
„Wir hatten das Spiel über weite Strecken im Griff und waren die bessere Mannschaft, aber wir haben uns zu wenige Chancen erarbeitet“, analysierte de Pauw: „Leipzig hatte einen gefährlichen Konter und hat den genutzt. Da waren wir im Zentrum nicht aufmerksam.“
Im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt hatte der Niederländer seine Startelf auf zwei Positionen verändert. Anstelle der leicht angeschlagenen Karólína Lea Vilhjálmsdóttir begann auf dem rechten Flügel Loreen Bender, die gegen die Eintracht drei Minuten nach ihrer Einwechslung das erste Bundesliga-Tor ihrer Karriere erzielt hatte. Im Sturmzentrum begann 2:0-Torschützin Nikola Karczewska, dafür nahm Estrella Merino Gonzalez zunächst auf der Bank Platz.
Beide Teams begannen vor 1042 Zuschauern bei Nieselregen in Leipzig verhalten und fokussierten sich auf einen sicheren Spielaufbau. Im Passspiel fehlte den in Hellgrau gekleideten Gästen anfangs noch die letzte Präzision. Auch nach einer Viertelstunde warteten die Zuschauer vergeblich auf die erste Torchance, viele Fehlpässe auf beiden Seiten prägten die Partie.
Immer wieder probierten es die Bayer 04-Frauen über den rechten Flügel, fanden dort aber gegen die stabile Leipziger Viererkette kaum Mittel. So verwunderte es kaum, dass die erste Großchance aus einem Standard resultierte: Nach einer Ecke von Kristin Kögel geriet Lilla Turányi im Zentrum freistehend in Rücklage und köpfte über das Tor (26.).
Danach wurde Leverkusen mutiger: Bender spielte die rechts mitgelaufene Caroline Siems frei. Beim wuchtigen Abschluss der Außenverteidigerin musste sich Elvira Herzog im RB-Tor ganz lang machen (30.). Auf der Gegenseite erstickte die Dreierkette vor Torhüterin Friederike Repohl die Leipziger Offensivaktionen meist im Keim. Ein Freistoß von Kapitänin Elisa Senß rauschte links am Tor vorbei (37.). Die Gäste blieben leicht am Drücker, doch zur Pause blieb es beim 0:0.






Bei den Gästen kam für die zweiten 45 Minuten Linksverteidigerin Lara Marti neu in die Partie. Die Schweizerin war in der Winterpause nach Leipzig gewechselt. Halbzeit zwei begann ähnlich wie der erste Durchgang. Die Werkself war das aktivere Team, RB fokussierte sich voll auf die Defensivarbeit.
Weil den Bayer 04-Frauen offensiv wenig Zwingendes gelang, reagierte de Pauw mit einem ersten Wechsel, Vilhjálmsdóttir ersetzte Bender (63.). Kurz darauf wurde ein wuchtiger Abschluss der Offensivspielerin im Sechzehner geblockt. Wenig später kamen auch Cecilie Johansen und Verena Wieder für Siems und Nikola Karczewska aufs Feld (69.).
Gefährlich wurde es weiterhin lediglich durch Standardsituationen. RB traute sich in der Schlussviertelstunde mehr zu, blieb im letzten Drittel aber unpräzise. Über die linke Seite von Janou Levels versuchte es Bayer 04 immer wieder mit schnellen Angriffen. Doch der späte Treffer gelang RB: Mimmi Larsson dribbelte sich erfolgreich durch die Leverkusener Defensive und erzielte vorbei an der chancenlosen Repohl das 1:0 (83.).
Kurz darauf rettete die Torhüterin in höchster Not zur Ecke. Danach brachte de Pauw für die Schlussoffensive Merino Gonzalez für Levels (88.), doch auch die letzten Bemühungen der Gäste verpufften. Es blieb beim 0:1.
Weiter geht es für die Bayer 04-Frauen in zwei Wochen mit dem vorletzten Heimspiel der Saison. Am Samstag, 4. Mai, empfängt Schwarz-Rot im Ulrich-Haberland-Stadion den Tabellenführer FC Bayern München, Anstoß der Partie ist um 12.00 Uhr. Tickets für die Partie gibt es HIER im Onlineshop, der Sitzplatz-Bereich ist bereits ausverkauft. Wie in dieser Saison üblich, übertragen die beiden Streaming-Anbieter MagentaSport und DAZN die Partie live.
Die Statistik:
RB Leipzig: Herzog - Müller, Krug, Landenberger, Pollak (46. Marti) - Graf, Starke - Fudalla, Larsson (90.+1 Räcke), Andrade (46. Rackow) - Brecht (77. Croatto)
Bayer 04: Repohl - Matysik, Bragstad, Turányi - Siems (69. Johansen), Senß, Zdebel, Levels (88. Merino Gonzalez) - Bender (63. Vilhjálmsdóttir), Kögel - Karczewska (69. Wieder)
Tore: 1:0 Larsson (83.)
Gelbe Karten: Krug - Karczewska, Kögel
Schiedsrichterin: Naemi Breier (Zerf)
Zuschauer: 1042 am Trainingszentrum am Cottaweg

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