
Im Vergleich zum 2:2-Achtungserfolg bei Eintracht Frankfurt nahm Cheftrainer Achim Feifel keine Veränderungen vor. Er schickte dieselbe Startelf in die Partie wie am vergangenen Mittwoch.
Und die tat sich zu Beginn schwer. „Wir haben in der Vorwärtsbewegung viel zu viele Fehlpässe gespielt. Und auch das defensive Umschalten hat nicht gut funktioniert. Uns hat Kompaktheit gefehlt“, monierte Coach Feifel anschließend.
Doch die Gäste aus Bremen konnten das nicht nutzen. Viel zu überhastet wurden vielversprechende Offensivmöglichkeiten abgeschlossen. Es wurden viele Fernschüsse abgegeben, die meist das Ziel verfehlten. Und wurde es doch einmal gefährlich vor dem Tor der Leverkusenerinnen, war Torhüterin Anna Klink zur Stelle – wie in der 4., 7., 12. und 20. Minute.
Vor dem Hintergrund war es etwas überraschend, dass die Gastgeberinnen in der 35. Minute in Führung gingen. Kapitänin Jessica Wich scheiterte erst zweimal an der Bremer Torfrau Lena Pauels, der dritte Versuch fand dann den Weg ins Ziel – 1:0 für die Werkself-Frauen, die kurz vor der Pause hätten erhöhen können. Aber eine Bogenlampe - erneut von Wich - landete auf der Latte.
„Wir haben uns in der Pause vorgenommen, nach dem Seitenwechsel ruhiger und kontrollierter zu spielen“, so Feifel nach dem Schlusspfiff. „Das ist uns gelungen. Durch diagonalen Spielverlagerungen konnten wir die Spielkontrolle zurückgewinnen.“

Den Lohn dafür gab es nach 64 Minuten: Eine lange Ecke der Bayer 04-Frauen wurde erst geklärt, doch der zweite Ball landete bei Isabel Kerschowski, deren Schuss abgefälscht wurde und im langen Eck zum 2:0 einschlug. Eine Minute später traf Dora Zeller nur die Latte.
Den 3:0-Endstand stellte schließlich Milena Nikolic her. Die Angreiferin lauerte nach einem Freistoß am langen Pfosten und vollendete per Kopf – ihr vierter Saisontreffer. Die letzte gefährliche Aktion gehörte dann den Gästen: Die eingewechselte Katharina Schiechtl probierte es aus 35 Metern, der Ball ging jedoch nur an die Querlatte.
So blieb es am Ende beim 3:0-Sieg, durch den die Feifel-Elf auf den 5. Tabellenplatz springt. Weiter geht es am kommenden Sonntag, 18. Oktober, wenn Bayer 04 zur SGS Essen ins Ruhrgebiet reist.
„In der ersten Halbzeit hat man bei jeder Spielerin gemerkt, dass das Spiel von Mittwoch in Frankfurt Kraft gekostet hat. Sowohl körperlich als auch vom Kopf her. Da hatten wir auch Glück, dass die Bremerinnen daraus kein Kapital geschlagen haben“, bilanzierte Feifel. „Nach der Pause waren wir griffiger. Mit viel Leidenschaft haben wir noch einmal alles aus uns herausgeholt. So konnten wir die Spielkontrolle wieder an uns reißen.“

Die Statistik:
Bayer 04: Klink - I. Kerschowski (87. Reger), Turanyi, Friedrich (46. Pinther), Marti - Wirtz, Zeller, Csiszar, Wich (Vinken), Rudelic (46. Brüggemann) - Nikolic (83. Rackow)
Bremen: Pauels - Timmermann, Hausicke, Ulbrich , Lührßen - Volkmer (75. Schiechtl), Gidion , Wichmann (66. Goddard), Radosavljevic (46. Keles) - Sehan (27. Walkling), Tarczynska (75. Toth)
Tore: 1:0 Wich (34.), 2:0 Kerschowski (63.), 3:0 Nikolic (78.)
Gelbe Karte: Gideon
Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Göttingen)

Während sich die Werkself vom 1. bis zum 7. August im Trainingslager in Blankenhain auf die neue Saison vorbereitet, schlagen auch einige Bayer 04-Clubmitglieder im Rahmen einer mehrtägigen Club-Tour ihre Zelte im Weimarer Land auf. Sie verfolgen das Trainingslager aus nächster Nähe, besuchen die öffentlichen Einheiten und nehmen an verschiedensten Unternehmungen und Aktivitäten abseits des Rasens teil. Im Club-Tour-Tagebuch teilen sie ihre Eindrücke, Erlebnisse und besonderen Momente.
Mehr zeigen
22 Tage vor dem Bundesliga-Saisonstart haben die Bayer 04-Frauen frisches Selbstvertrauen getankt. Im Testspiel gegen den belgischen Erstligisten KRC Genk setzte sich die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 1:0 (1:0) durch. Lobke Loonen (20.) erzielte am Leistungszentrum Kurtekotten den entscheidenden Treffer für Schwarz-Rot.
Mehr zeigen
Werkself-TV zeigt den 3:0-Erfolg im Test gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen in der Saisonvorbereitung 2026/27 re-live...
Mehr zeigen
Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
Mehr zeigen