld ran, sein zweiter Treffer im 14. Länderspiel blieb dem 22-Jährigen trotz eines engagierten Auftritts allerdings verwehrt (20./39.), ehe er nach 67 Minuten Platz für Timo Werner machte. „Ich habe mir vorgenommen, mein Bestes zu geben. Das eine oder andere Ding hätte ich versenken können“, sagte Brandt. Der endgültigen WM-Nominierung blickt die Nummer 10 der Werkself gelassen entgegen: „Ich bin relativ entspannt und ich lasse den Montag entspannt auf mich zu kommen.“

Brandt war an diesem Abend nicht der einzige Werkself-Akteur, den die knapp 30.000 Zuschauer im Wörthersee-Stadion zu Gesicht bekamen. Für die Gastgeber spielte Kapitän Julian Baumgartlinger im defensiven 90 Minuten durch, ebenso wie der zuletzt an Leicester City verliehene Aleksandar Dragovic in der Dreierkette. Beide durften am Ende den ersten österreichischen Sieg über Deutschland seit 1986 feiern. „Ausschlaggebend war, dass wir es zweite Hälfte mehr wollten“, lautete das Fazit von ÖFB-Kapitän Baumgartlinger.

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