
„Wir haben an uns und unsere Serie geglaubt und daran, dass wir in jedem Spiel treffen. Nach einem Abnutzungskampf in der ersten Hälfte haben wir uns im Laufe des Spiels enorm gesteigert, immer mehr Zugriff bekommen und sind mutiger aufgetreten. Die zweite Halbzeit ging komplett an uns, wir haben einen hohen Aufwand betrieben und hatten mehr klare Torchancen. Der Treffer war dann wunderschön herausgespielt“, sagte Pätzold: „Danach haben wir mit großer Leidenschaft und Cleverness nichts mehr ansatzweise zugelassen. Rike (Friederike Repohl, Anm. d. Red.) musste keinen einzigen Schuss halten.“ Die eingewechselte Vorlagengeberin Delice Boboy erhielt ein Sonderlob. „Wir wissen um ihre fußballerischen Stärken, sie kann für jeden Gegner sehr unangenehm sein. Auch gegen den Ball hat sie sehr diszipliniert gearbeitet“, so der Coach: „Es freut mich sehr, dass sie sich für diese Leistung mit einem Scorer belohnt hat.“
Im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen Turbine Potsdam hatte Pätzold zwei Änderungen in der Startelf vorgenommen, beide auf der rechten Seite. Estrella Merino Gonzalez ersetzte in der Außenverteidigung Shen Menglu, außerdem begann anstelle der angeschlagenen Loreen Bender (nicht im Kader) Karolina Lea Vilhjalmsdottir. Innenverteidigerin Melissa Friedrich stand erstmals seit dem 12. Februar 2024 wieder im Kader. Infolge eines Bänderrisses und einiger Rückschläge im Aufbautraining hatte sie monatelang pausieren müssen.
Vor den Augen von Bundestrainer Christian Wück setzte RB in einer ruhigen Anfangsphase mit einigen Ungenauigkeiten im Aufbauspiel beider Teams den ersten offensiven Akzent. Ein wuchtiger Schuss von Giovanna Hoffmann aus mehr als 30 Metern senkte sich auf das Tornetz von Repohl (11.). Kurz darauf musste Vilhjjalmsdottir nach einem Kopfballduell behandelt werden, die Isländerin konnte jedoch nach einer kurzen Behandlungspause weiterspielen. Die Partie blieb auch in der Folge zerfahren, beide Defensivreihen standen kompakt, echte Torchancen waren Mangelware.
Nach einer knappen halben Stunde übernahmen die Gäste etwas mehr die Spielkontrolle. Beim Abschluss von Caroline Kehrer aus der zweiten Reihe fehlte die nötige Präzision (32.). Gefährliche Strafraum-Aktionen gelangen der Werkself jedoch auch in dieser Phase nicht. So ging es mit dem 0:0-Zwischenstand in die Kabinen.






Ohne personelle Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten. Für den ersten aussichtsreichen Schuss aufs Tor war schließlich Vilhjalmsdottir verantwortlich, bei ihrem Versuch von der Strafraumkante war Torhüterin Elvira Herzog auf dem Posten (52.). Fünf Minuten später fehlte nicht viel zur Führung für die ganz in Weiß gekleideten Leverkusenerinnen. Bei einer scharfen Hereingabe von Janou Levels konnte Kehrer am linken Torpfosten nicht mehr rechtzeitig reagieren, der Ball sprang von ihrem Fuß knapp am Kasten vorbei.
Die Bayer 04-Frauen agierten nun offensiver als noch in Durchgang eins. Der Distanzschuss von Katharina Piljic war ebenfalls kein Problem für Herzog (62.). Viel mehr ließ die disziplinierte Leipziger Abwehrreihe zunächst nicht zu. Pätzold reagierte mit einem Doppelwechsel: Für Sofie Zdebel und Cornelia Kramer kamen Juliette Vidal und Boboy in die Partie (71.). Auch Kögel probierte es wenig später aus der Distanz (76.).
Fünf Minuten später war es dann soweit: Die eingewechselte Boboy setzte sich auf dem linken Flügel durch und legte den Ball ins Zentrum ab. Dort stand Kögel goldrichtig und ließ Herzog mit ihrer Direktabnahme keine Chance (81.). Es war bereits der fünfte Saisontreffer für die Offensivspielerin. In der Schlussphase verteidigte die Werkself den knappen Vorsprung mit viel Leidenschaft - und sicherte sich so den hart umkämpften Auswärtssieg.
Bereits am kommenden Freitag, 22. November, geht es weiter. Im Ulrich-Haberland-Stadion steht gegen den Bundesliga-Aufsteiger 1. FFC Turbine Potsdam das DFB-Pokal-Achtelfinale an. Anstoß für die Partie ist um 18 Uhr, Tickets gibt es HIER im Online-Ticketshop von Bayer 04.
Die Statistik:
RB Leipzig: Herzog - Krug, Landenberger, Magerl - Andrade (63. Marti), Joly (63. Hipp), Starke, Müller - Fudalla, Schimmer (86. Spitzner) - Hoffmann
Bayer 04: Repohl - Merino Gonzalez, Ostermeier, Turanyi, Levels - Zdebel (71. Vidal), Piljic - Vilhjalmsdottir (90.+1 Daedelow), Kögel - Kramer (71. Boboy), Kehrer (89. Bragstad)
Tor: 0: 1 Kögel (81.)
Gelbe Karten: Hoffmann - Zdebel, Ostermeier, Kehrer, Piljic
Schiedsrichterin: Julia Boike (Altenstadt)
Zuschauer: 754 am Trainingszentrum Cottaweg

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