
Im Interview mit bayer04.de spricht das Bayer 04-Eigengewächs über den unumgänglichen Vergleich mit einem Leverkusener Teamkollegen, die Ziele der U19 sowie seine eigene sportliche Situation.
Emre, wie häufig wurdest du seit dem gestrigen Spiel schon auf Patrik Schick angesprochen?
Gedikli: Sehr oft. In der Kabine haben mich viele Schick 2.0 oder auch Patrik genannt. (lacht) Abgesehen davon haben mir aber alle zu den Toren gratuliert.
Patrik Schick ist am Samstag beim 7:1-Erfolg gegen Fürth ein Viererpack gelungen, du hast selbigen beim U19-Spiel gegen Wuppertal geschnürt. Wieso lief es gegen den WSV so rund?
Gedikli: Die Mannschaft war richtig heiß auf dieses letzte Spiel des Jahres und wollte vor der Winterpause noch einmal alles reinhauen. Wichtig war für uns, früh in Führung zu gehen gegen einen Gegner, der tief hinten drinsteht. Das ist uns gelungen, der Knoten dementsprechend schnell geplatzt. Bei uns saß fast jede Chance.
Ihr seid in der A-Junioren-Bundesliga West nach acht Spielen noch ungeschlagen und geht als Tabellenzweiter in die Winterpause. Was macht euch in dieser Saison so stark?
Gedikli: Wir als Team halten immer zusammen, auch nach Gegentoren schauen wir direkt wieder nach vorne. Im Derby gegen Köln beispielsweise sind wir in Rückstand geraten und haben allgemein keine gute erste Hälfte gespielt. Nach der Pause waren wir dann deutlich stärker und haben uns am Ende einen verdienten Punkt erkämpft.
Welche Rolle spielt Trainer Sven Hübscher?
Gedikli: Er hat natürlich einen großen Anteil an unseren bisherigen Leistungen. Ich persönlich habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihm. Er fordert viel von uns Spielern, und das in jeder einzelnen Einheit. Das ganze Trainer-Team bereitet uns bestens auf die Spiele vor, in der Halbzeit findet er die richtigen Worte und zeigt uns auch Videoszenen von guten wie schlechten Aktionen. Grundsätzlich ist er ein lockerer Typ. Wenn es aber wichtig ist, dann ist er immer voll da und fokussiert.

Habt ihr euch selbst einen der zwei vorderen Plätze und damit die Teilnahme an der Endrunde zur U19-Meisterschaft als Saisonziel gesteckt?
Gedikli: Dieses Ziel haben wir uns schon vor dem Saisonstart gesetzt. Ganz oben mitzuspielen, ist bei Bayer 04 grundsätzlich immer das Ziel. Nach der Winterpause folgt gleich das Topspiel (6. Februar gegen Spitzenreiter Dortmund, Anm. d. Red.), dann gilt’s.
Du trainierst mit den Profis, gehst am Wochenende aber meist für die U19 auf Torejagd. Wie bewertest du deine persönliche Situation, und welche Vorteile bringt dieser Spagat vielleicht auch mit sich?
Gedikli: Für meine Entwicklung bringt diese Konstellation viele Vorteile. Das Trainingsniveau bei den Profis ist natürlich deutlich höher, die Einheiten sind noch einmal intensiver. Ich kann mir zudem vieles von Spielern wie Patrik Schick und Lucas Alario abschauen. Keine Frage, mein Ziel ist ein Platz im Spieltags-Kader der Profis. Wenn ich stattdessen aber bei der U19 spiele, haue ich mich dort voll rein und gebe alles, um der Mannschaft zu helfen und mich zu beweisen. Ich bleibe geduldig und arbeite weiter hart, dann werden weitere Chancen und Einsätze bei den Profis von ganz alleine kommen.

Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
Mehr zeigen
Ein torreiches 2025 liegt hinter der Werkself: Los ging's direkt mit einem Blitzstart – Nathan Tella trifft in Dortmund schon nach wenigen Sekunden zum ersten Mal im neuen Fußball-Jahr. Weitere Highlights liefern dann Florian Wirtz, Aleix Garcia, immer wieder Patrik Schick und natürlich Alejandro Grimaldo mit seinen europaweit gefürchteten Freistößen. Die Highlights zum Ende des Jahres: Wichtige Pokal-Treffer von Ibrahim Maza, vielumjubelte Siegtore in Lissabon und Manchester, der Scorpion Kick von Martin Terrier im Derby und als ganz besonderer Abschluss in 2025: Montrell Culbreath aus der U19 mit seinem Treffer zum 3:1-Sieg in Leipzig bei seinem Debüt. Viel Spaß beim Schauen!
Mehr zeigen
Die fünf beeindruckendsten Tore der Lizenzmannschaft im Jahr 2025. Mit dabei: Alejandro Grimaldo, Patrik Schick und natürlich Martin „Skorpion“ Terrier...
Mehr zeigen
Ob der entscheidende Pass, die perfekte Flanke oder das beste Zuspiel: Bei den fünf schönsten Vorlagen der Lizenzmannschaft im Jahr 2025 ist alles dabei. Daran beteiligt? Unter anderem Aleix Garcia, Ibrahim Maza und Arthur...
Mehr zeigen