
Beim jüngsten 0:2 in der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim 1. FC Nürnberg blieben die Leverkusenerinnen hinter ihren Möglichkeiten zurück. „Wir haben wieder gemerkt, dass es gegen jeden schwierig wird, wenn wir nicht an unser Leistungs-Maximum herankommen. In München muss vieles zusammenkommen, damit wir ein positives Ergebnis erzielen, aber es ist absolut im Bereich des Möglichen“, sagt Pätzold: „Wir müssen individuell und als Team einen Top-Job machen und Bayern sollte einen weniger guten Tag haben.“
Die knappe 2:3-Niederlage im Liga-Duell durch einen späten Treffer der Münchnerinnen könnte als Anschauungsunterricht dienen. „Unser Heimspiel hat gezeigt, dass wir in der Lage sind, es eng zu gestalten, wir hatten sie am Rande einer Niederlage. Jetzt wollen wir uns mit einer guten Performance und bestenfalls einer großen Überraschung Selbstvertrauen für die Liga holen“, so der Trainer. Auch das vergangene Gastspiel beim Favoriten weckt – trotz der 0:2-Niederlage – positive Erinnerungen: „In der vergangenen Saison haben wir ein Top-Spiel in der Allianz Arena abgeliefert“, erinnert sich Pätzold.






Anders als die Werkself war der FC Bayern auch unter der Woche im Einsatz. Gegen Real Madrid erkämpfte sich der Deutsche Meister am Mittwoch ein 2:2. „Sie haben ein schwieriges Champions-League-Spiel hinter sich, in dem sie keine Kräfte schonen konnten. Vielleicht kann das zum Faktor werden“, sagt Pätzold: „Wir müssen unsere Möglichkeiten gnadenlos effektiv nutzen und gemeinschaftlich daran arbeiten, die Offensivpower der Bayern zu kontrollieren. Sie hatten in dieser Saison mehr enge Spiele als zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr und haben auch schon mehr Gegentore kassiert.“ Zwar liest sich die Bilanz des Primus mit acht Siegen aus acht Ligaspielen makellos, zwei der sieben Treffer gegen die Bayern erzielte allerdings Schwarz-Rot. „Für uns könnte so ein Spiel ohne Druck genau richtig kommen, um Wiedergutmachung für die Niederlage in der Liga zu leisten“, glaubt Pätzold: „Dass wir als klarer Außenseiter in einem solchen Alles-oder-Nichts-Spiel weniger zu verlieren haben, kann in bestimmten Situationen ein Vorteil sein.“
Das Team von Trainer Jose Barcala sei „immer mit vielen Spielerinnen im Offensivspiel gebunden und dadurch in Umschaltsituationen manchmal anfällig. Sie haben den hohen Anspruch an sich selbst, den Ball auch unter hohem Druck kontrolliert rauszuspielen“, analysiert Pätzold: „Das bietet Möglichkeiten für Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Insgesamt hat Bayern aber natürlich einen Top-Kader voller Weltklasse- und Ausnahmespielerinnen.“ Gelingt es der Werkself, diesen Kader zu bezwingen, wäre es die erste Münchner Pflichtspiel-Niederlage auf nationaler Ebene seit Oktober 2024.
Bei der Mission Viertelfinal-Einzug kann Vize-Kapitänin Sofie Zdebel (nach muskulärer Verletzung) wieder mitwirken, Natasha Kowalski (Trainingsrückstand), Paulina Tomasiak (muskuläre Verletzung), Sana Coskun (Muskel-Sehnen-Verletzung), Melissa Friedrich (Aufbautraining) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fallen dagegen weiter aus.
Fans, die die Werkself vor Ort unterstützen möchten, erhalten HIER Tickets für den Gäste-Block F am FC Bayern Campus. Auch der Bereich Stehtribüne Süd ist für Anhänger der Bayer 04-Frauen vorgesehen. Da es sich um einen offenen Verkauf handelt, ist grundsätzlich eine freie Blockwahl möglich. Wer nicht vor Ort ist, kann die Partie HIER im ARD-Stream oder bei Sky live verfolgen.

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